Aktion 100 000 und Ulmer helft: Alt, krank und bald ohne Wohnung

Mann weg, Bleibe weg und gesundheitlich angeschlagen: Die Mittsiebzigerin an der Krücke hat ein schweres Leben.
Barbara Hinzpeter- Doris B., über 70, steht vor Obdachlosigkeit, weil ihr Mann das Haus verließ und den Mietvertrag kündigte.
- Finanzkrise 2008 ruinierte ihre Ersparnisse; Haus musste verkauft werden.
- Doris, seit 30 Jahren gehbehindert, lebt von geringer Rente und sucht verzweifelt eine kleine Wohnung.
- Mietvertrag endet am 31. Dezember; Spendenaufruf für Doris B. gestartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viel zu sagen hat sie nie gehabt in ihrer jahrzehntelangen Partnerschaft und Ehe. Schon gar nicht, wenn‘s ums Geld ging. Dabei hätte sie vieles anders gemacht als ihr Ehemann, sagt Doris B. (Name geändert). Jetzt sitzt sie am Esstisch in dem Stübchen, das ihr auch als Schlafzimmer dient.
Die übrigen Räume im Haus, darunter das ausgesprochen großzügige Wohnzimmer, sind leer. Möbel sind ausgeräumt, die Teppiche eingerollt. Ihr gehöre nichts davon, betont Doris B. Ihr Mann hat das Haus vor vielen Jahren gebaut. Der Akademiker verdiente damals gutes Geld, legte es in Aktien an, anstatt den Baukredit abzuzahlen.
Keine Rücklagen mehr
Mit der Finanzkrise 2008 war alles Ersparte weg. Das Haus musste deutlich unter Wert verkauft werden, um einen Teil der Schulden zu tilgen. Das Ehepaar konnte aber zur Miete in den einst eigenen vier Wänden bleiben. Bis der Mann in diesem Sommer auszog und den Mietvertrag kündigte.
Seither ist Doris B. auf Wohnungssuche. Denn ihr Mann hatte den Vertrag allein unterschrieben, außerdem könnte sie die Miete für das Haus gar nicht aufbringen. Finanzielle Unterstützung von ihrem Mann könne sie nicht erwarten. „Er hat ja selber nichts.“ Sie vermutet, dass der fast 90-Jährige wegen seiner schweren Krankheit in einem Pflegeheim lebt. Genaues weiß sie nicht.
Seit 30 Jahren schwer gehbehindert
Schon seit Jahren hat er eine Freundin, seine Ehefrau hatte sich mit dem Dreiecksverhältnis arrangiert. „Ich habe ihm nie eine Szene gemacht, ich habe die Situation akzeptiert“, berichtet die Mittsiebzigerin in sachlichem Ton. „Wir haben uns nicht gestritten.“ Als ihr Mann schwer erkrankte, war es für sie keine Frage, „das gemeinsam durchzustehen“. Umso überraschender kam nun das endgültige Aus für Doris B., die nur eine sehr geringe Rente bezieht. Denn seit mehr als 30 Jahren ist sie schwer gehbehindert und konnte schon früh nicht mehr arbeiten.
Im Oktober vergangenen Jahres stürzte sie, brach sich den Oberschenkelhals und musste operiert werden. Das ging zweimal schief, sie benötigte eine neue Hüfte und leidet seither unter Schmerzen. Immer wieder schüttelt die zierliche Frau ihren Kopf. „Natürlich habe ich mir das Alter völlig anders vorgestellt“, sagt sie und fügt resolut hinzu: „Frauen halten viel aus.“ Vor allem, wenn sie bescheiden sind wie Doris B.
Früher selbst gespendet, jetzt Empfängerin
Lebensmittel kauft sie im Tafelladen. „Früher habe ich dort Spenden hingebracht.“ Sie trägt gebrauchte Kleidung, die sie geschenkt bekommt. Das alles mache ihr nichts aus, betont sie. „Wenn ich etwas kann, dann ist es sparen.“ Das habe sie in der Kindheit gelernt, sie stamme aus einfachen Verhältnissen. Deprimierend findet sie aber, dass sie bisher keine Wohnung gefunden hat. Eineinhalb Zimmer, am liebsten in der Stadt oder in der Umgebung von Laichingen, würden ihr genügen.
Sie hat vieles versucht und geht mit aufmerksamem Blick durch Dörfer und Siedlungen. Doch wo sie Leerstand entdeckt und gefragt hat, ob sie dort einziehen könne, habe sie bisher bloß Absagen erhalten. Auch auf Zeitungsanzeigen hin bekam sie so gut wie keine Antwort. Dabei drängt die Zeit. Der Mietvertrag endet am 31. Dezember. Sie hofft, bis dahin eine neue Bleibe gefunden zu haben. Und wenn es so weit ist, benötigt sie etwas Geld sowie Hilfe beim Umzug ihrer wenigen Habseligkeiten.
Direkte Hilfe für Doris B.
Wer gezielt Doris B. unter die Arme greifen möchte, vermerkt auf seiner Überweisung unter Verwendungszweck das Stichwort „Doris B.“
Die Spendenkonten sind:
Bei der Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18
Bei der Sparkasse Ulm: DE47 6305 0000 0000 1000 03
Bei der BW-Bank: DE05 6005 0101 7439 5013 93
