Leibschpeis Magazin 2024
: Gaumenschmaus für Gewinner beim Sternekoch

Die Einsender der besten Rezepte fürs nächste Leibschpeis-Magazin der SÜDWEST PRESSE haben ihre eigenen Kreationen bei Sternekoch Hans Häge ganz neu erlebt. Unter ihnen auch Food-Bloggerin Olga Ohm, ein „Perfektes-Dinner“-Kandidat und zwei Männer-Kochclub-Mitglieder.
Von
Karin Mitschang
Langenau
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Diesen Genussabend haben sie sich verdient: Die Gewinner des neuen Leibschpeis-Magazins mit Sternekoch Hans Häge (Mitte), Fotograf Marc Hörger (links) und dem SWP-Team zum Magazin, Monika Böhme, Karin Mitschang und Franziska Oblinger (von rechts).

Diesen Genussabend haben sie sich verdient: Die Gewinner des neuen Leibschpeis-Magazins mit Sternekoch Hans Häge (Mitte hinten), Fotograf Marc Hörger (links) und dem SWP-Team zum Leibschpeis-Magazin, Monika Böhme, Karin Mitschang und Franziska Oblinger (von rechts).

Marc Hörger

„Geschmacklich brauchen wir nicht zu reden“, sagte Dieter Lehmann aus Ulm am Donnerstagabend (27. Juni) – vollends begeistert von der Interpretation seines Rezepts für Marillentopfen-Knödel an Marillenkompott von Sternekoch Hans Häge im Gasthaus „Zum Bad“. Der kredenzte in Langenau dazu eine Kugel Joghurt-Limetteneis mit Krokant. Zusammen mit einem Riesling Apotheke Spätlese von der Mosel, den Sommelière Brigitte Benz ausgesucht hatte, entfaltete sich beim Gourmet-Abend für die Gewinner der SÜDWEST PRESSE ein wahres Feuerwerk an den Gaumen derer, welche die besten Rezepte für das fünfte Leibschpeis-Magazin eingereicht hatten und je einen Gast mitbringen durften. „Wir sind die Elite“, spaßte Lehmann, der nun auf der Suche nach einem Weinkenner für seinen Männer-Kochclub des Generationentreffs Ulm/Neu-Ulm ist.

Label Rouge Lachs mit Risotto und grünem Spargel - von Hans Häge, Gasthof Zum Bad in Langenau.

Label Rouge Lachs mit Risotto und grünem Spargel - von Hans Häge, Gasthof Zum Bad in Langenau.

Marc Hörger

Mitgebracht hatte er natürlich ein weiteres Mitglied, Karl Schmitz aus Burlafingen, der im Kochclub der eigentliche Dessert-Experte sei und das Essen „bombastisch“ nannte. Chefkoch Häge hatte mit seinem Team 20 der eingereichten 300 Rezepte nachgekocht und mit SWP-Fotograf Marc Hörger für das neue Magazin mit viel Geschick ablichten lassen. 60 eingereichte Rezepte aus dem Schwabenland sollen im Herbst in dem neuen Magazin erscheinen – von Häge verfeinert, aber auch gut zu Hause nachzukochen. Für den Gewinner-Abend hatte er fünf Speisen ausgesucht, die ein harmonisches Menü ergaben.

„Wir sind ganz überrascht, wie schön unser Essen auch aussehen kann“, sagte Lisa-Marie Schreiber aus Senden, deren Rehnüsslein mit Kirschknödel nun edel daherkam: als Rehnüssle & Oberschale mit Kirsche, Lauch, Pfifferlingen. Vorangegangen war ein Forellentatar mit Petersilienpesto, eingereicht von Eva Geiger aus Ulm, die ebenso wie Schreiber schon mehrfache erfolgreiche Einsenderin beim Feinschmecker-Magazin der SÜDWEST PRESSE ist.

Forellentartar mit Rösti und Petersilie - von Hans Häge, Gasthof Zum Bad in Langenau.

Forellentartar auf Rösti mit Petersilie - von Hans Häge, Gasthof Zum Bad in Langenau.

Marc Hörger

Aus dem „Rote Beete Carpaccio“ von Foodbloggerin Olga Ohm aus Dietenheim (@originalmeblog) wurde eine Rote Beete mit einer leicht karamellisierten Walnuss, Feta und Kräutersalat – es hatte keinen qualitativ hochwertigen Rucola gegeben, räumte Häge ein. „Ich war dreimal im Laden“, doch lätschiger Rucola kommt beim Sternekoch natürlich nicht auf den Tisch.

„Perfektes-Dinner“-Kandidat mit dabei

Richard King aus Rißtissen, der nicht nur als Geschäftsführer der Ratiopharm-Arena bekannt ist, sondern den mancher auch aus der TV-Kochshow „Das perfekte Dinner“ im vergangenen Jahr erkannte, hatte ein Risotto mit Lachs, Spargel und Beurre Blanc eingereicht. Im Gasthaus Bad gab es natürlich einen hochwertigen „Label Rouge Lachs“ mit grünem Spargel, der auf einem Schaum mit gebratener Lachshaut in Szene gesetzt wurde.

Am Schluss hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch jede Menge Fragen an den Chefkoch, vor allem in Sachen Michelin-Stern, den Häge bereits im elften Jahr erkocht hat. Während früher noch betagtere Stammgäste ein Restaurant per Brief vorschlugen, wie Häge sagte, bewerben sich heutzutage junge Gastronomen über Social Media und Mails selbst und empfehlen sich für einen Inkognito-Besuch der Tester vom renommiertesten Restaurantführer der Welt.

Ein zweiter Stern sei nicht sein Ziel, sagte Häge, Gastronom in fünfter Generation, auf Nachfrage. „Der Zugewinn einer Zwei-Sterne-Küche steht in keinem Verhältnis mehr zum zusätzlichen Aufwand“, plauderte er aus dem Nähkästchen. Zwei- oder Drei-Sterne-Restaurants seien Zuschussbetriebe, die nur mit einem Investor, Gönner oder einem großen Hotelkomplex im Hintergrund finanziert werden könnten. Daher legt sich Häge in Langenau ins Zeug, um alle zwei Monate eine neue Karte zu präsentieren, für die vielen Stammgäste. „Bei uns findet jeder was auf der Karte, wir haben nicht nur das Sechs-Gänge-Premium-Menü“, und das sei ihm auch wichtig. Nach dem geistreichen Gourmet-Abend wollen sich einige Teilnehmer bereits jetzt wieder ins Zeug legen und gute Rezepte finden, um den Genuss-Abend im nächsten Jahr nicht zu verpassen. Dann wird wieder ein anderes Küchenteam als Jury für das Leibschpeis-Magazin mitwirken.

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Aufgetischt Ulm
Donnerstag um 17.00 Uhr
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