Bahn-Milliardenprojekt
: Bundestag berät über ICE-Neubaustrecke Augsburg-Ulm

Die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke soll die Fahrzeit zwischen Augsburg und Ulm deutlich verkürzen. Was der Bundestag jetzt entscheiden soll.
Von
dpa
Ulm
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ICE der Bahn zwischen Augsburg und Ulm

Der Bundestag soll über weiter Schritte für die ICE-Neubaustrecke zwischen Augsburg und Ulm entscheiden.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Bundestag soll am Donnerstagabend über nächste Schritte zur ICE-Neubaustrecke entscheiden.
  • Ziel ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke Augsburg–Ulm – Fahrzeit künftig 26 statt über 40 Minuten.
  • Die Trasse wird für bis zu 300 km/h geplant, die Bestandsstrecke bleibt für Regionalbahnen.
  • DB veranschlagt mindestens 8,2 Milliarden Euro, Prognose nennt 13,3 Milliarden Euro.
  • Finanzierung im Bundeshaushalt und Baustart sind noch offen – Bau neben der Autobahn 8 vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einer jahrelangen Streckenplanung durch die Deutsche Bahn (DB) soll am Donnerstagabend (21.5.2026) der Bundestag die weiteren Schritte für die neue ICE-Strecke zwischen Augsburg und Ulm beschließen. Am Mittwoch hatte sich bereits der Verkehrsausschuss mit dem Thema befasst. Die Vertreter der schwarz-roten Regierungskoalition hatten dabei empfohlen, dass das Plenum den Weg für die weitere Planung des Milliardenprojekts frei macht.

Durch die neue Trasse sollen die Fernzüge zwischen Augsburg und Ulm künftig nur noch 26 Minuten unterwegs sein, bislang ist die Fahrtzeit mehr als 40 Minuten. Die Strecke soll für eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h ausgebaut werden. Bislang geht die DB von Kosten in Höhe von voraussichtlich mindestens 8,2 Milliarden Euro für das Projekt aus.

Steigen die Kosten letztlich in den zweistelligen Milliardenbereich?

Allerdings gibt es auch bereits eine Prognose, wonach die Strecke durch die in den kommenden Jahren noch zu erwartenden Kostensteigerungen letztlich 13,3 Milliarden Euro kosten könnte. Wann das Geld für den Bau im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt wird und wann dann konkret gebaut werden kann, ist derzeit noch völlig unklar.

Da die Ausbauziele nur durch eine Modernisierung der bestehenden Trasse nicht erreicht werden können, soll eine neue neben der Autobahn 8 (München-Stuttgart) gebaut werden. Die rund 170 Jahre alte Bestandsstrecke soll aber weiterhin für Regionalbahnen genutzt werden.

Die DB hatte im vergangenen Jahr die Vorplanungen abgeschlossen. Seit 2019 wurden verschiedene Streckenverläufe geprüft und letztlich eine Vorzugsvariante erarbeitet. Für diese Trasse soll der Bundestag nun grünes Licht geben. Dadurch könnten dann die konkreten Baupläne erarbeitet werden.