Ausflugstipps von Ulm aus
: Diese zehn Städtetrips mit dem Zug lohnen sich wirklich

Ausnahmsweise mal genug vom Münster, der Donau und dem Fischerviertel? Dann gibt es hier Städte-Tipps, die von Ulm aus gut mit dem Zug erreichbar und die einen Besuch wert sind.
Von
Sarah Quaas
Ulm
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Ein Paar blickt auf eine Anzeigetafel in einem Bahnhof

Wohin geht der nächste Städtetrip? Es muss nicht immer weit weg sein: Von Ulm aus kann man in unter zwei Stunden mit dem Zug viele nette Städtchen erreichen.

Christin Klose/dpa-tmn/dpa
  • Zehn Städte sind von Ulm aus in unter zwei Stunden mit dem Zug erreichbar.
  • Highlights: Blautopf in Blaubeuren, Hohenzollernschloss in Sigmaringen, Bierwanderweg in Ehingen.
  • Schwäbisch Gmünd bietet den Himmelsgarten mit Minigolf, Kleintiergehege und einer Waldkugelbahn.
  • Bad Wörishofen lockt mit Kneippanlagen und einem Barfußpfad, Bad Urach mit dem Uracher Wasserfall.
  • Tübingen beeindruckt mit historischer Altstadt, während Metzingen als Shopping-Ziel punktet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Alle zehn Städte sind mit dem Zug von Ulm aus in unter zwei Stunden erreichbar. Ob für Wanderratten, Kulturliebhaber oder Shopaholics – in der näheren Umgebung findet jeder ein Städtchen zum Entdecken.

Blautopf, Wildtierpark und Shopping

  • 1. Nur rund elf Minuten Fahrt mit dem RE55 ist Blaubeuren von Ulm aus entfernt. Besonders der Blautopf mit seinem türkisblauen Wasser lockt jährlich viele Besucher in das Städtchen. Zur Zeit wird das Gelände rund um das Biotop saniert, im Dezember 2028 soll es dann fertig sein. Doch Blaubeuren hat nicht nur den Blautopf zu bieten: Mitten im Ort steht das Kloster, das 1085 gegründet wurde. Diverse Führungen durch das Kloster sowie die Öffnungszeiten findet man auf der Internetseite des Evangelischen Seminar Blaubeuren.
  • 2. Die Stadt Heidenheim liegt an der Brenz und mit dem RE50 braucht man von Ulm aus nur eine halbe Stunde hin. Über der Stadt thront das Schloss Hellenstein, in dem sich unter anderem das Museum für Kutschen, Chaisen und Karren befindet. Bei gutem Wetter lohnt sich auch ein Besuch im Wildpark Eichert. Rund 100 heimische Tierarten, von Wildschwein, Hirsch, Gans und Steinbock über Hühner und Fasane gibt es dort zu entdecken. Mit der kostenlosen Actionbound App können die Besucher bei einer Rallye etwas über die Tiere des Parks lernen.
  • 3. Für einen ausgiebigen Shopping-Trip bietet sich die Outlet-City Metzingen an. Rund 130 Läden mit Bekleidung, Spiel- und Haushaltswaren sowie Süßigkeiten gibt es dort, darunter Marken wie Adidas, Gucci, Haribo oder Ravensburger. Wer lieber weniger Trubel und stattdessen die Natur genießen möchte, kann einen der beiden Weinerlebniswege erkunden. Beide Wege sind jeweils 2,5 Kilometer lang, kinderwagengerecht und führen durch die Weinberge oberhalb Metzingens und Neuhausen. Mit dem Zug mit einem Umstieg in Wendlingen braucht man von Ulm aus eine gute Stunde in die Einkaufs-Stadt.

