Afroshop-Laden in Blaubeuren
: Pflegerin gibt Kochtipps und plant Kochkurse

Welche Geheimzutat die Okra-Sauce so lecker wie in Togo macht, was Foufou und Sakka-Sakka sind: Helen Ocloo gibt gerne Tipps zu den Lebensmitteln in ihrem „Eden Afroshop“ in Blaubeuren.
Von
Karin Mitschang
Blaubeuren
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Helen Ocloo betreibt seit Februar 2022 in der Webergasse in Blaubeuren einen Afroshop namens Eden.

Karin Mitschang

Den bunten und auffälligen „Eden Afro Shop“ in der Webergasse betreten viele Blaubeurer meist das erste Mal, wenn sie ein Paket über einen der Postdienstleister abgeben oder abholen wollen. Denn für vier verschiedene ist Helen Ocloo ebenso eingerichtet wie für Haare flechten und Lebensmittel aus Afrika. „Ich wusste das gar nicht, dass es den Laden hier gibt“, sagt ein Besucher, der mit einem Paket hereingekommen ist.

Dabei besteht der Laden bereits seit Februar. Ocloo, die fünf Kinder hat, lebt bereits seit 2004 in Deutschland, wo sie Asyl erhielt, und teilt gerne ihre Kultur mit jedem, der Interesse hat. Was Foufou und Sakka-Sakka sind und wie die Okra-Tomatensauce am besten gelingt, teilt sie gerne mit. Für die Okra-Sauce – so viel sei verraten – ist eine Geheimzutat etwa Küchen-Natron.

Lebensmittel aus dem Großhandel

Die Lebensmittel aus Togo, aber auch aus anderen afrikanischen Ländern bezieht Ocloo von Großhändlern in Holland und Belgien, sagt die 39-Jährige. Es gibt unter anderem Yams- und Maniokwurzeln, Konserven mit Bohnen, gefrorene Fleischprodukte, frische Okras und Erdnüsse, aber auch Haarpflege-Produkte. Und wie läuft der Laden, in dem auch weltweite Geldtransfers über einen Anbieter getätigt werden können, bisher? „Wir sind noch am Anfang, aber ich kann mich nicht beschweren“, sagt Ocloo.

Um den Laden mit ihrem Ehemann Elie und den zwei ältesten Kindern von Montag bis Samstag gut betreiben zu können, hat die Chefin ihre Tätigkeit als Pflegerin bei der Diakonie in Blaubeuren etwas zurückgefahren. Weil viele Kunden nach der Zubereitung afrikanischer Gerichte fragen, würde Ocloo auch gerne Kochkurse geben. Denn auch an einem Stand auf einer Veranstaltung im Schulhof in Blaubeuren, den sie im Auftrag des Evangelischen Seminars betrieb, seien Foufou und andere Leckereien gut angekommen.

Wer kauft hier ein?

Die Kunden des neuen Afro Shops kämen weniger aus Richtung Ulm, wo es bereits drei andere afrikanische Läden gebe. „Eher aus Ehingen und Schelklingen“ kämen die Kunden, die oft aus einem afrikanischen Land stammen. Auch aus Laichingen bediene der Laden ab und an eine größere Bestellung, könne auch zum Kunden liefern.

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