Hochwasser in Ulm: Lob im Netz für Einsatzkräfte und Helfer: „Respekt“

Die Feuerwehr Ulm hatte am Wochenende mit dem Hochwasser alle Hände voll zu tun. Im Netz werden Einsatzkräfte und freiwillige Helferinnen und Helfer gelobt.
Amrei OellermannHinter Ulm und Neu-Ulm liegen harte Tage. Ergiebiger Dauerregen hatte seit Freitag (31.05.) für extremes Hochwasser der Donau gesorgt. Der Pegel stieg über das vergangene Wochenende gefährlich hoch, am Samstagabend wurde die Meldestufe 4 erreicht. Ein Jahrhundert-Hochwasser blieb aus, trotzdem fühlten sich viele Menschen aus der Region zurückversetzt in Zeiten des Pfingsthochwassers 1999, das verheerende Schäden in der Doppelstadt verursachte. Damals konnte man sich teilweise nur noch per Kajak durch die Neu-Ulmer Innenstadt bewegen.
Auch in der Region um Ulm und Neu-Ulm kam es zu heftigem Hochwasser. In Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm sind die Aufräumarbeiten aktuell noch am Laufen. Am Wochenende war die Lage so drängend, dass die Stiftungsklinik in Weißenhorn vorsorglich evakuiert wurde.
Reaktionen auf Social Media: "Oh, das ist ja schon sehr viel Wasser"
Auf den Sozialen Medien sind zur Hochwasser-Lage allerlei Reaktionen zusammengekommen. Viele Menschen zeigen sich erstaunt über die unfassbaren Wassermassen. „Oh, das ist ja schon sehr viel Wasser...“, schreibt ein User zu einem Instagram-Video der SÜDWEST PRESSE. „Bei uns läuft die Roth über…. angrenzende Häuser sind teilweise in den Gärten überflutet“, schreibt eine Frau auf Instagram. „Das ist die Klimakatastrophe“, ist sich eine weitere Userin sicher. Zahlreiche Rettungskräfte und freiwillige Helferinnen und Helfer packten in den etlichen Ortschaften an, um den Betroffenen zu helfen, ihre Keller oder Erdgeschosse von den tobenden Wassermassen zu befreien. Oder auch, um Menschen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Dieser Einsatz bleibt auf den Sozialen Medien nicht ungewürdigt. „Herzlichen DANK an jeden einzelnen Helfer, der dazu beigetragen hat, dass die Lage in Dellmo nicht eskalierte“, schreibt eine Frau auf dem Facebook-Profil der SÜDWEST PRESSE zu der Lage in Dellmensingen. Dort gefährdete die Überflutung vor allem das Umspannwerk, das 40.000 Haushalte mit Strom versorgt. Wie die Feuerwehr das Umspannwerk in Dellmensingen rettete, können Sie hier nachlesen.
„Respekt an jeden Polizisten, THW, Feuerwehr, Rettungsdienst, oder Bürger, der hilft, wo er kann. Und da draußen sein Bestes gibt“, kommentiert ein weiterer User auf Facebook. Eine weitere Frau bedankt sich ebenfalls bei allen Einsatzkräften mit den Worten: „Vielen Dank für euren unermüdlichen Einsatz.“
Klare Meinung zu Katastrophen-Tourismus: „Bleibt doch einfach alle Zuhause, sag mal“
Hochwasser ist kein Spielplatz, da sind sich die Nutzerinnen und Nutzer auf Instagram, YouTube, Facebook und Co. einig. Dass trotz der Gefahr am Wochenende viele Leute an der Donau entlang spazierten; dass bei herauskommendem Sonnenschein am Sonntagnachmittag die Herdbrücke, die Ulmer Stadtmauer und das Neu-Ulm Donauufer voll mit Menschen waren, stößt im Netz auf Unverständnis. „Bleibt doch einfach alle Zuhause sag mal. Was muss man denn ständig raus pressieren. Reißt euch zusammen und bleibt Zuhause“, findet eine Person auf Instagram. Eine weitere Person findet, statt das Hochwasser zu betrachten, sollte man lieber dort helfen, wo Hilfe benötigt wird. „Bei jeglichem Verständnis, sonst scheucht man bei diesem Wetter keine Hunde vor die Tür. Anstatt sensationslustig an der Donau entlang zu flanieren, könnten sich die Menschen doch nützlich machen und ihre Hilfe anbieten. Es gibt genügend Möglichkeiten dazu.“
Wie die überflutete Donau die Doppelstadt am vergangenen Wochenende optisch verwandelte, zeigen wir in diesem Video:


