Energie im Alb-Donau-Kreis: Am Wasserwerk bei Langenau entsteht ein Solaranlagen-Teppich

Am Wasserwerk in Langenau entsteht derzeit ein großes Solarfeld.
Zweckverband Landeswasserversorgung- GVL und LW bauen am Wasserwerk Langenau einen Solarpark auf 20 Hektar.
- Leistung: 22,5 MWp; Strom für Anlagen und Pumpen, Überschuss ins Netz.
- Start im großen Stil ab Mitte des Jahres; neues Hochspannungs-Umspannwerk geplant.
- Projekt ist Kern für klimafreundliche, CO2-neutrale Wasserversorgung bis 2030.
- Stadt Langenau profitiert über GVL; Wärmenetz wird ausgebaut, Ziel: CO₂-freie Wärme.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Gasversorgung Langenau GmbH (GVL) und die Landeswasserversorgung (LW) errichten derzeit rund um das Wasserwerk Langenau auf 20 Hektar einen Solarpark – jeweils hälftig auf Flächen der Stadt und auf Flächen der LW. Die maximale Leistung der Photovoltaikanlage (PV) beträgt laut Pressemitteilung 22,5 Megawatt-Peak (MWp). Zur Einschätzung der Dimension: Die Anlage könnte den kompletten privaten Stromverbrauch von der Stadt Langenau decken, wenn man einen durchschnittlichen Jahreswert von 1500 Kilowatt-Peak (kWh) pro Person annimmt. Die gewonnene Energie werde jedoch über ein neues, noch zu bauendes Hochspannungs-Umspannwerk direkt für den Betrieb der Aufbereitungsanlagen und vor allem der Pumpen im Wasserwerk genutzt. Der Überschuss werde ins öffentliche Netz eingespeist.
Kernprojekt für die Stadt Langenau
Neben dem Ausbau der Kläranlage mit Spurenstoffelimination ist der Solarpark das zweite zentrale Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsprojekt der Stadt Langenau, heißt es in der Mitteilung der LW weiter. Umgesetzt wird das von der GVL, einem Beteiligungsunternehmen der Stadt und der Stadtwerke Ulm, gemeinsam mit der LW. Der Gemeinderat hatte bereits 2022 beschlossen, den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien zu unterstützen und zur Umsetzung des Zwei-Prozent-Flächenziels auch Photovoltaik auf Freiflächen zu ermöglichen. Dabei wurden Flächen östlich des Gewerbegebiets A-7-Nord sowie Flächen am Wasserwerk der LW als besonders geeignet priorisiert. In der Folge entwickelten die GVL und die LW gemeinsam das Projekt für den Solarpark am Wasserwerk.
„Für die LW ist der Solarpark ein zentraler Baustein für eine klimafreundliche und CO2-neutrale Wasserversorgung“, schreibt LW-Pressesprecher Michael Simon. Bis ins Jahr 2030 wolle die LW mit dieser und weiteren PV-Anlagen, mit Wasserturbinen und Windkraftanlagen in der Bilanz so viel Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugen, wie sie für die Förderung, Aufbereitung und den Transport von Trinkwasser benötigt. Außerdem erhöhe die LW durch die autarke Stromerzeugung die Versorgungssicherheit. Im Falle eines großflächigen und anhaltenden Stromausfalls (Blackout) könnten die Pumpen die Grundversorgung aufrechterhalten.
Auch die Stadt profitiert
Auch die Stadt Langenau profitiere von dem Projekt über ihr Beteiligungsunternehmen GVL. Gleichzeitig bilde der Solarpark einen Baustein für einen steuerlichen Querverbund mit den Bädern und unterstütze die strategische Weiterentwicklung der GVL zu einem integrierten Energieversorger. Bereits heute biete die GVL erneuerbare Energielösungen im Bereich der Wärmeversorgung an. Das Unternehmen sei Energieversorger in Langenau mit den Stadtteilen Albeck, Göttingen und Hörvelsingen sowie in der Gemeinde Bernstadt, betreibe ein rund 80 Kilometer langes Erdgasnetz.
Darüber hinaus engagiere sich die GVL zunehmend im Ausbau erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Wärmelösungen. In Langenau betreibe das Unternehmen ein derzeit rund sechs Kilometer langes Wärmenetz, das aktuell weiter ausgebaut werde. Ziel sei es, die Wärmeversorgung schrittweise in Richtung einer CO₂-freien Energieversorgung zu transformieren.
Über den Zweckverband Landeswasserversorgung
Drei Millionen Menschen leben im Verteilungsgebiet der Landeswasserversorgung. Jährlich liefert die LW etwa 100 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an rund 250 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg – darunter Aalen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Esslingen, Stuttgart, Ludwigsburg und Ulm – sowie an einige Gemeinden in Bayern. Das Trinkwasser entstammt den Grundwasservorkommen der Schwäbischen Alb in der Region zwischen Ulm und Heidenheim. Ein Teil des Wassers wird der Donau entnommen und im Wasserwerk Langenau in einem mehrstufigen Verfahren zu Trinkwasser bester Qualität aufbereitet.

