Probe für den Ernstfall
: Alles Wichtige zum Warntag 2025 in Deutschland

Am Donnerstag (11.9.) findet der zweite Warntag 2025 statt. In welchen Bundesländern die Sirenen schrillen, wie der Tag abläuft und was wichtig ist.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Bundesweiter Warntag mit Probealarm

Am 11. September 2025 findet der bundesweite Warntag statt. Alles Wichtige zum Ablauf, wo gewarnt wird und wie man sich vorbereiten kann.

Thomas Banneyer/dpa

Der zweite Warntag 2025 steht bevor! Schon am kommenden Donnerstag (11. September 2025) heulen wieder die Sirenen. Auch über Mobiltelefone wird ein Probealarm ausgegeben. Alles Wichtige zu den Uhrzeiten und was zum Warntag außerdem wichtig ist in der Übersicht.

Warntag 2025 am 11. September: Das steckt hinter dem Probealarm

Der erste Warntag des Jahres 2025 fand bereits im Frühjahr statt. Allerdings nahmen am ersten Probealarm-Tag des aktuellen Jahres nur eine handvoll Bundesländer teil. Hintergrund des Warntages ist es, die technische Infrastruktur der Bevölkerungswarnung in ganz Deutschland mit einer Probewarnung zu testen.

Warntag 2025: Diese Bundesländer nehmen am 11. September teil

Am 11. September, dem zweiten Warntag des Jahres, nehmen - anders als im Frühjahr - alle Bundesländer teil. Der Tag gilt offiziell als bundesweiter Warntag. Im Frühling hatten sich nur vier Bundesländer am Probealarm beteiligt.

Was passiert am bundesweiten Warntag 2025?

Der Tag dient dazu, die Warn-Infrastruktur im gesamten Bundesgebiet zu testen und etwaige Lücken ausfindig zu machen. Dazu werden Probealarme über die unterschiedlichsten Wege ausgegeben, um möglichst alle Menschen in Deutschland mit einer Probewarnung zu erreichen.

So soll der Warntag 2025 ablaufen:

  • Am 11. September 2025 wird um Punkt 11 Uhr vormittags eine Probewarnung über verschiedenste Kanäle verschickt. Mehr dazu weiter unten.
  • Um 11.45 Uhr erfolgt dann die offizielle Entwarnung.

Über welche Kanäle werden die Warnungen verschickt?

Gewarnt wird die Bevölkerung am Warntag 2025 über die unterschiedlichsten Kanäle. Hier eine Übersicht:

  • Eine Probewarnung wird in allen Bundesländern über das Warnsystem MoWaS verschickt. Diese erreicht unter anderem Radio, Fernsehen, Warn-Apps (z.B. KATWARN, NINA), Cell Broadcast sowie digitale Infotafeln. Die einzelnen Warnungen können hier teilweise etwas zeitversetzt erfolgen.
  • In vielen Städten und Gemeinden werden zusätzlich Sirenen ausgelöst.
  • Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen, verfügbare kommunale Warnkanäle ausgelöst werden. Die bereits genannten Sirenen fallen darunter, hinzu kommen dann aber ggf. auch Lautsprecherwagen und andere Kanäle.
  • Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr. Über Cell Broadcast (Handymitteilungen) wird derzeit allerdings noch keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeit, auch über diesen Warnkanal zu entwarnen, wird derzeit unter anderem von den Mobilfunknetzbetreibern geprüft, teilt der Bund auf einer eigens eingerichteten Informationswebsite zum Warntag mit.

Was müssen Bürgerinnen und Bürger vorab beachten?

Der Warntag soll auf der einen Seite die Warn-Infrastruktur testen, auf der anderen Seite aber auch zur eigenen Notfallvorsorge anregen. Gibt es beispielsweise Warn-Apps, die auf dem eigenen Handy noch fehlen, sind die unterschiedlichen Sirenensignale und deren Bedeutung klar, empfange ich überhaupt Cell Broadcast Meldungen auf meinem Smartphone oder muss ich diese womöglich erst aktivieren?

Auch der Blick in die direkte Umgebung, beispielsweise in den Kreis der Familie oder Nachbarschaft, lohnt sich an einem solchen Tag. Vielleicht benötigen Menschen im eigenen Umfeld Hilfe beim Herunterladen von Warn-Apps oder dem Aktivieren der Cell Broadcast Warnungen. Gut vorbereitet zu sein heißt auch: sicherstellen, dass Warnungen ankommen und man im Ernstfall weiß, wie man reagieren soll.