Obstwiesenfestival 2023 Dornstadt: Anfahrt, Campen, Line-Up: Was man zum OWF wissen muss
Das Obstwiesenfestival ist für Dornstadt inzwischen ein Marketingfaktor, der nicht zu verachten ist: Zum 29. Mal findet das Open-Air „umsonst und draußen“ nun schon statt. In diesem Jahr von Donnerstag, 17. August, bis Samstag, 19. August. An den drei Tagen hoffen die Veranstalter, der Verein „Obstwiesenfestival“, auf an die 17.000 Besucherinnen und Besucher – das ist mehr als Dornstadt Einwohner hat. Mit dem kleinen Open-Air, das 1990 zum ersten Mal auf einer Obstwiese am Dornstadter Ortsausgang Richtung Bollingen stattgefunden hat, hat die Veranstaltung nicht mehr viel gemein: Es ist ein Riesen-Event, das organisiert sein will.
Vereinsvorsitzender Michael Gugelfuß ist seit 1996 dabei und damit ein alter Hase. Er sagt: „Die Organisation ist trotzdem immer wieder neu und spannend.“ Das Team, die 35 Mitglieder des Vereins bilden den harten Kern, versuche immer, an alles zu denken und auch zu verbessern.
Der wahre Fan konsumiert - Essen und Trinken etwas teurer
Gleich geblieben ist die Grundidee: Es gibt keine Tickets, man zahlt keinen Eintritt, sondern der Verein finanziert das Ganze über eine Mischkalkulation. Haupteinnahmequelle ist dabei der Verkauf von Getränken und Essen während der drei Tage. Daher ist es für wahre Obstwiesen-Fans eine Frage der Ehre, auf dem Gelände im Lerchenberg ordentlich zu konsumieren – das berühmt-berüchtigte „Verräter-Bier“ ist verpönt, die überbackene Seele, der Klassiker, ein Muss. Um die allseits gestiegenen Kosten decken zu können, musste der Verein die Preise erhöhen. „Nach vielen Diskussionen bei unseren Vereinssitzungen“, wie Gugelfuß erzählt: „Ein Fufz‘gerle“ teurer wird Cola und Bier sein: Ein 0,3 Liter Bier im umweltschonenden Mehrwegbecher kostet 5 Euro.
Camping am Festivalgelände: Camper und Zelter getrennt
Neu ist dieses Jahr, wie berichtet, dass ein Vorverkauf für Camper und Zelter läuft: „Das war uns wichtig, um besser abschätzen können, wie viele kommen, nachdem sich seit Corona doch einige ein Wohnmobil zugelegt haben“, begründet Gugelfuß die Neuerung. 800 Tickets für Plätze seien im Vorverkauf weggegangen, 200 für Camper, der Rest verzupft sich nach den Konzerten offenbar in Zelte. Die Plätze sind getrennt: Die Camper stehen direkt beim Festivaleingang, die Zelte in unmittelbarer Nähe.
Wie in jedem Jahr unterstützt die Gemeinde Dornstadt das Team, indem sie Wiesen zum Parken zur Verfügung stellt, auch hat sie einige Zufahrtswege für den Ansturm präpariert. Laut Gugelfuß stellen auch wieder Landwirte ihre zum Teil schon abgeernteten Felder zum Parken zur Verfügung. Geparkt wird dieses Jahr insofern getrennt, als Besucherinnen und Besucher, die an allen drei Tagen da sind, auf einer anderen Fläche parken als die, die nur an einem Tag kommen. Das sei auch so mit der Polizei abgestimmt. So soll der Parkverkehr entzerrt werden. „Vor allem, wenn es regnet, gibt es da sonst schnell Probleme.“
Parken kostet:
Parken für einen Tag pro Fahrzeug: 4 Euro
Parken für zwei Tage pro Fahrzeug: 8 Euro
Parken für drei Tage pro Fahrzeug: 10 Euro
Nachts fahren Sonderbusse nach Ulm
Gugelfuß weist darauf hin, dass niemand mit dem Auto kommen muss: „Von Ulm fährt stündlich ein Bus nach Dornstadt.“ Damit die Leute nachts auch wieder heimkommen, gibt es Sonderbusse, die nach Ulm an den ZOB fahren. Die Busse, gesponsert von DING, fahren Freitag und Samstagnacht jeweils um 1.30 und um 2.30 Uhr. Abfahrt ist an den Haltestellen „Rommelkaserne“ oder „Gartenstraße“. Und dann gibt es ja auch noch immer das klimafreundliche Fahrrad. Oder die Möglichkeit, sich eine Mitfahrgelegenheit zu suchen, um nach Dornstadt zu kommen. Einen Link auf die entsprechende Facebook-Seite findet sich auf der kunterbunten Homepage: obstwiesenfestival.de.
