Der Rollstuhl hindert ihn nicht daran, Sport zu treiben und sich ehrenamtlich zu engagieren: Jonas Z. (Name geändert) liebt seine Hobbies. Er ist aufgrund seiner Spina bifida, seinem „offenen Rücken“, von Geburt an querschnittgelähmt. Gleichzeitig bildeten sich Zysten und Höhlen im Rückenmark, welche die Bewegung zusätzlich einschränken.

Neuartiges Trainingsgerät verspricht bessere Mobilität

„Unkontrollierbare Reflexe in den Beinen machen es besonders schwer“, sagt der 26-Jährige. Operationen haben bisher keine Besserung gebracht. Er hat schon viele neurochirurgische Eingriffe hinter sich, die für das Entstehen von Narbengewebe verantwortlich sind. „Außerdem ist jede Operation am Rückenmark mit einem Risiko verbunden“, betont Jonas Z.
Seine Hoffnung liegt auf einem neuartigen Steh- und Gehtrainer, den er auf Initiative seiner Krankengymnastin getestet habe. Das Gerät eines norwegischen Herstellers sei mit einem Crosstrainer für querschnittgelähmte Personen vergleichbar und bewege die Beine sowie das Becken wie beim Gehen. Von der positiven Wirkung sind sowohl Jonas N. als auch seine Therapeutin und sein Neurochirurg überzeugt. Schon nach kurzer Zeit hätten die unkontrollierten Bewegungen spürbar nachgelassen.

Kosten für ein halbes Jahr Leihe: 5000 Euro

Doch die Krankenkasse finanziert das Hilfsmittel nicht, weil es noch nicht als solches registriert ist. Deshalb möchte Jonas Z. in einem Testlauf den Erfolg des Trainings dokumentieren, mit dem Ziel, dass die Kasse anschließend die Kosten weiter übernimmt. Aber eine Probephase käme ihn teuer zu stehen: Die Leihgebühr für den speziell angepassten Bewegungstrainer beträgt 5000 Euro für ein halbes Jahr – ein Betrag, den der gelernte Bürokaufmann nicht aufbringen kann.
Seine Ausbildung hat er vergangenes Jahr im Sommer am Körperbehindertenzentrum Oberschwaben in Weingarten abgeschlossen und ist derzeit auf Jobsuche. Doch das ist kein leichtes Unterfangen am ersten Arbeitsmarkt. Leider seien immer noch viele Arbeitgeber nicht bereit, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, bedauert er und meint: „Viele kennen die Möglichkeiten des neuen Bundesteilhabegesetzes noch nicht.“ Es enthält unter anderem Regelungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wie den Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz. Außerdem können Arbeitgeber Leistungen der Eingliederungshilfe beantragen, wenn sie Schwerbehinderte einstellen.
Inklusion und Beteiligung am gesellschaftlichen Leben sind Jonas Z. sehr wichtig. Er hatte einen Regelkindergarten besucht, bevor er gleich als Zweitklässler in eine Schule für Körperbehinderte einstieg. Dort habe er sich nie wohlgefühlt und daher „glücklicherweise“ auf eine Montessorischule wechseln dürfen, wo er den Hauptschulabschluss machte. Sein Beispiel zeigt: Auch wer im Rollstuhl sitzt, kann sportlich und ehrenamtlich aktiv sein. Er hofft, bald eine Arbeitsstelle zu finden, um selbstständig und wirtschaftlich unabhängig leben zu können.

Das Training reduziert die Spastiken

Bereits jetzt verbringt er täglich etwa eine Stunde in einem herkömmlichen Stehtrainer. Denn die aufrechte Haltung fördert unter anderem Verdauung, Herz und Kreislauf. Er ist sich sicher: Zusätzliche Bewegung der Beine und des Beckens in dem neuartigen Ständer würde die zunehmenden Spastiken und Reflexe in seinen Beinen reduzieren. Doch ohne finanzielle Unterstützung kann er den Beweis dafür nicht antreten.

Jonas Z. direkt unterstützen

Konkrete Hilfe Wer Jonas Z. finanziell unter die Arme greifen möchte, vermerkt auf dem Überweisungsträger unter Verwendungszweck das Stichwort „Jonas Z.“.
Kontonummer bei der Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18; bei der Sparkasse Ulm: IBAN DE47 6305 0000 0000 1000 03 oder bei der BW-Bank: IBAN DE05 6005 0101 7439 5013 93.