Heute ist Warntag 2025
: Diese Sirenentöne müssen Sie kennen

Am heutigen Donnerstag (11.9.) findet der bundesweite Warntag 2025 statt. Auch Sirenen werden vielerorts zu hören sein. Kennen Sie alle Warntöne und deren Bedeutung?
Von
Nicole Züge
Berlin
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Bundesweiter Warntag

Der Warntag in Deutschland gilt als Übung für den Ernstfall. In vielen Orten werden neben Handywarnungen auch Sirenen ertönen. Diese Bedeutung haben die Warntöne, so klingen sie.

Patrick Pleul/dpa

Am heutigen Donnerstag (11. September 2025) heulen in ganz Deutschland pünktlich um 11 Uhr die Sirenen. Es ist Warntag. Kennen Sie die unterschiedlichen Sirenensignale und ihre Bedeutung? Falls nicht, hier eine kleine Auffrischung.

Sirenensignale mit „Weckeffekt“

Sirenen sollen einen sogenannten „Weckeffekt“ erzeugen, das heißt, für Aufmerksamkeit sorgen und Menschen in Gefahrensituationen natürlich nicht nur sprichwörtlich wecken. Die wichtigsten Merkmale einer Sirene sind daher eine ohrenbetäubende Lautstärke und ein möglichst guter Standort, der die Signale möglichst weit trägt.

Charakteristisch bei Sirenen sind die an- oder abschwellenden Tonsignale und die klingen seit einem Beschluss der Innenministerkonferenz 2019 überall in Deutschland gleich.

Es gibt zwei festgelegte Signale. Ein Ton deutet auf eine drohende Gefahr hin, ist also als Warnung zu verstehen. Der zweite Ton heißt „Entwarnung“.

So klingen die Sirenensignale für Warnung und Entwarnung

Wie die Sirenensignale klingen (und ob sie funktionieren), wird am heutigen Warntag in ganz Deutschland geprobt. So klingt der Warnton:

Am Warntag wird um 11:45 Uhr die Entwarnung gegeben. Auch dafür gibt es einen einheitlichen Warnton. Der Ton ist ein einminütiger, gleichbleibender Ton. Anders als das Signal für „Warnung“ schwillt der Ton also nicht an und ab. Wer ihn nachhören möchte, kann das auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) tun.

Weitere Sirenensignale

Da Kommunen in Deutschland ihre Sirenen selbst betreiben, können diese auch für andere Ereignisse eingesetzt werden, beispielsweise bei Feuerwehreinsätzen. Für solche Zwecke gibt es keine einheitlichen Signale. Viele Kommunen nutzen aber ein Sirenensignal, welches aus einem Dauerton besteht, das dreimal unterbrochen wird.

Bis 1992 gab es zusätzlich auch einen einheitlichen „ABC-Alarm“, der vor einer drohenden Gefahr durch den Einsatz atomarer (nuklearer), biologischer oder chemischer Kampfstoffe warnte sowie einen Fliegeralarm. Auf Ebene des Bundes wurde diese Signale außer Betrieb genommen.

Das Sirenensignal für einen ABC-Alarm bestand aus einer einminütigen Sequenz mit ständig auf- und abschwellendem Heulton. Dieser wurde zweimal für jeweils 15 Sekunden unterbrochen. Nach 30 Sekunden Pause wiederholte sich die Sequenz.