Familie in Not: Essen oder Miete bezahlen? Es klemmt hinten und vorne

Das Wohnzimmer von Familie L. ist karg eingerichtet. Ein Kind muss auf dem Couchtisch seine Hausaufgaben machen, weil es keine andere Möglichkeit zu arbeiten gibt.
Barbara Hinzpeter- Familie L. kämpft seit Sommer mit Geldnot wegen Arbeitslosigkeit und Krankheit.
- Vier Kinder leiden besonders; Heizöl fehlt, Wohnung ist kalt.
- Vater verlor Job, hofft auf neuen Job; geringes Arbeitslosengeld erwartet.
- Auto der Familie muss repariert werden, TÜV-Plakette unsicher.
- Spendenaktion gestartet; Hilfe für Familie L. dringend benötigt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Wir haben lange gedacht, dass wir alles allein schaffen“, sagt Jakob L. (alle Namen geändert). Finanziell eng sei es immer gewesen und es scheine, als ziehe die Patchwork-Familie das Unglück an. Doch seit August laufe alles schief, ergänzt seine Frau Melanie. Seit sie im Spätsommer einen Bandscheibenvorfall hatte, gehe es rapide bergab.
Sie verlor ihren Job als Küchenhilfe, bezieht momentan Krankengeld. Jakob L. konnte als Alleinverdiener mit seinem Lohn als über eine Zeitarbeitsforma beschäftigter Produktionshelfer die sechsköpfige Familie kaum ernähren. Umso härter traf es ihn, als ihm in der Firma gesagt wurde, dass er nicht mehr gebraucht werde. Dabei habe er bis zu 50 Wochenstunden für das Unternehmen gearbeitet und sei dadurch bei weitem nicht auf den Mindestlohn gekommen.
Vater hofft auf neuen Job
Er hat nur ein geringes Arbeitslosengeld zu erwarten und hofft, schnellstmöglich einen neuen Job zu finden. Er sei handwerklich begabt, seinen erlernten Beruf als Sozialpfleger könne er aus psychischen Gründen nicht mehr ausüben. Seit zwei Jahren sind Jakob (24 Jahre) und Melanie (34) ein Paar. Melanies Buben sind zwölf, neun und sieben Jahre, sein Sohn ist sechs Jahre alt. Es geht lebhaft zu, wenn am Nachmittag alle vier Jungs aus Schule und Kindergarten nach Hause kommen.
Kalte Wohnung, weil Geld für Öl fehlt
Die Wohnung ist nur noch spärlich möbliert. „Wir haben vieles verkauft“, erklärt Melanie L. Große Sorgen bereitet ihr, dass fast kein Heizöl mehr im Tank ist. „Ich weiß nicht, wovon wir eine Füllung bezahlen sollten“, sagt sie. Entsprechend kalt ist es in allen Räumen.
Der Zweitjüngste schläft auf dem Sofa im weitgehend leeren Wohnzimmer, seine Schreib- und Rechenübungen macht er am Couchtisch. Sie fallen dem hyperaktiven Kind nicht leicht. Kein Wunder, dass Hefte und Arbeitsblätter Eselsohren haben. Manchmal kommt es der Mutter vor wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel, die Kinder sind anstrengend. Eine Familienhelferin begleitet Eltern und Kinder, die aufgrund von ADHS eine besondere Förderung benötigen.
Dem Familienauto droht das Aus
Als ob der normale Alltag nicht schon schwer genug wäre, muss nun auch das Familienauto dringend repariert werden. Rost hat Achse und Auspuff angefressen. Dass der TÜV im Februar die Plakette nicht gewährt, steht angesichts der Schäden außer Frage. Ebenso klar sei, dass sie ein Fahrzeug benötige, unter anderem für Therapie- und Arzttermine der Kinder. „Busverbindungen funktionieren zwar, aber wenn wir die Bahn benötigen, sind wir nie rechtzeitig am Ziel“, sagt Melanie L. Sie brauche das Auto auch, damit sie eine neue Arbeitsstelle antreten kann. Hinzu kommt, dass ihr Mann ihr keine Fahrten abnehmen kann. Er besitzt keinen Führerschein. Den verlor er, nachdem er vor einigen Jahren „in jugendlichem Leichtsinn“, wie er erzählt, während der Probezeit mit 0,1 Promille Alkohol im Blut einen Unfall gebaut hatte. Zum Glück blieben er und seine Mitfahrer unverletzt, als der Wagen in einem Gartenzaun landete.
Ein halbes Jahr musste er auf die Fahrerlaubnis verzichten, fuhr trotzdem und wurde erwischt. Ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) ist Voraussetzung dafür, dass er wieder fahren darf. Doch das kostet Geld – Geld, das dringend an anderer Stelle benötigt wird.
„Das Wasser steht uns schon über dem Kopf“
„Wir leben weit unter dem Existenzminimum“, sagt Jakob L. „Das Wasser steht uns schon über dem Kopf.“ Er wisse nicht, wie die Familie die nächsten Wochen und Monate überleben soll. „Wir stehen vor der Entscheidung, entweder Geld für Essen oder für die Miete auszugeben“, unterstreicht Melanie L. Sie fürchtet sich vor der drohenden Obdachlosigkeit. Die wäre eine Katastrophe – vor allem für die Kinder, die ohnehin unter der angespannten finanziellen Situation leiden und an Weihnachtsgeschenke schon gar nicht zu denken wagen.
Gezielte Hilfe für Familie L.
Wer Jakob und Melanie L. und ihren Kindern direkt unter die Arme greifen möchte, verwendet auf seiner Überweisung unter Verwendungszweck das Stichwort „Familie L.“.
Die Spendenkonten sind:
Bei der Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18
Bei der Sparkasse Ulm: DE47 6305 0000 0000 1000 03
Bei der BW-Bank: DE05 6005 0101 7439 5013 93

