Blitzermarathon Ulm
: 30 Temposündern droht ein Fahrverbot

Das Polizeipräsidium Ulm zieht Bilanz zum Blitzermarathon. Neben Temposündern erwischten die Beamten auch einen Fahrer unter Alkoholeinfluss und mehrere am Handy.
Von
Janina Hirsch
Ulm/Alb-Donau-Kreis
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Ausgebremst: Beim Blitzermarathon gab es am Donnerstag landesweit Kontrollen.

Ausgebremst: Beim Blitzermarathon fuhren im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm 991 Menschen zu schnell.

Uwe Anspach/dpa

Erst informierte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West über die Ergebnisse des Blitzermarathons, jetzt zieht auch das Polizeipräsidium Ulm nach. An insgesamt 45 Kontrollstellen führte die Polizei in der Region Geschwindigkeitsmessungen durch, teilt das Präsidium in einer Pressemeldung mit. Im Stadtkreis Ulm, im Alb-Donau-Kreis und den Landkreisen Biberach, Göppingen und Heidenheim wurden von Freitag auf Samstag (19. und 20. April) insgesamt 44.419 Fahrzeuge geprüft. Davon fuhren 991 zu schnell, wie die Bilanz der Polizei zeigt. 548 Fahrer kommen mit einer Verwarnung davon, das heißt sie überschritten die zulässige Geschwindigkeit um nicht mehr als 20 km/h. Ein Bußgeld in Höhe von mindestens 100 Euro und Punkte im Zentralregister erwarten 443 Fahrer. 30 Fahrzeuglenker müssen mit Fahrverboten rechnen.

Zu schnelles Fahren bleibt Unfallursache Nummer 1

Neben den Geschwindigkeitsverstößen deckte die Polizei eine Fahrt unter Alkoholeinfluss auf. Dass keiner der Fahrenden unter Betäubungsmitteleinfluss stand, sieht die Polizei als erfreulich an. Darüber hinaus benutzten vier Fahrende ihr Mobiltelefon und fünf waren nicht angeschnallt. Das Polizeipräsidium werde Geschwindigkeitskontrollen schwerpunktmäßig und flächendeckend auch zukünftig durchführen, heißt es in der Meldung.

Überhöhte Geschwindigkeit ist bei schweren Verkehrsunfällen nach wie vor die Unfallursache Nummer eins, warnt die Polizei. Mit Verkehrssicherheitsaktionen wie dem Speedmarathon wollen Polizei, Kommunen und Landratsämter diese Unfallursache bekämpfen und ein Umdenken bewirken.

Denn Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit haben oft schwerwiegende Folgen. Die Polizei rät: „Runter vom Gas! Überschätzen Sie nicht die eigenen Fähigkeiten und rechnen Sie auch mit Fehlern von anderen! Ein Unfall mit schweren Folgen belastet Opfer und Täter oft ein Leben lang.“