Tübingen · Darlehen: Gerechteres und besseres Bafög für alle

Symbolbild: Andrea Warnecke/dpa
Nicht gesetztD er Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete und Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales Martin Rosemann verkündet in einer Pressemitteilung neue Regelungen zum Bafög, die zum Wintersemester 2024/25 in Kraft treten sollen und diese Woche im Bundestag beschlossen werden.
Künftig können Studienanfängerinnen und Studienanfänger, die etwa Bürgergeld oder Wohngeld beziehen, eine Studienstarthilfe von 1000 Euro für Ausgaben zu Beginn des Studiums erhalten, teilte Rosemann mit. Wer nebenbei arbeite, könne sich über höhere Freibeträge freuen. Ein Minijob bleibe komplett anrechnungsfrei. Zudem könne ohne Angabe von Gründen ein Semester länger studiert werden, und ein Studienfachwechsel sei später im Studium möglich.
Dazu der Abgeordnete: „Als SPD-Bundestagsfraktion war uns wichtig, das Bafög nicht nur moderner zu machen, sondern dass es auch mit gestiegenen Kosten Schritt hält.“ Mit der Einigung auf ein Erhöhungspaket aus Bedarfssätzen, Wohnkostenpauschale und Freibeträgen werde nun eine Nullrunde beim Bafög abgewendet. Auch werde verhindert, dass Bafög-Geförderte mehr Schulden zurückzahlen müssen. Rosemann: „In einer schwierigen Haushaltslage behalten wir die Interessen junger Menschen fest im Blick.“ So sollen Rosemann zufolge die Bedarfssätze künftig um fünf Prozent steigen, der Wohnkostenzuschlag soll sich von 360 auf 380 Euro erhöhen und auch die Elternfreibeträge sollen um 5,25 Prozent ansteigen, um das Bafög weiter zu öffnen. Die Erhöhung der Darlehensobergrenze sei zurückgenommen geworden. Rosemann zuletzt: „Damit die Förderung wieder besser zum Studierverhalten und zum Leben passt, haben wir das Bafög dreimal in dieser Wahlperiode angepasst und schließen nun ein neues Gesamtpaket ab. Damit wird das Bafög besser und gerechter für alle.“ Die neuen Regeln sollen für Schülerinnen und Schüler zum 1. August und für Studierende zum Wintersemester 2024/25 in Kraft treten.