Ulmerin mit Lymphödem: Wenn jeder Schritt schwerfällt und die Schmerzen den Schlaf rauben

Keine Hausbesuche möglich: Um Physiotherapie daheim hat sich Katharina M. vergeblich bemüht.
Barbara Hinzpeter- Katharina M., 75, leidet nach Brustkrebs-OP unter starken Beinschmerzen und Schwellungen.
- Krankenkasse übernimmt Kosten für Kompressionsmassagegerät nicht.
- Ihr Mann bemühte sich vergeblich, Physiotherapie zu Hause zu organisieren.
- Das Paar hofft auf Spenden zur Finanzierung des Geräts.
- Konto bei Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wieder einmal hat Katharina M. (alle Namen geändert) eine fürchterliche Nacht hinter sich. Wegen Schmerzen in den Beinen, Juckreiz der Haut und Übelkeit ist die 75-Jährige erst morgens gegen vier Uhr eingeschlafen. Ihr Bett steht im Wohnzimmer, damit ihr Mann seine Nachtruhe hat.
Er pflegt seine Frau, kümmert sich rührend um sie, versorgt den Haushalt und setzt viele Hebel in Bewegung, um seiner Frau den Alltag zu erleichtern. Der ist seit einer Brustkrebs-Operation im vergangenen Jahr extrem beschwerlich: Wegen ihrer seither stark geschwollenen und schmerzenden Beine kann Katharina M. nur wenige Schritte gehen und nur kurze Zeit stehen. Mühsam legt sie die wenigen Zentimeter zwischen Bett und Sessel zurück.
Erst keine Bewegung, dann die Kilos
Aus dem Haus zu gehen, ist fast unmöglich. „Es ist ein Teufelskreis“, sagt sie. Weil sie sich kaum bewegt, hat sie stark zugenommen. Übergewicht und Bewegungsmangel wiederum begünstigen die durch Veneninsuffizienz und Lymphödem hervorgerufenen Schwellungen der Beine. Sie zu entstauen, könnte helfen. Allerdings habe sich der Zustand nach 42 manuellen Lymphdrainagen bisher nicht verbessert, betont Bernd M.
15 Physiotherapie-Praxen lehnen Hausbesuche ab
Mittlerweile kann seine Frau die Treppen von und zur Wohnung im zweiten Stock nicht mehr bewältigen. Daher hat er sich um eine Behandlung daheim bemüht und 15 Physiotherapie-Praxen in der Umgebung angerufen. „Aber kein Therapeut macht Hausbesuche“, berichtet er. Auch der Hausarzt habe sich eingeschaltet. Seine Bemühungen, jemanden zu finden, schlugen ebenfalls fehl. Er empfehle daher – wie auch der Facharzt – die Anschaffung eines speziellen Geräts zur Kompressionsmassage und habe dafür ein Rezept ausgestellt, sagt Bernd M. Die Hosenmanschette könnte sich Katharina M. mithilfe ihres Mannes zu Hause selbst anlegen.
Krankenkasse will nicht zahlen
Doch die Krankenkasse kommt nicht für die Kosten auf, da die manuelle Therapie noch nicht ausgeschöpft sei. Erst wenn sie nach weiteren sechs Monaten nicht die gewünschte Wirkung zeige, käme der Einsatz des Apparats infrage, laute die Begründung der Kasse, berichtet Bernd M. frustriert: „Das ist ja auch ein Teufelskreis.“ Denn wenn niemand bereit sei, die Lymphdrainage daheim zu leisten, könne auch nicht nachgewiesen werden, ob sie anschlage oder nicht. Im Übrigen habe auch die Krankenkasse erfolglos versucht, Hausbesuche zu vermitteln. Katharina M. ist den „ganzen Zirkus“ leid, wie sie sagt.
Große Hoffnung in Manschette mit Luftkammern
Ihr Mann mag aber nicht zusehen, wie ihr Lebensmut immer weiter abnimmt. Er ist davon überzeugt, dass seiner Frau eine Manschette mit Luftkammern helfen würde. Schließlich habe sie gute Erfahrungen damit gemacht: Nach der ersten Krebsoperation vor 20 Jahren, als Katharina M.’s rechte Brust und 26 Lymphknoten entfernt worden waren, habe sie einen entsprechenden Apparat leihen können – „und er hat geholfen“.
Nun hofft das Ehepaar, dass es das Gerät mit Spenden finanzieren kann. Selbst bezahlen können die beiden es von ihrer geringen Rente nicht. Sie reicht gerade zum Leben. Bernd M. hat mit dem Gedanken gespielt, die Krankenkasse auf Kostenübernahme zu verklagen. Das hat er inzwischen verworfen. Der VdK habe ihm mitgeteilt, dass es womöglich ein bis zwei Jahre dauere, bis über die Klage entschieden sei. So lange könne er nicht warten, sagt Bernd M. „Bis dahin ist meine Frau gestorben“, fürchtet er. Denn die Schmerzen und die nächtliche Schlaflosigkeit seien kaum auszuhalten.
Direkte Hilfe für Katharina M.
Wer gezielt Katharina M. unter die Arme greifen möchte, vermerkt auf der Überweisung unter Verwendungszweck das Stichwort „Katharina M.“.
Die Spendenkonten sind:
Bei der Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18
Bei der Sparkasse Ulm: DE47 6305 0000 0000 1000 03
Bei der BW-Bank: DE05 6005 0101 7439 5013 93

