Landratsamt warnt Waldbesitzer: Wegen Hitze Borkenkäfer-Alarm im Alb-Donau-Kreis!

Das Forstamt des Alb-Donau-Kreises warnt eindringlich vor einer akuten Massenvermehrung des Borkenkäfers.
Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa- Hitze beschleunigt Borkenkäfer-Ausbreitung im Alb-Donau-Kreis – akuter Handlungsbedarf.
- Waldbesitzende sollen Bohrmehl, Harzaustritt und Einbohrlöcher als Befallsanzeichen prüfen.
- Befallene Bäume sofort fällen und entfernen, um Populationsausbreitung zu stoppen.
- Alternativ: Entrindung oder Spritzen der Stämme bei verzögerter Abfuhr möglich.
- Forstbehörde bietet Beratung – gemeinsames Handeln schützt Wälder langfristig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die derzeit hohen Temperaturen haben die Entwicklung der ersten Käfergeneration der Borkenkäfer laut Landratsamt Alb-Donau-Kreis massiv beschleunigt. Die ausgewachsenen Käfer befallen aktuell stehende Bäume, um dort ihre Eier abzulegen. Dieser Entwicklungsabschnitt ist entscheidend für die weitere Populationsdynamik und erfordere besondere Aufmerksamkeit. Die trockene Wetterlage mit wenig Niederschlag eigne sich besonders gut für Befallskontrollen, da frisches Bohrmehl – ein frühzeitiger und zuverlässiger Hinweis auf Käferbefall – gut sichtbar ist.
Worauf bei der Kontrolle zu achten ist
Waldbesitzende sollten bei ihren Kontrollgängen gezielt nach folgenden Anzeichen suchen: Braunes Bohrmehl an Rindenschuppen, am Stammfuß, auf Spinnweben oder der Bodenvegetation, Harzaustritt am Stamm, Einbohrlöcher in der Rinde, Spechtabschläge (wenn Spechte mit ihrem Schnabel Rindenschuppen abschlagen), absterbende Kronenteile oder verfärbte Nadeln.
Was tun bei Befall?
Bei Feststellung eines Befalls ist schnelles Handeln geboten: Befallene Bäume müssen umgehend gefällt und aus dem Wald entfernt werden, bevor sich aus den Eiern erneut fertige Käfer entwickeln, die weitere Bäume befallen. Wenn eine zeitnahe Verbringung der Bäume aus dem Wald nicht möglich ist, sind Entrindung und als letztes Mittel auch das Spritzen der liegenden Stämme geeignet, um eine weitere Ausbreitung der Käfer zu verhindern.
Detaillierte Informationen zu einem erfolgreichen Borkenkäfermanagement finden sich unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/publikationen/Wald/Borkenkaefermanagement_Flyer.pdf
Die Forstbehörde im Landratsamt bietet Unterstützung und Beratung an. Waldbesitzende, die sich unsicher sind oder Hilfe benötigen, können sich an die zuständigen Revierleitungen oder die Forstbetriebsgemeinschaften wenden.
„Nur durch gemeinsames, entschlossenes Handeln kann die Borkenkäfergefahr eingedämmt und unsere Wälder geschützt werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Alle Waldbesitzenden leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit unserer Wälder.