Himmelsgarten, historische Altstadt und Hohenzollernschloss

  • 4. In der „Einhorn-Stadt“ Schwäbisch Gmünd kann man auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau immer noch einiges entdecken. Dort liegt nämlich der Familienpark Himmelsgarten, in dem es unter anderem eine Minigolf-Anlage samt Fußballbillard gibt. Außerdem hat es einen Wasserspielplatz, ein Kleintier-Gehege, einen Dinosaurier-Garten und eine Waldkugelbahn. Diese führt auf 3,7 Kilometern einmal durch den Wald nach unten. Leider nicht mit dem Zug erreichbar, aber dennoch die 20 Minuten lange Fahrt mit dem Auto wert, ist die Burg Hohenrechberg. Von der Burg aus kann man die Aussicht über das Fils- und Remstal bis zur Schwäbischen Alb und dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald genießen oder in der Burgschenke einkehren. Mit S-Bahn und MEX dauert es von Ulm aus gut eine Stunde und 45 Minuten bis nach Gmünd.
  • 5. Wer selbst schon immer einmal wissen wollte, ob Tübingen wirklich so hügelig ist, kann es nach nur circa eineinhalb Stunden Zugfahrt selbst herausfinden. Die Universitätsstadt ist vor allem für ihre historische Altstadt mit Gebäuden wie dem Rathaus, dem Evangelischen Stift oder dem Hölderlinturm bekannt. Viele kleine Läden und Cafés laden zum Verweilen ein. Eine Besonderheit des Städtchens ist die Fahrt mit dem Stocherkahn auf dem Neckar. Für die Fahrten gibt es diverse Angebote, wie beispielsweise mit einer Weinprobe.
  • 6. Ebenfalls an der Donau, aber ein gutes Stück südlicher, befindet sich Sigmaringen. Mit dem RE 55 ist man in zirka einer Stunde und 15 Minuten dort. Nicht zu übersehen ist das Hohenzollernschloss mitten in der historischen Altstadt. Am 9. März 2026 endet die Winterpause und es gibt wieder Führungen oder einen Rundgang mit Audio-Guide. Besonders im Sommer bieten die Räume eine gute Abkühlung. Rund um Sigmaringen gibt es für Wanderfreunde die „Donau Felsen Läufe“, fünf leichte bis mittelschwere Wanderwege mit Blick ins Donautal und den Naturpark Obere Donau.

Kneippen, Römer, Bier und ein Wasserfall

  • 7. Als die Gesundheitsstadt präsentiert sich Bad Wörishofen im Unterallgäu. Zudem war die Stadt der Heimatort des Pfarrers und Naturkundlers Sebastian Kneipp, der für die Kaltwassertherapie (Kneippkur) bekannt geworden ist. Wie es sich gehört, gibt es 24 öffentliche Kneippanlagen im Stadtgebiet. Im Kurpark von Bad Wörishofen gibt es einen gut 1,5 Kilometer langen Barfußpfad mit beispielsweise einer Zapfengrube oder einem Schlammgraben, den man abgehen kann. Wem das Barfußlaufen nicht zusagt oder falls das Wetter nicht wirklich mitmacht, der kann auch in der Therme Bad Wörishofen einen entspannten Tag verbringen. Rund eineinhalb Stunden benötigt man mit dem Zug dorthin.
  • 8. Wer in die Zeit abtauchen möchte, in der die Römer in Baden-Württemberg unterwegs waren, für den könnte sich die gut einstündige Zugfahrt nach Aalen lohnen. Das Limesmuseum liegt nämlich auf dem Gelände des größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen und man kann dort mehr als 1200 Originalfunde bestaunen. Im Stadtbezirk Wasseralfingen kann man eine Welt unter Tage entdecken. Das Besucherbergwerk im „Tiefer Stollen“ bietet von Ende März bis Anfang November Führungen durch das Berginnere.
  • 9. Wer seinen (Bier-)Durst stillen möchte, kann dies mit einem der 53 Biere der Bierkulturstadt Ehingen tun. Fünf aktive Brauereien gibt es in dem Städtchen an der Donau, das nur eine rund halbstündige Zugfahrt von Ulm aus entfernt ist. Sowohl die Stadt als auch die Natur drumherum kann man auf dem thematisch passenden, 14 Kilometer langen Bierwanderweg erkunden. Im Ehinger Stadtpark liegt der Groggensee. Auf diesem kann man im Winter bei den richtigen Temperaturen sogar Schlittschuhlaufen.
  • 10. Im Ermstal eingekuschelt liegt der Luftkurort Bad Urach. Bekannt ist das Städtchen vor allem für den Uracher Wasserfall, der rund 37 Meter über Tuffstein ins Tal fließt. Vom Wanderparkplatz aus sind es circa 1,5 Kilometer bis zum Wasserfall. Wer dann von der Natur bisher nicht genug hat, der kann sich an den Aufstieg zur Burgruine Hohenurach machen. Zur Zeit wird die Burgruine saniert und manche Teile sind daher nicht zugänglich. Im Residenzschloss in Bad Urach lebte einst Graf Eberhard Bart, erster Herzog von Württemberg. Allerdings finden im Residenzschloss zur Zeit Umbaumaßnahmen statt und es öffnet erst wieder im Juli dieses Jahres. Mit dem Zug und zwei Umstiegen ist man von Ulm aus in knapp zwei Stunden in Bad Urach.