Findus ist verschwunden: Hält jemand in Ulm diese Katze gefangen?

Der Kater Findus ist etwa ein Jahr alt.
Privat- Kater Findus verschwindet zum dritten Mal in Ulm
- Besitzerin vermutet, dass er von Nachbarn eingesperrt wird
- Findus kam zweimal gepflegt und wohlgenährt zurück
- Familie hat Suchanzeigen und Aushänge gemacht
- Findus ist graubraun getigert mit weißem Bauch und Beinen, schwarze Unterlippe rechts
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Findus ist schon wieder nicht nach Hause gekommen. Der sechsjährige Junge blickt am Morgen traurig vor die Haustür und in den Garten, vergeblich nach Findus Ausschau haltend. Wie jeden Tag. Bereits zum dritten Mal ist der Kater einer Familie am oberen Eselsberg für längere Zeit verschwunden – und den Besitzern kommt daran so einiges merkwürdig vor.
Julia Grebing ist Ulmerin, am Eselsberg aufgewachsen, in dem hübschen Haus wohnt sie seit elf Jahren – mit ihrem Mann, den vier Kindern und fünf Katzen. Bis vor einem Jahr hatten sie nur einen älteren Kater, aber dann kam ein ganzer Wurf dazu.
Eigentlich wollte Julia Grebing damals nur zwei weitere Katzen haben. Doch auf einem Gnadenhof konnten sie dann nicht Nein sagen, als sie das flauschige Quartett sahen: sechs Wochen alte süße Katerchen, deren Mutter beim Hochwasser gestorben war und die nun von einer anderen Kätzin gesäugt wurden, die am Ende ihrer Kräfte war. Und da die Familie für die Tiere ideal am oberen Eselsberg wohnt – mit viel Platz und Garten, dazu Feld und Wald in nächster Nähe -, fanden alle Vier dort ein neues Zuhause.
Graubraun getigert, mit weißem Bauch und weißen Beinen
Im Herbst war der kleine Findus das erste Mal verschwunden. Vier Wochen später war er zurück. „Gut gepflegt, gut genährt, fetter als seine Geschwister“, wie Julia Grebing erzählt. Im Januar wurden die Vier dann kastriert und gechippt. „Jeder kann sehen, dass er jemandem gehört.“
Ende Januar war Findus dann wieder weg – und erst am 7. Mai kam er wieder, nach mehr als drei Monaten. Erneut „sah er sehr gut aus“, war aber zunächst ein wenig scheu. Nun bekam er ein Halsband mit Tracker, und er kehrte jeden Tag von seinen Streifzügen nach Hause zurück.
Vor eineinhalb Wochen verlor Findus aber das Halsband – und drei Tage später verschwand er ein drittes Mal. „Ich will keinem was unterstellen“, sagt Julia Grebing, „aber ich glaube, dass er hier irgendwo in der Nachbarschaft eingesperrt wird von jemandem, der ihn toll findet. Man kann doch sehen, dass er kein Streuner ist.“
Findus ist ein Europäisches Kurzhaar, graubraun getigert, mit weißem Bauch, weißen Beinen und einem besonderen Merkmal: Die Unterlippe ist rechts schwarz. Die ersten beiden Male sei er wohl nach Hause zurückgekommen, als er entwischen konnte. „Nach drei Monaten kommt eine Katze nicht unbedingt wieder zurück“, sagt Julia Grebing.
Sie hat Aushänge im Viertel gemacht, in Facebook-Gruppen gepostet, auf Ebay-Kleinanzeigen und nebenan.de geschrieben – alles vergebens. Und so appelliert die 43-Jährige jetzt: „Wenn ihn jemand sieht, sagen Sie uns bitte Bescheid. Und wenn ihn jemand bei sich hat: Lassen Sie ihn nach Hause. Er hat eine Familie, die ihn liebt und vermisst.“

