Balkonbrand in Wiblingen: Böller könnten Matratze in Brand gesteckt haben

Silvesterraketen können gefährlich werden (Symbolfoto).
Roland Weihrauch/dpa- Balkonbrand in Wiblingen, verursacht durch Feuerwerkskörper.
- Ein Elfjähriger und ein 13-Jähriger räumten die Tat ein.
- Schaden: 5.000 Euro an Matratze und Fassade.
- Drei Bewohner erlitten leichte Rauchgasverletzungen.
- Ermittlungen durch Kriminalpolizei und „Haus des Jugendrechts“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Brand eines Balkons in Wiblingen hat ein Nachspiel. Am Dienstag, 14.01., meldete eine Anruferin ein Feuer auf einem Balkon im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Johannes-Palm-Straße. Eine Matratze auf dem Balkon war in Brand geraten, wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilte. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus und löschte den Brand. Die etwa 15 anwesenden Bewohner verließen das Gebäude und brachten sich so in Sicherheit. Beim Versuch, die brennende Matratze zu löschen, erlitten drei Bewohner durch das Einatmen von Rauchgas leichte Verletzungen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Schaden von etwa 5.000 Euro
Aufgrund von Zeugenhinweise richtete sich der Verdacht gegen zwei Jungen, so die Polizei. Die hätten kurz vor dem Brand im Bereich des Tatorts mit Böllern geworfen. Am Mittwoch (15.01.) meldete sich dann ein Elfjähriger mit seiner Mutter bei der Polizei. Er räumte ein, gemeinsam mit seinem 13-jährigen Freund den Brand durch Feuerwerkskörper wohl verursacht zu haben. Durch den Brand entstand neben der beschädigten Matratze ein Schaden an der Fassade von etwa 5.000 Euro.
Die Kriminalpolizei Ulm nahm die weiteren Ermittlungen auf. Die Ermittlungen werden in diesem Fall von Mitarbeitenden des „Haus des Jugendrechts“ geführt. Beide Jungen sind noch nicht strafmündig. „Deswegen hat die Tat keine strafrechtlichen Konsequenzen“, sagt Thomas Hagel, Ulmer Polizeisprecher. Auf freiwilliger Basis könnten aber Angebote des „Haus des Jugendrechts“ in Anspruch genommen werden.
Was ist das „Haus des Jugendrechts“?
Das Haus des Jugendrechts gibt es nach langer Planung seit Januar 2020. Es ist für die Bearbeitung von Straftaten, die von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden im Stadtgebiet Ulm und Umgebung begangen wurden, zuständig. Unter einem Dach vereint arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe in Strafverfahren behördenübergreifend zusammen. Laut Polizei werden dabei die Ziele verfolgt, Jugendkriminalität wirksam zu bekämpfen, die Jugendstrafrechtspflege durch Verkürzung der Verfahrensdauer weiterzuentwickeln und schneller und abgestimmter auf delinquentes Verhalten zu reagieren und dadurch zugleich den Opferschutz zu stärken.
