Die Attacke auf zwei Mädchen (13 und 14 Jahre alt) am Montagmorgen im Illerkirchberger Ortsteil Oberkirchberg hat nicht nur im Ort und der Region Ulm Entsetzen ausgelöst. Nach dem Tod des 14-jährigen Mädchens haben sich auch aus der Landes- und Bundespolitik viele Politiker zu Wort gemeldet. Hier eine Auswahl der wichtigsten Stimmen:
  • Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, warnte vor voreiligen Schlüssen nach der Tat von Illerkirchberg. „Ich kann nur warnen, irgendwelche Zusammenhänge aufzustellen, bevor überhaupt die Tat aufgeklärt ist“, sagte er. Über die Motive sei noch nichts bekannt. Einen Zusammenhang mit dem anstehenden Flüchtlingsgipfel in Baden-Württemberg wollte Kretschmann nicht sehen. Zunächst einmal sei es eine schreckliche Tat im Leben der Schülerinnen. „Wir fühlen da ganz besonders mit den Angehörigen.“
  • Nancy Faeser (SPD), Bundesinnenministerin: „Die furchtbaren Nachrichten aus Illerkirchberg erschüttern mich. Ich trauere um das getötete Mädchen und hoffe inständig, dass das verletzte Mädchen gesund wird. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei ihren Familien. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck alle Hintergründe.“
  • Thomas Strobl (CDU), Innenminister in Baden-Württemberg, kündigte an: „Wir werden diese schlimme Tat restlos aufklären. Diese Tat rührt uns zutiefst, wenn das Leben eines unschuldigen Kindes so brutal ausgelöscht wird“, teilte er mit. „In Gedanken sind wir in diesen schweren Stunden bei den Eltern, der Familie, den Hinterbliebenen der Getöteten sowie bei den Mitschülerinnen und Mitschülern und Freunden des jungen Mädchens.“ Die Hintergründe der Tat, insbesondere die Motivlage, seien noch unklar. Strobl besuchte am Dienstag zusammen mit dem türkischen Botschafter den Tatort in Illerkirchberg.
  • Danyal Bayaz (Grüne), Finanzminister in Baden-Württemberg, schrieb auf Twitter: „Ich bin tief geschockt von der schrecklichen Tat von Illerkirchberg. Gerade haben wir im Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg. des getöteten Mädchens gedacht. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“
  • Theresa Schopper, baden-württembergische Kultusministerin (Grüne): „Ich bin fassungslos. Die Tat in Illerkirchberg heute ist schrecklich und hat mich zutiefst schockiert. Meine Gedanken sind bei den Familien und den Angehörigen“.
  • Manuel Hagel, Abgeordneter aus Ehingen und CDU-Fraktionschef im Landtag, schreibt auf Twitter: „Ich bin fassungslos über den Angriff auf die zwei Schulmädchen heute in Illerkirchberg im Alb-Donau-Kreis. Eines der Mädchen ist inzwischen ihren Verletzungen erlegen. Meine Gedanken sind bei den Opfern & ihren Angehörigen. Diese grausame Tat muss schnellstens aufgeklärt werden!“
  • Marcel Emmerich, Grünen-Bundestagsabgeordneter aus Ulm, teilte mit: „Die furchtbaren Nachrichten über den tödlichen Angriff in Oberkirchberg machen mich traurig. Es bricht mir das Herz. Mein ganzes Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen.“
  • Ronja Kemmer, CDU-Bundestagsabgeordnete aus Ulm, äußerte sich ebenfalls auf Twitter: „Ich bin entsetzt und schockiert über die böswillige Attacke auf zwei Schulmädchen in Oberkirchberg in meinem Wahlkreis. Meine Gedanken sind jetzt bei der Verletzten und den Angehörigen der beiden Opfer. Ich hoffe auf eine schnelle Aufklärung durch die Polizei.“
  • Mit Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) äußerte sich auch eine Bundesministerin zu Wort: „Ich bin entsetzt über die Messerattacke auf die beiden Schulkinder in Baden-Württemberg. Ich wünsche ihnen von ganzem Herzen eine schnelle und vollständige Genesung. Kein Kind sollte solche Gewalt erleben müssen.“
  • Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag: „Die furchtbare Nachricht aus Illerkirchberg erschüttert mich. Mein Mitgefühl gilt den Familien, Angehörigen und Freundinnen und Freunden.“
  • Manuel Ostermann, Vize-Bundesvorsitzender der Deutschen Polizei-Gewerkschaft, meldete sich ebenfalls früh mit einer Einschätzung zu Wort – und kritisierte indirekt die Politik: „Grundschule: Messer-Attacke: Mehrere Kinder schwer verletzt. Tatwaffe Messer. Ich wiederhole es gerne jeden Tag. Das ist Ergebnis vom tabuisieren und ignorieren. Die Täter haben nicht selten den gleichen Hintergrund. Mein Dank gilt den Einsatzkräften“, schrieb Ostermann auf Twitter – zu einem Zeitpunkt, als seine Polizei-Kollegen in Ulm weder zur Tatwaffe Messer noch zum Hintergrund des Täters offizielle Angaben machen konnten.
  • Tino Chrupalla, AfD-Vorsitzender: „In Illerkirchberg wurde ein 14-jähriges Mädchen auf dem Schulweg erstochen, ein anderes verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde in einer Flüchtlingsunterkunft gefasst. Wir müssen aus dieser Tat die richtigen Schlüsse ziehen und unsere Kinder vor solchen Messerangreifern schützen!“