Warnstreik bei Tübus
: Tübinger Busfahrer streiken erneut

Für Dienstag und Mittwoch, 21. und 22. Januar, hat Verdi zum nächsten Warnstreik im Busverkehr aufgerufen. Betroffen ist auch wieder der Stadtbusverkehr in Tübingen. Was es zu beachten gibt.
Von
ST
Tübingen
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TüBus

Am Dienstag und Mittwoch werden kaum Tübusse in der Stadt unterwegs sein. Verdi hat erneut zum Streik aufgerufen.

Stadtwerke Tübingen
  • Warnstreik bei Tübus: Busfahrer streiken am 21. und 22. Januar.
  • Verdi ruft zum Streik im Tübinger Stadtbusverkehr auf; kaum Fahrten verfügbar.
  • Notfahrplan: Pendelbus der Linie 5 zwischen Hauptbahnhof und Kliniken, stündlich ab 5.37 Uhr.
  • Keine Busse im Berufs- und Schülerverkehr; Linie 19 von RAB fährt.
  • Ab 23. Januar wieder regulärer Fahrplan.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weil auch die zweite Verhandlungsrunde am Mittwoch, 15. Januar, ergebnislos verlief, kündigt Verdi nun erneut Bustreiks in Baden-Württemberg an. In über 30 Betrieben soll in der kommenden Woche an zwei Tagen die Arbeit niedergelegt werden, mit dem Ziel, in der dritten Runde am 31. Januar ein „deutlich besseres“ Angebot zu bekommen.

Nachdem zuletzt am 9. Januar im Tübinger Busverkehr gestreikt wurde, gibt es in der zweiten Runde nur noch wenige Fahrten im Stadtgebiet.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Streik beginnt mit Betriebsbeginn und dauert bis Betriebsschluss. Der erste Bus fährt um 5.37 Uhr am Hauptbahnhof/ZOB
  • Der Notfahrplan umfasst dieses Mal nur einen Pendelbus auf der Linie 5 zwischen dem Hauptbahnhof/ZOB und den Kliniken, der einmal pro Stunde fährt.
  • Im Beruf- und Schülerverkehr fahren keine Busse.
  • Fahrten der Linie 19, die von RAB durchgeführt werden, finden statt.

Der vorausgegangene Warnstreik startete erst nach dem Schüler- und Berufsverkehr um 9 Uhr. Am Dienstag und Mittwoch nun steht der Tübinger ÖPNV fast den ganzen Tag über still. Die erste Fahrt startet gegen 5.37 Uhr am Hauptbahnhof/ZOB Tübingen, danach stündlich jeweils ab Minute 41. Ab Betriebsbeginn am Donnerstag, 23. Januar, fahren die Busse wieder nach dem regulären Fahrplan. Dies teilten die Tübinger Stadtwerke am Samstag, 18. Januar, mit. Auf den Pendelfahrten, die nur noch mit einem Bus gefahren werden, wird die Kapazität nicht für alle Fahrgäste ausreichen, heißt es in der Mitteilung, dafür bitte man um Verständnis.

Ob die Regionalbuslinien ebenfalls vom Streik betroffen sind, sollten Fahrgäste am besten bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen erfragen. Aktuelle Informationen für den Stadtbusverkehr Tübingen finden Fahrgäste auch ständig aktualisiert auf der Tübus-Seite unter www.tuebus.de/verkehr.

Höhere Löhne für 9000 Beschäftigte gefordert

„Ein funktionierender und starker ÖPNV ist das Rückgrat der kommunalen Infrastruktur. Auch wenn wir in den letzten Jahren die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer bereits verbessern konnten, braucht es dringend weitere Schritte, insbesondere bei der Bezahlung, um die immer noch klaffende Fachkräftelücke zu schließen. Dafür setzen wir uns mit dem notwendigen Druck ein“, sagt Jan Bleckert, der bei Verdi die Verhandlungen führt.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 9000 Beschäftigten unter anderem neun Prozent mehr Entgelt sowie 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Friedenspflicht war am 31. Dezember 2024 ausgelaufen. Die Arbeitgeber, so heißt es von Seiten Verdis, seien bisher lediglich bereit, die Inflation bei einer Laufzeit von zwei Jahren auszugleichen und über eine betriebliche Altersversorgung zu reden.