Gewalt in Ulm
: Mann muss nach Schlägerei am Lederhof ins Krankenhaus

Wieder einmal ist die Ulmer Polizei zum Lederhof ausgerückt. Beim Deutschhaus war sich eine Gruppe in die Haare geraten – der Streit endete blutig.
Von
Kerstin Auernhammer
Ulm
Jetzt in der App anhören

Am Lederhof ist noch keine Ruhe eingekehrt – auch nach den Razzien im Januar und Februar (Foto) muss die Polizei ausrücken. Die Schlägerei habe allerdings „innerhalb der Szene“ stattgefunden, betont ein Sprecher.

Amrei Oellermann

Ein Verletzter, Täter zunächst flüchtig, so lautet die Bilanz einer Schlägerei in der Ulmer Innenstadt am Freitagvormittag. Nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Hagel handelte es sich um eine Auseinandersetzung in der dortigen „Szene“: Offenbar ging es um den Verbleib eines Handys. „Es kam zu wechselseitigen Beschuldigungen und auch zu Handgreiflichkeiten“, berichtet Hagel. Die Polizei sei um 10.12 Uhr alarmiert worden. „Als die Kollegen um 10.17 Uhr eintrafen, hatte sich die Lage schon wieder beruhigt.“ Allerdings habe einer der Beteiligten geblutet, er sei in die Klinik eingeliefert worden. Die mutmaßlichen Täter seien Richtung Bahnhof geflohen, es handelte sich um eine weibliche und eine männliche Person, etwa 18 Jahre alt. Sie seien der Gruppe allerdings bekannt.

Hagel betont, dass sich die Schlägerei auf die dortige Szene beschränkt habe, für die Öffentlichkeit habe keine Gefahr bestanden. Dieser Nachsatz ist der Polizei wichtig, denn der Lederhof hat einen schlechten Ruf. Das Gelände zwischen Xinedome und dem Parkhaus Deutschhaus gilt als Problemareal, an dem gedealt wird, wo sich die Trinker- und auch die Drogenszene trifft. In jüngster Zeit kam es zu Vandalismus und auch zu mehreren Gewalttaten. Eine Sicherheitsdebatte entbrannte.

Polizei und Stadt wollen für mehr Sicherheit sorgen

Ende Januar folgte dann die Reaktion der Polizei: gleich zwei groß angelegte Razzien binnen drei Wochen. Und auch die Stadt Ulm will an der Stelle ansetzen. Die Digitale Agenda plant drei Projekte, die dabei helfen sollen, rund um den Lederhof die Sicherheit zu erhöhen.