Gewitter in Ulm und Neu-Ulm: Deutscher Wetterdienst warnt vor Blitz, Hagel und Überflutungen

Nach Gewittern in Bayern drohen auch in Baden-Württemberg starke Unwetter.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- DWD warnt vor starken Gewittern in Ulm, Neu-Ulm und Alb-Donau-Kreis – Hauptgefahr Starkregen.
- Binnen 1 Stunde bis 40 l/qm möglich, in wenigen Stunden bis 60 l/qm; örtlich bis 80 l/qm.
- Sturmböen bis 65–80 km/h und Hagel bis etwa 3 cm werden erwartet.
- Gewitter sollen in der Nacht ihren Höhepunkt erreichen und am Mittwochvormittag abziehen.
- München meldete am Montag viele Blitze und Unwetterfolgen, Nächte fallen wieder unter 20 Grad.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Wetterumschwung beginnt so langsam auch in Ulm. Der Regen hat am Dienstag (30.6.) schon eingesetzt, doch für die Nacht ist noch mehr vorhergesagt. Blitzschläge, umstürzende Bäume, herabstürzende Gegenstände, vereinzelte, rasche Überflutungen von Straßen und Unterführungen, Aquaplaning, mögliche Erdrutsche und Hagelschlag: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starkem Gewitter, welches sich auch in der Stadt, im Kreis Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis entladen könnte.
Starkregen, Stürme und Hagel auch im Raum Ulm erwartet
Die Unwetter sollen sich zu einem größeren Gewitterkomplex zusammenschließen. Dabei geht laut DWD die Hauptgefahr von Starkregen aus. Innerhalb einer Stunde soll gebietsweise Regen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter fallen, in wenigen Stunden bis zu 60 Liter. Jedoch sind auch Mengen um 80 Liter Regenwasser zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. „Das entspricht dem ein- bis zweifachen einer üblichen Monatssumme an Niederschlag binnen weniger Stunden“, erklärt Adrian Leyser Sturm von der Wettervorhersagezentrale des DWD in Offenbach.
Auch Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 65 und 80 Kilometer pro Stunde sind zu erwarten. Vor allem zu Beginn des Unwetters sind auch Hagelkörner mit schätzungsweise drei Zentimeter Größe möglich. Am Mittwochvormittag sollen die Gewitter nordostwärts abziehen.
Die große Hitze ist erst mal vorbei
Es ist nicht mehr so heiß, aber angenehm ist das Wetter trotzdem erst mal nicht, wie die dpa zusammenfasst. Die Gewitter bilden sich in schwülheißer Luft“, erläutert der Meteorologe. „Richtig turbulent wird es aber erst in der Nacht.“ Dann bestehe auch in Baden-Württemberg und Bayern hohe Unwettergefahr, insbesondere durch heftigen Starkregen.
Bereits in der Nacht zum Dienstag sind teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen über manche Landesteile hinweggezogen – im Süden und Osten Bayerns. In München setzte das Unwetter am Montag gegen 20 Uhr ein – mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich Straßen und Wege in Bäche. Die bis dato noch immer hochsommerlichen Temperaturen von 26 Grad und mehr stürzten um mehrere Grade nach unten.
Verspätungen und Ausfälle am Flughafen München
Am Flughafen München zog das Gewitter seitlich vorbei, wie ein Sprecher der dpa sagte. Deshalb sei kein Abfertigungsstopp nötig gewesen. Es habe dennoch Verspätungen und Ausfälle gegeben, weil die Deutsche Flugsicherung wegen der Unwetter in vielen Regionen das Programm heruntergefahren habe. Zudem hätten Airlines Flüge gestrichen.
Der Montag war der bisher blitzreichste Tag in diesem Jahr in Bayern. Der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids zählte 2577 Einschläge im Freistaat.
Nächte wieder unter 20 Grad
Mit dem Regen dürfte aber auch etwas von vielen herbeigesehnte Abkühlung kommen. Für die Nacht auf Mittwoch werden Tiefstwerte zwischen 19 und 12 Grad erwartet.
Der Juni ist nach vorläufigen Angaben des DWD der zweitwärmste Juni gewesen, den es jemals gab. Die Temperatur habe im Mittel bei 19,5 Grad gelegen, teilte der Wetterdienst nach einer vorläufigen Auswertung mit. Nur 2019 sei es mit im Schnitt 19,8 Grad noch wärmer gewesen.
