„Letzte Generation“ in Ulm
: Bundesweiter Protest: Aktivisten blockieren Straße am Ehinger Tor

Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ haben am Freitagmorgen (14.07.) die viel befahrene Kreuzung am Ehinger Tor blockiert. Sie beteiligten sich an einer bundesweiten Protestaktion.
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  • Aktivisten der "Letzten Generation" kleben sich am Ehinger Tor auf die Straße. Der Verkehr wird aktuell umgeleitet.

    Aktivisten der "Letzten Generation" kleben sich am Ehinger Tor auf die Straße. Der Verkehr wird aktuell umgeleitet.

    Matthias Stelzer
  • Durch die Protestaktion der „Letzten Generation“ wurde der Berufsverkehr am Freitagmorgen (14.07.) gestört.

    Durch die Protestaktion der „Letzten Generation“ wurde der Berufsverkehr am Freitagmorgen (14.07.) gestört.

    Matthias Kessler
  • Am Bismarckring in Ulm blockierten sechs Aktivisten der „Letzten Generation“ etwa eine Stunde die Straße.

    Am Bismarckring in Ulm blockierten sechs Aktivisten der „Letzten Generation“ etwa eine Stunde die Straße.

    Matthias Kessler
  • Kurzzeitig war die Straße am Bismarckring gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

    Kurzzeitig war die Straße am Bismarckring gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

    Matthias Kessler
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Am Freitagmorgen (14.07.2023), ab 7.30 Uhr, saßen sechs Aktivistinnen und Aktivisten der umstrittenen „Letzten Generation“ auf der Straße am Bismarckring und blockieren den Verkehr. Der morgendliche Berufsverkehr wurde dadurch behindert und mit Staus auf der B311, B28 und B10 musste gerechnet werden. Ebenfalls betroffen waren Straßenbahn und Busverkehr.

Aktivisten leisten Widerstand

Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort und versuchten die Aktivistinnen und Aktivisten vom Boden zu lösen. Widerstandslos machten sie den Weg nicht frei, mehrere Beamte mussten jeden Einzelnen von ihnen von der Straße tragen.

Mehrere Einsatzkräfte tragen die Aktivisten von der Straße.

Amelie Schröer

Bundesweite Aktion am Freitag, 14. Juli: Protest in 26 Städten

Mit der Aktion beteiligte sich die Gruppe an einer bundesweiten Protestaktion am heutigen Freitag. Grund ist der ihrer Meinung nach unzureichende Einsatz der Bundesregierung für weniger klimaschädliche Treibhausgase. Das erklärte ein Sprecher der „Letzten Generation“ am Donnerstag. Um ihrer Aktion Nachdruck zu verleihen, trugen die Aktivistinnen und Aktivisten Masken von Koalitionspolitikern, unter anderem von Bundeskanzler Olaf Scholz und Vizekanzler Robert Habeck.

Klimakleber in Ulm: Czisch fordert Lösungen

Ulms OB Gunter Czisch kritisierte die Protestaktion der „Letzten Generation“ scharf: „Für die Einsatzkräfte, die die Klimaaktivisten dort von der Straße holen müssen — letztlich auch, um sie zu schützen — ist diese Aufgabe kein Spaß. Und ihr Einsatz ist vielleicht an anderer Stelle viel dringender. Ich glaube auch, dass die jungen Leute damit der eigentlich guten Sache einen Bärendienst erweisen.“ Viel dringender brauche man Lösungsvorschläge für den Klimawandel, die möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen mitnehmen.

Neben Ulm, demonstrierten die Aktivisten in 25 weiteren Städten. Unter anderem in Berlin, Braunschweig, Dresden, Freiburg, Leipzig, München, Nürnberg und Potsdam.