Aktion 100 000 schüttet aus: Tränen und großes Aufatmen: „Ich bin so froh über das Geld“

Die Spendenschweine der Aktion 100 000 und Ulmer helft sind schlachtreif. Jetzt konnte Geld an Menschen in prekären Lebensumständen übergeben werden.
Jakub Krechowicz - stock.adobe.com- Die Benefizaktion „Aktion 100 000 und Ulmer helft“ unterstützt Menschen in Not mit Geldspenden.
- Betroffene wie Hülya A. können durch die Spenden ihre Wohnung oder andere wichtige Ausgaben sichern.
- Jasmin L. erhält Hilfe für barrierefreie Ausstattung, Bettina M. zur Begleichung von Mietschulden.
- Auch Bernhard W. und eine jugendliche Mutter-Tochter-Familie profitieren von den Spenden.
- Die Aktion ruft weiterhin zu Spenden auf, um das ganze Jahr über Hilfe leisten zu können.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Spendenschweine sind gefüllt und schlachtreif, die 55. Benefiz-Saison der Aktion 100 000 und Ulmer helft neigt sich dem Ende entgegen. Nachdem bereits vor Heiligabend als „Weihnachtsfreude“ rund 1500 Schecks verschickt worden waren, haben nun die Menschen mit besonders hartem Schicksal Geld bekommen. Ihre Lebensumstände waren ausführlich geschildert worden. Die daran gekoppelten Spendenaufrufe zeigten Wirkung. Aktionsleiter Chris Mertl konnte Finanzspritzen vom niedrigen bis höheren einstelligen Tausend-Euro-Bereich übergeben.
Als Hülya A. (Name geändert) die Summe auf dem Scheck sieht, atmet sie hörbar auf. Das Geld reicht, um die drohende Kündigung ihrer Wohnung abzuwenden. Die 31-Jährige kämpft seit mehr als einem Jahr dafür, dass ihr sechsjähriger Sohn aus den Klauen des gewalttätigen Vaters in der Türkei befreit wird und zurück in seine Geburtsstadt Ulm kommt. Ohne Wohnung ist ein Heimholen unmöglich. Zwei Anwälte setzen sich für Mutter und Sohn ein. Hülya A. hofft, dass das Verfahren beschleunigt wird. „Wenn ich mit meinem Sohn telefoniere, weint er und fragt, wann holst Du mich ab?’“, sagt sie leise. Er klinge sehr traurig. Sie ist „sehr dankbar“ dafür, dass ihr Menschen mit ihren Spenden helfen.
Schluchzen nach dem Blick auf den Scheck
Jasmin L. (38, Name geändert) kommt mit dem Rollator zur Spendenübergabe. Eine aggressive Erkrankung schädigt ihr Kleinhirn und zwingt sie beim Gehen zu absoluter Konzentration und Vorsicht. Früher half sie einem Schwerbehinderten dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Jetzt braucht sie selbst Hilfe. Weil vor allem die Miete ihrer barrierefreien Wohnung relativ hoch ist, reicht ihr Geld kaum zum Leben. Das Saubermachen der Räume fällt ihr schwer, weshalb sie gerne einen Saugroboter hätte. Jasmin L. schlägt beim Blick auf ihren Scheck die Hände vors Gesicht und schluchzt. „Jetzt kann ich nicht nur einen Roboter kaufen, sondern auch ein Sofa.“ Ihres habe sie beim Umzug viel kleinere barrierefreie Wohnung halbieren müssen. „Ich bedanke mich sehr bei allen, die das möglich gemacht haben“, sagt sie beim Abschied.
Dank an Spender mit dem großen Herz
Arbeitslosigkeit hat die alleinerziehende, chronisch kranke Bettina M. (Name geändert) in Not gestürzt. Ihre Anträge auf staatliche Unterstützung verloren sich in den langsam mahlenden Mühlen der Behörden und es kam kein Geld. Rücklagen hatte sie keine, dafür einen Schuldenberg wegen vieler Umzüge auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Mann. Als Aktionsleiter Chris Mertl ihr die Spendensumme nennt, verbirgt auch sie ihr Gesicht hinter den Händen. „Oh mein Gott, jetzt kann ich meine Nebenkosten zahlen“, sagt sie unter Tränen. Mertl reicht ihr ein Taschentuch. „Ich habe mit zwei bis dreihundert Euro gerechnet. Jetzt sind es ein paar Tausende geworden“, presst sie heraus. „Ich freue mich so, dass ich meine Vermieterin anrufen kann, um ihr das zu sagen.“ Endlich könne sie auch das Auto reparieren lassen, es verliere Öl. Bettina M. ist überwältigt: „Jedem einzelnen Spender, den meine Geschichte berührt hat, vielen Dank für sein großes Herz.“
Beatrice E. und ihre Tochter Sophia (Namen geändert) erscheinen mit Sophias Erziehungsbeistand, der Sozialpädagogin Alexandria Haaga. Die 15-jährige Sophia hat vor knapp einem Jahr ihren geliebten Vater verloren, ist hochgradig traumatisiert. Im Sommer erwartet sie ein Baby, und auch die Prüfungen für den Hauptschulabschluss stehen an. Beatrice und Sophia E. sind seit dem Tod des Ernährers in finanzieller Not. „Ich bin so froh über das Geld“, sagt Sophia und Alexandria Haaga freut sich, dass die Schulden bezahlt werden können.
Rucksack für Flaschen und Dosen dabei
Mit Rucksack erscheint Bernhard W. (Name geändert). Der 62-Jährige ist auf Internet-Betrüger hereingefallen und musste deshalb Privatinsolvenz anmelden. Die 1000-Euro-Spende tut ihm gut. „Ich kann mir Winterschuhe kaufen“, freut er sich. Nach der Übergabe will der Mann durch Ulm ziehen. Den Rucksack hat er mit, um gesammelte Dosen und Flaschen darin zu verstauen. Ihr Pfand hilft ihm zu überleben.
Jeder Euro zählt – helfen Sie mit!
Die Not hört nicht auf, wenn die Benefiz-Saison zu Ende geht. Damit die Aktion 100 000 und Ulmer helft das ganze Jahr über Menschen in Not unter die Arme greifen kann, ist das Team auf Spenden angewiesen.
Sparkasse Ulm: IBAN: DE4763 0500 0000 0010 0003; BIC: SOLADES1ULM
Volksbank Ulm-Biberach: IBAN: DE7963 0901 0000 0236 4018; BIC: ULMVDE66XXX
Kontoinhaber: SÜDWEST PRESSE-Aktion 100 000 und Ulmer helft e.V.

