Kontrolle in Ulm
: Betrunkener fährt Schlangenlinien und flüchtet vor der Polizei

Kommissar Zufall hat in Ulm geholfen, einen Verkehrssünder zu überführen. Der 23-Jährige war ausgerechnet vor zwei Polizisten auf dem Weg zur Arbeit in Schlangenlinien gefahren. Was dann passierte.
Von
Kerstin Auernhammer
Ulm
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Polizei Symbolbild

Die  Ulmer Polizei ermittelt gegen einen 23.Jährigen. Dieser war am Samstag (18.04.2026) betrunken gefahren, hatte sich einer Polizeikontrolle entzogen und hatte auf der Flucht mit einem Audi einen Unfall gebaut.

Marijan Murat/dpa

Wer weiß, was passiert wäre, wenn die beiden Polizeibeamten an diesem Tag eine andere Schicht gehabt hätten. Oder wenn sie eine andere Strecke auf dem Weg  zur Arbeit genommen hätten. Vielleicht nichts, vielleicht auch ein schlimmer Unfall.

Doch die beiden Polizisten des Polizeireviers Ulm-West waren am Samstagmorgen (18.04.2026) gemeinsam auf dem Weg zum Dienst. Sie fuhren am Kuhbergring entlang – und dort fiel ihnen ein Audi auf. Er fuhr Schlangenlinien und kam immer wieder nach rechts von der Fahrbahn ab.

Fahndung nach verdächtigem Fahrzeug

Die Beamten versetzten sich in den Dienst und folgten dem Auto. In der Jörg-Sylin-Straße konnten sie den Fahrer ansprechen. Doch der gab Gas und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Söflingen. Die Polizei löste daraufhin eine Fahndung nach dem Fahrzeug und dem Fahrer aus.

Kurze Zeit später war diese erfolgreich. Am Audi fanden die Beamten frische Unfallspuren – und nach kurzer Suche wurde auch die dazu passende Unfallstelle entdeckt.

Trunkenheitsfahrt, Pkw-Diebstahl, Gefährdung des Straßenverkehrs

Da kam einiges zusammen – und es wurde noch mehr. Denn neben dem Alkoholtest von über 1,5 Promille stellte sich auch noch heraus, dass der 23-Jährige den Audi gar nicht hätte fahren dürfen. Der gehört nämlich einer Mietwagenfirma und er hatte ihn unerlaubt entwendet.

Die Liste der Strafanzeigen wurde deshalb um Pkw-Diebstahl erweitert, auch Gefährdung des Straßenverkehrs steht darauf.