Dramatische Rettungsaktion in Ulm: Großeinsatz: Halbnackter Mann springt nachts in die Donau

In der Nacht auf Donnerstag war ein verwirrter Mann aus Wiblingen in die Donau gesprungen. Polizei, DLRG und Feuerwehr waren im Großeinsatz (Symbolfoto).
Ralf Zwiebler/ArchivEinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG in der Nacht auf Donnerstag, 08.06.2023: Wie das Polizeipräsidium Ulm berichtet, hatte ein offenbar psychisch kranker Mann zunächst in Ulm-Wiblingen eine Alarmierung ausgelöst, die dann in einem Großeinsatz an der Donau gipfelte.
Mann läuft in Unterhose durch Wiblingen
Demnach hatte eine Zeugin nachts den Polizei-Notruf gewählt, weil sie beobachtet hatte, wie Mann – nur mit einer Unterhose bekleidet – seine Wohnung in Wiblingen verließ. Sie sagte den Beamten, dass der 54-Jährige psychisch krank sei.
Das Polizeirevier Ulm-West reagierte schnell und schickte mehrere Streifen, um den halbnackten Mann zu suchen. Gegen 3.20 Uhr schließlich entdeckten sie den Verwirrten: Er stand auf der Lichternsee-Brücke.
Rettungsaktion in Ulm-Wiblingen: Verwirrter springt in die Donau
Die Beamten versuchten, zu helfen. Aber noch bevor sie ihn festhalten konnten, sprang er von der Brücke hinab in die Donau und verschwand unter dem Wasser, wie das Polizeipräsidium berichtet. Doch er sei nach seinem Auftauchen relativ schnell wieder entdeckt worden: Der 54-Jährige klammerte sich schwimmend an einen Brückenpfeiler.
DLRG und Feuerwehr ziehen Mann aus dem Fluss
Unterdessen hatte die Polizei bereits die Feuerwehr und den Rettungsdienst alarmiert. Die DLRG Ulm und auch die Feuerwehr Ulm rückten
- mit mehreren Einsatzfahrzeugen,
- drei Booten,
- Tauchern und
- über 30 Einsatzkräften
an, um den Menschen aus der Donau zu holen.
Einem Feuerwehrmann, der mit einer Leine gesichert war, gelang es schließlich, zu dem 54-Jährigen zu schwimmen. Der bereits frierende Mann wurde mit einer weiteren Leine gesichert und mithilfe weiterer Einsatzkräften aus dem Fluss gerettet. Sie zogen ihn nach oben auf die Brücke in Sicherheit.
Schnelle Rettung an der Donau
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ulm hatten die Einsatzkräfte sehr schnell gearbeitet: Vom Sprung des Mannes in den Fluss bis zur Rettung habe es nur eine knappe halbe Stunde gedauert. Der Gerettete wurde nach seiner Bergung aus dem Wasser ins Krankenhaus gebracht, wo er untersucht wurde.
Fälle wie der aktuelle kommen immer wieder vor, und oft enden sie tödlich: Am 07.01.23 zum Beispiel suchte die Polizei unter Einsatz eines Hubschraubers und mithilfe der Wasserwacht nach einer Person in der Donau. Für diese kam leider jede Hilfe zu spät:

