Tübingen: Tübinger Gemeinderat stimmt für Radbrücke West

Das Radwegenetz „Blaues Band“ wird durch die Radbrücke West als „fliegendes Blaues Band“ fortgesetzt. Immerhin ist sie an ihrem höchsten Punkt über den Gleisen neun Meter hoch. Grafik: Büro Mayr, Ludescher, Partner
Nicht gesetztMit Nein stimmten die sechs Stadträte der Tübinger Liste sowie drei Vertreter der Linken und einer der FDP; zwei Enthaltungen kamen aus den Reihen der CDU-Fraktion. Alle anderen an der Hybridveranstaltung teilnehmenden Stadträtinnen und Stadträte stimmten für die Planung der Stadtverwaltung, die eine Fahrradbrücke vom Anlagenpark zur Wilhelm-Keil-Straße vorsieht. Teil des Beschlusses waren auch konkrete bauliche Vorgaben: An der nördlichen Seite in der Derendinger Allee soll ein Radkreisverkehr entstehen, im südlichen Bereich sollen Radfahrstreifen von der Wilhelm-Keil-Straße auf die Brücke führen.
Oberbürgermeister Boris Palmer zeigte sich mit dem Abstimmungsergebnis zufrieden und sprach von einem „historischen Baubeschluss“. 1982 hatte der Gemeinderat mit einer Stimme Mehrheit eine ähnliche Brücke abgelehnt. Das neue Bauwerk soll mitsamt seinen Rampen 365 Meter lang sein und an seiner höchsten Stelle über den Gleisen neun Meter hoch sein.
Als „fliegendes blaues Band“ soll die Brücke wesentlicher Bestandteil des Tübinger Radwegenetzes „Blaues Band“ werden. Für Fußgänger wird die Brücke nicht begehbar sein. Die Kosten des Baus belaufen sich auf 11,9 Millionen Euro, von denen die Stadt Tübingen voraussichtlich 3,6 Millionen Euro zahlen wird. Baubeginn ist für Januar 2022 vorgesehen, fertig werden soll die Brücke im März 2024.