Regierungsbezirk Tübingen
: Verkehrsbeschränkungen auf baufälligen Brücken in der Region

Neun Brücken im Regierungsbezirk Tübingen, darunter Bauwerke in Tübingen und Balingen, haben Materialprobleme und werden bis 2030 erneuert. Bis dahin sollen Prüfungen und Verkehrsregeln für mehr Sicherheit sorgen.
Von
Iris Simon
Neckar-Alb-Region
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Schilder weisen vor der Moseltalbrücke der Autobahn A61 auf Brückenschäden hin. An der Brücke, die täglich von 37 000 Fahrzeugen genutzt wird, wurden vor einiger Zeit Risse entdeckt. (zu dpa: „Neue Brücken für das Land — Wo die Autobahn GmbH West dieses Jahr baut»)

Symbolbild.

Thomas Frey/dpa
  • Neun Brücken im Regierungsbezirk Tübingen sind baufällig und werden bis 2030 erneuert.
  • Spannstahl in über 60 Jahre alten Brücken verursacht Sicherheitsrisiken und Spannungsrisse.
  • Besondere Sicherheitsmaßnahmen: jährliche Inspektionen, 50 Meter Abstand für Lastwagen, Tempolimit.
  • Zwei Brücken in Tübingen und Balingen, weitere in Esslingen, Biberach, Ravensburg und Bodenseekreis betroffen.
  • Zusammenarbeit zwischen Regierungspräsidium und Landratsämtern zur schnellen Umsetzung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Regierungsbezirk Tübingen gibt es neun alte Brücken, die wegen anfälligem Spannstahl ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das teilte das zuständige Regierungspräsidium (RP) am Donnerstag mit, nachdem zuvor bereits das RP Stuttgart eine entsprechende Meldung zu dortigen Brücken veröffentlicht hatte. Besagter Spannstahl wurde nach Angaben des RPs in Bauwerken verbaut, die bereits über 60 Jahre alt sind und nun Spannungsrisse aufweisen. Das Regierungspräsidium Tübingen plant, alle betroffenen Brücken bis 2030 zu erneuern.

Bis zur Erneuerung der Brücken gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen. Die Bauwerke werden nicht wie üblich alle drei oder sechs Jahre geprüft, sondern jährlich inspiziert. Außerdem müssen Lastwagen auf den betroffenen Brücken mindestens 50 Meter Abstand halten. An einigen Brückenabschnitten wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduziert, und bestimmte Bauwerke sind für Schwerverkehr komplett gesperrt. Damit will das Regierungspräsidium Lastspitzen vermeiden und die Stabilität der Bauwerke sichern.

L 371 Hirschau Luftaufnahme

Luftaufnahme von der L 371 bei Hirschau.

Regierungspräsidium Tübingen

Unmittelbar in Tübingen und im Zollernalbkreis gibt es zwei baufällige Brücken:

  • B 463, Brücke über Eyach und Feldweg bei Balingen-Dürrwangen, Zollernalbkreis
  • L 371, Brücke über den Neckar und Kanal bei Tübingen-Hirschau, Landkreis Tübingen (ein Ersatzneubau ist bereits in der Entwurfsplanung)

Zudem sind auch Brücken des RP Stuttgart in der Neckar-Alb-Region betroffen:

  • L 1207, Unterführung Feldweg bei Wernau, Landkreis Esslingen
  • B 297, Unterführung der Tannenbergstraße bei Kirchheim/ Teck, Landkreis Esslingen
  • B 312, Ermstalviadukt bei Neckartenzlingen, Landkreis Esslingen

Die restlichen Brücken im Bereich des RP Tübingen sind:

  • B 30, Brücke über die Riss und die L 284 bei Hochdorf-Schweinhausen, Landkreis Biberach
  • B 30, Urbachviadukt bei Bad Waldsee, Landkreis Ravensburg
  • B 31, Brücke über die DB und Gemeindestraße in Friedrichshafen-Manzell, Bodenseekreis
  • L 314, Brücke über die Wolfegger Ach in Baienfurt, Landkreis Ravensburg
  • L 318, Brücke über die Eschach in Leutkirch, Landkreis Ravensburg
  • L 318, Brücke über die Eschach bei Leutkirch-Haselburg, Landkreis Ravensburg
  • L 329, Brücke über die Schussen in Meckenbeuren-Brochenzell, Bodenseekreis

Eine Zusammenarbeit von Regierungspräsidium und Landratsämtern soll helfen, die nötigen Maßnahmen zeitnah umzusetzen und Regelungen gegebenenfalls anzupassen. Das kann bedeuten, dass Einschränkungen gelockert oder verschärft werden. Änderungen und aktuelle Maßnahmen werden rechtzeitig bekannt gegeben.