Nach einem Cyber-Angriff auf die Wilken Software Group hat das Ulmer Softwarehaus am Mittwoch, dem 12.10.22, zur Sicherheit seine Systeme heruntergefahren und auch das Kundenportal abgeschaltet.

Unternehmen nicht über internetbasierte Kanäle erreichbar

Damit ist das Unternehmen derzeit weder über Mail oder andere internetbasierte Kanäle erreichbar. Nach ersten Prüfungen sind nur die Wilken-internen Systeme betroffen. Anomalien der Kundenumgebungen, die im Rechenzentrum der Wilken Data Service GmbH gehostet sind, waren bislang nicht erkennbar.

Notfallplan ausgerufen

Das TÜV-zertifizierte Rechenzentrum hat den Notfallplan ausgerufen. Zudem arbeitet Wilken eng mit externen Spezialisten zusammen, die auf IT-Security und Cyber-Angriffe spezialisiert sind. „Noch ist das gesamte Ausmaß dieses Angriffs nicht absehbar. Wir haben jedoch die Hoffnung, dass die Systeme unserer Kunden nicht betroffen sind. Sicherheitshalber wurden auch die anderen Wilken-Standorte wie etwa Greven heruntergefahren“, fasst Wilken-CEO Dominik Schwärzel die aktuelle Lage zusammen.

Wilken stellt Strafanzeige bei der Kriminalpolizei in Ulm

Wilken hat sofort nach dem Ransomware-Angriff eine Strafanzeige bei der Kriminalpolizei in Ulm gestellt und arbeitet nun eng mit den entsprechenden Landesbehörden zusammen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde informiert.

Von jeglicher Kommunikationsmöglichkeit abgeschnitten

Da die Wilken Software Group aufgrund des Angriffs von jeglicher Kommunikationsmöglichkeit abgeschnitten ist, hat das Softwarehaus auf www.wilken.de alle Informationen zur derzeitigen Erreichbarkeit und zum Status der Cyberanalyse bereitgestellt. Diese werden dort fortlaufend aktualisiert.

Nach Cyberattacke bei der IHK Ulm

Wochenlang war die IHK Ulm und andernorts nach einem Cyber-Angriff, im August 2022, vom Netz. Hinter dem deutschlandweiten Cyberangriff stecken nach Erkenntnissen von IT-Forensiker „extrem professionelle Hacker“.