Es ist viel zusammengekommen in ihrem Leben und hat Johanna N. (Name geändert) viel Energie und auch ihre Gesundheit gekostet. Die Kraft geht ihr bisweilen aus. Falls die Kinder Freunde mitbringen oder sonst Besuch kommt, schaut sie, dass Essecke und Wohnzimmer immer aufgeräumt sind. Die anderen Räume seien nicht vorzeigbar, sagt sie. Und die schmutziggrauen Wände in allen Zimmern müssten dringend tapeziert und gestrichen werden. „Aber ich schaff´ das einfach nicht alleine“, sagt die dreifache Mutter.

Am Ende war der „komplette Zusammenbruch“

Ihre Zwillinge waren gerade mal ein Jahr und die ältere Tochter knapp drei Jahre alt, als ihr Mann sie verließ. Da er beruflich sehr viel unterwegs gewesen war, fühlte sich Johanna N. schon immer als alleinerziehend. Drei Jahre nach der Trennung erkrankte sie an Krebs und wurde operiert. Aufgrund einer Sepsis versagten ihre Nieren. Die lebensbedrohliche Situation warf sie aus der Bahn. Sie wandte sich ans Jugendamt und an die Familienhilfe, auch weil sie erkannte, dass sie alkoholabhängig war. Erfolgreich bekämpfte sie die Sucht, kümmerte sich nicht nur um ihre Kinder, sondern gemeinsam mit ihrer Mutter um den an Parkinson erkrankten Vater. Nach dessen Tod kam der „komplette Zusammenbruch“, wie sie sagt.

Von Anfang an Gewalt in der Ehe

Johanna N. fiel in ein tiefes Loch, wurde schwer depressiv. Aber sie fand sich nicht damit ab, sondern holte und bekommt Unterstützung durch Psychotherapie. „Leider“, so sagt sie, lebt sie von Hartz IV. Nach der Ausbildung arbeitete sie vier Jahre in ihrem erlernten Beruf als Hauswirtschafterin. Ihre erste Ehe scheiterte, weil ihr Mann bereits in der Hochzeitsnacht gewalttätig wurde. Sie ließ sich zur Zugbetreuerin umschulen und erlebte das Unglück von Immenstadt, bei dem eine Weiche zu früh gestellt worden war und zwei Menschen starben. Das konnte sie schwer verkraften.
Aus dem Job stieg sie aus, nachdem sie Zeugin eines Suizids geworden war. Sie fand Arbeit bei einem Lebensmittel-Großhandel und ruinierte sich dabei den Rücken. Die Vielzahl der Krankheiten macht es ihr unmöglich zu arbeiten.
Hinzu kommt die Sorge für die Kinder. Die Älteste lebt in einer Wohngruppe, die Mutter wurde nicht mehr fertig mit ihr. „Sie war mir gegenüber sehr aggressiv, und ich konnte das Kind nicht mehr auffangen“, sagt Johanna N. Sie ist selbst in einem Kinderheim aufgewachsen und sagt, dieser Entscheidung ihrer Eltern habe sie den Schul- und Ausbildungsabschluss zu verdanken. Auch ihre Tochter sieht sie jetzt auf einem guten Weg in eine Ausbildung. Sie entwickle sich wunderbar, und das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter habe sich entspannt. „Ich tue alles für meine Kinder“, betont die 49-Jährige.

Kleider-Haufen auf dem Boden, weil Schränke fehlen

Sie leidet darunter, dass sie den Mädchen kein gemütlicheres Heim bieten kann. Außer Malerarbeiten wären Kleiderschränke dringend nötig. Ihr Schlafzimmer sei nicht betretbar, geschweige denn bewohnbar, weil dort die Klamotten am Boden liegen und sich zu Haufen auftürmen. Das Bett lehnt in Einzelteilen an der Wand, sie hat bisher keinen Platz schaffen können, um es aufzustellen. Daher schläft sie trotz ihres kranken Rückens auf der Couch im Wohnzimmer. Der Schrank im Kinderzimmer ist kaputt, auch hier liegen Pullis, Hosen, Unterwäsche verstreut im Zimmer. Sie benötige dringend Schränke, um endlich Ordnung zu schaffen, sagt Johanna N.

Direkte Hilfe für Johanna N.

Wer Johanna N. und ihren Kindern das Leben erleichtern möchte, spendet und vermerkt auf der Überweisung unter Verwendungszweck das Stichwort „Johanna N.“.
Kontonummer bei der Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18; bei der Sparkasse Ulm: IBAN DE47 6305 0000 0000 1000 03 oder bei der BW-Bank: IBAN DE05 6005 0101 7439 5013 93.