Wer jedoch mit dem eigenen Auto kommen möchte, fährt auf der A8 bei Ulm-West (Exit 62) ab und folgt danach den Beschilderungen Richtung Dornstadt. Die Veranstalter empfehlen „Lerchenbergstraße, 89160 Dornstadt“ ins Navi einzugeben.
Ärger gab es bisher nie groß
Obwohl es in all den Jahren während des Festivals laut Gugelfuß nie groß Ärger gab, ist natürlich auch Security vor Ort. Gerade für den Auftritt der Beatsteaks, dem Hauptact, am Samstag sei sicher auch ein „Wellenbrecher“ wichtig, „damit sich nicht alle vor an die Bühne stürzen“.
Zu deren Auftritt dürften einige tausend Fans kommen. Wenn das Wetter mitspielt. Damit sind wir bei einem Thema, das die Mitglieder des Obstwiesenfestival-Vereins schon einige Nerven und etliche Paar Gummistiefel gekostet hat: Immer wieder hatten sie richtig Pech mit dem Wetter und wateten durch total verregnete Festivaltage. Kein Wunder will Gugelfuß angesichts der derzeit angesagten Sonnentage mit 30 Grad am Wochenende nicht vorzeitig in Euphorie ausbrechen: „Erstmal abwarten.“ Klasse wäre das natürlich schon, weil gutes Wetter einen guten Teil zur Finanzierung der Obstwiese 2023 beitragen würden, weil mehr Leute kommen.
Übrigens: Für alle Dixi-Klo-Hasser – in den „ständig gereinigten Toilettencontainern“ gibt es laut Homepage „richtige Schüsseln“ und Waschbecken, an denen auch Trinkwasser entnommen werden kann.
Obstwiesenfestival: Das Line-Up
Donnerstag, 17. August 2023
19.30 Uhr: Groove in mit Roterfreibeuter
20:15 Uhr: Rainer von vielen
21:30 Sonne und Beton (Film)
23:30 Uhr - 2 Uhr: L. M. A. A. Liederabend
Freitag, 18. August 2023
17 Uhr: Funkwelle
17.30 Uhr: Cédric L’Amour
18.10 Uhr: Gast
18.55 Uhr: Steiner und Madlaina
19.45 Uhr: Oskar Haag
20.35 Uhr: Van Holzen
21:25 Uhr: Juse Ju
22:15 Uhr: Die Sterne
23.10 Uhr: Gurriers
0 Uhr: Temples
2 Uhr: Slatec
01.50 Uhr bis 03.30 Uhr: Benchmark
Samstag, 19. August 2023
11 Uhr: Frühschoppen mit GmbH
13:30 Uhr: Simon sagt (Kids)
14.50 Uhr Black Oceans Edge
15:25 Uhr: Küste
16 Uhr: Versacer
16:45 Uhr: Beverly Kills
17.30 Uhr: Donkey Kid
18:15 Uhr: Pressyes
19:05 Uhr: Far Caspian
19:55 Uhr: Bulgarian Cartrader
20:45 Uhr: Yunko
21:35 Uhr: Nand
22:25 Uhr: Ilgen-Nur
23:15 Uhr: Ditz
00:05 Uhr: Beatsteaks
01:35 Uhr: Grove
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30 Bands, Yoga und Frühschoppen
Das Obstwiesenfestival beginnt am Donnerstag, 17. August, mit der Filmnacht: Der Film „Sonne und Beton“ startet um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Am Freitag ist Einlass ab 16.15 Uhr, eine Viertelstunde später fangen die ersten Bands auf den zwei Bühnen an zu spielen. Am Samstag können die Besucherinnen und Besucher bereits ab 10.30 Uhr auf das Gelände, um 11 Uhr ist im „Obstlergarten“ Frühschoppen angesagt. Freitag und Samstag gibt es jeweils um 11 Uhr Yoga, am Samstag ab 13.30 Uhr ist eine Überraschung für die jüngsten Besucher angekündigt. Wer, wann und wo spielt: obstwiesenfestival.de.


