Abfallwirtschaft im Alb-Donau-Kreis
: Abbaubare Folien im Biomüll nicht mehr zulässig

Neu in 2024: Im Alb-Donau-Kreis sind Folien in die Biotonne nicht mehr zulässig. Auch die „biologisch abbaubaren“. Für die Abfuhr der Gelben Säcke/Tonnen ist nun die Firma Veolia zuständig, nicht mehr Knettenbrech+Gurdulic.
Von
Markus Fröse
Alb-Donau-Kreis
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Auch eigentlich kompostierbare Tüten bereiten bei der Verarbeitung zu Kompost Probleme.

Frank Rumpenhorst

Biomüll-Tüten aus sogenannter Biofolie sind seit Jahresbeginn nicht mehr in der Biotonne erlaubt. „Auch nicht, wenn sie als ‚biologisch abbaubar‘ oder ‚aus nachwachsenden Rohstoffen‘ deklariert sind.“ Darauf weist Uli Landthaler vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Alb-Donau-Kreis (ADK) hin. Die Abfallwirtschaftssatzung des ADK sei entsprechend geändert worden.

Landthaler erklärt, warum: Die sogenannten BAW-Beutel (aus biologisch abbaubaren Werkstoffen) seien zwar laut Bioabfallverordnung des Landes noch zulässig, in der Praxis jedoch problematisch. Immer mehr Kommunen würden deshalb die Verwendung von BAW-Beuteln in der Biotonne nicht mehr erlauben. Denn die Folien könnten bei der Störstoffentfernung in der Vergärungsanlage nicht von normalem Plastik unterschieden werden.

„Mit solchen Folien im Biomüll gehen die Anlagen auf zwei Arten um“, so Landthaler: Entweder sie werden stark zerkleinert, was zu Mikroplastik im Produkt führen kann. Oder sie werden nur grob angerissen und als Störstoff abgesondert – dann landen sie, oft mitsamt ihrem Inhalt, in der Verbrennung. Diesen Effekt gebe es bei allen Folien, egal ob biologisch abbaubar oder nicht.

Noch mehr Probleme

Wenn die Folie nicht abgesondert wird und im Bioabfall bleibt, ergebe sich das nächste Problem: Denn während der nur kurzen Verweilzeit in der Vergärungsanlage können auch „biologisch abbaubare“ Biobeutel nicht abgebaut werden. „Vielmehr sind diese Beutel nur unter Laborbedingungen kompostierbar.“ Ziel sei die Herstellung von hochwertigem Gütekompost. Folienreste würden das Endprodukt verschlechtern.

Daher empfehle man die Verwendung von Papiertüten, die es preisgünstig im Handel und auch bei den Discountern gebe. Reißfeste Papiertüten für Biomüll seien aus speziellem Papier, das sich in den Kompostwerken problemlos zersetze. „Zeitungspapier, Bäckertüten oder ähnliches sind natürlich ebenfalls geeignet.“

Gelber Sack: Neuer Ansprechpartner bei Beschwerden

Dass sich 2024 noch etwas geändert hat, teilt die Firma „Knettenbrech+Gurdulic“ mit. Seit Jahresbeginn ist im Alb-Donau-Kreis nicht mehr K+G, sondern die Firma Veolia für die Entsorgung von Gelben Säcken/Tonnen zuständig. Deshalb sei K+G nicht der richtige Ansprechpartner für die vielen Bürgerbeschwerden, die man derzeit „hinsichtlich der nicht erfüllten Abholung unterschiedlicher Tonnen“ erhalte.