Diskussion um Stadtranking: Wie das Netz auf Ulm als lebenswerteste Stadt reagiert

Reaktionen auf eine Studie mit Stadtranking: Demnach ist Ulm die lebenswerteste Stadt Deutschlands.
Kerstin Auernhammer/ Befunky-CollageNicht zu groß, nicht zu klein, direkt an der Donau, große Gastro-Vielfalt und noch dazu bestückt mit dem höchsten Kirchturm der Welt: Ulm hat sich nicht umsonst zu einem Touristen-Magneten entwickelt. Die Donaustadt eignet sich aber nicht nur für einen Städtetrip, nein. Hier lebt es sich auch gut, deutschlandweit sogar am besten. Das behauptet zumindest eine kürzlich erschienene Studie des Wirtschaftsinstituts Prognos. Auch die SÜDWEST PRESSE hat über das positive Ranking-Ergebnis der Stadt Ulm berichtet, unter anderem auf Instagram. Einige Menschen stimmen der Studie zu und drücken ihre Liebe für Ulm in den Kommentaren aus. Andere können das Ergebnis allerdings ganz und gar nicht nachvollziehen und rechnen mit der Lebensqualität der Donaustadt ab.
„Was soll hier gut sein?“
„Man kann sich ja selber anlügen und alles schönreden“, findet eine Userin in den Kommentarspalten. Eine weitere macht ihrem Ärger Luft: „Mietpreise? Normalbürger sollten am besten alle noch einen Nebenjob haben. Ärztedichte? Wenn ich bei akuten Schmerzen ein halbes Jahr Wartezeit beim Facharzt habe? Wirklich bezaubernd.“ Eine weitere Person fragt sarkastisch: „Gibt es noch ein Ulm?“ Eine andere Userin scheint an der Donaustadt sogar gar nichts Positives finden zu können. Sie schreibt auf Instagram: „Eine große Lüge! Ulm sollte sehr weit hinten stehen im Ranking. Was soll hier gut sein?“
Doch es gibt auch Nutzer und Nutzerinnen, die die Münsterstadt verteidigen. Eine Person sendet mit ihrem Kommentar eine deutliche Botschaft an alle, die sich in den Kommentarspalten beschweren: „Die Kommentare waren leider zu erwarten und bestätigen vor allem, dass die Ulmer*innen Weltmeister im Meckern sind. Den Titel macht uns so schnell keiner streitig.“
Doch es finden sich auch lobende Stimmen auf den Sozialen Medien. Mehrere Personen kommentieren den Beitrag mit einem lächelnden Emoji mit Herzchen in den Augen. „Glückwunsch Ulm“, schreibt eine Person. Eine weitere kommentiert: „Ganz große Ulmliebe“.
Florian Zimmer und Lena Schwelling über Ulm
Scrollt man aufmerksam durch die Kommentare auf Instagram, fällt auf, dass sich auch ein paar Ulmer Bekanntheiten zu Wort gemeldet haben. So kommentiert etwa Ulms bekanntester Magier, Florian Zimmer, ganz schlicht „Ulm“ und fügt dem Stadtnamen ein Pokal-Emoji hinzu. Auch die Ulmer Stadträtin Lena Schwelling hat eine Meinung. Sie schreibt: „Damit ist nun endlich offiziell festgestellt worden, was wir Ulmerinnen und Ulmer schon immer wissen: Ulm ist einfach die großartigste Stadt überhaupt!“
Neidisch blickt ein Nutzer vom anderen Ufer der Donau herüber. Der Neu-Ulmer kommentiert: „Vielleicht gibt es in Ulm immerhin ein bisschen Glasfaser?! Ist hier in Neu-Ulm (Stadtmitte, nicht Umkreis) eine Katastrophe.“
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