Großeinsatz bei Ulmer Bürgerdiensten: Nach Bombenalarm: Gebäude der Bürgerdienste wieder geöffnet
Großer Blaulichteinsatz der Polizei bei den Bürgerdiensten der Stadt Ulm: Die Polizei war am Vormittag mit zahlreichen Kräften in der Olgastraße angerückt. Der Notruf der städtischen Behörde sei um 10.23 Uhr eingegangen, sagte ein Sprecher der Ulmer Polizei. Wie die Stadt mitteilt, war an einer Toilettenwand im Gebäude eine Schmiererei entdeckt worden, die mit der Warnung: „Bombe gefährlich alle raus raus raus“ endete. Das Gebäude wurde daraufhin evakuiert. Die Polizei suchte mit Hunden nach einer Bombe, gefunden wurde nichts. Zur Mittagszeit durften Beschäftigte und Kunden wieder ins Haus zurückkehren.
Schmiererei mit „Bombe gefährlich alle raus“ entdeckt
Anders als zunächst berichtet, handelte es sich bei den Schmierereien nicht um arabische Schriftzeichen. Die Warnung sei — vermutlich mit Edding — auf Deutsch verfasst worden. Wie Christian Zacherle, Leiter des Polizeireviers Ulm–Mitte mitteilt, standen an der Toilettenwand neben dem Wort „Bombe“ weitere Wörter wie „Terror“, „Ausland“, „arabisch“ und „gefährlich“. Ein Bezug zum Terrorangriff der Hamas in Israel sei vorerst nicht zu erkennen gewesen.
Das Gebäude wurde wegen der Schmierereien geräumt, rund 120 Menschen mussten den Bau in der Olgastraße 66 verlassen. Der Bereich rund um die Bürgerdienste und im Bereich der Sedelhöfe wurde abgesperrt. Auch im Wengenviertel und am Theater standen Polizisten. Spezialkräfte der Polizei durchsuchten mit Hunden das gesamte Gebäude.
Polizei–Aufgebot rund um Sedelhöfe in der Ulmer Innenstadt
Das Ulmer Präsidium twitterte, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Unter anderem wurde die Olgastraße gesperrt und der Verkehr umgeleitet.
Gegen 13.15 Uhr berichtete das Polizeipräsidium Ulm, dass die Beamten „nichts gefunden hätten, was in Verbindung mit der Mitteilung gebracht werden konnte“. Die Sperrung sei gegen 12.50 Uhr aufgehoben worden. Die Ermittlungen zu dem Verfasser der Zeilen, die den Großeinsatz ausgelöst hatten, würden andauern.
Laut Pressestelle der Stadt Ulm hatte Oberbürgermeister Gunter Czisch sich vor Ort über die Lage informiert. Wie unser Reporter vor Ort berichtet, herrschte trotz des großen Aufgebots keine aufgeregte Stimmung.



