Podcast „Am Gericht“ • Folgen 32 + 33
: Frühchen auf Station vergiftet – die Angeklagte ist die Mutter

1500 Gramm leicht, einen Monat alt: In der Tübinger Kinderklinik wird ein Frühchen vergiftet. Die Ermittler verdächtigen die Mutter und verhaften sie. Einer der aufsehenerregendsten Prozesse des Jahres 2026 in einer Doppelfolge unseres Podcasts.
Von
Eike Freese
Tübingen
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Ein Frühchen gerät wegen einer Überdosis Koffein in Lebensgefahr. Die Ermittler halten die Mutter für die Täterin.

Ein Frühchen gerät wegen einer Überdosis Koffein in Lebensgefahr. Die Ermittler halten die Mutter für die Täterin.

dpa/Symbolbild/Grafik: Beniamino Raiola
  • Doppelfolge des Podcasts „Am Gericht“: Ein Frühchen wurde in Tübingen vergiftet.
  • Das 1500-Gramm-Baby bekam eine Überdosis Koffein und überlebte nur knapp.
  • Ermittler verdächtigen die Mutter, eine 25-jährige Studentin, und nahmen sie fest.
  • Anklage wegen versuchten Mordes – Verdacht auf „Münchhausen-Stellvertreter-Tat“.
  • Prozess am Landgericht Tübingen: Anklage und Gutachten, Verteidigung fordert Freispruch.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Sein Herz rast mit über 200 Schlägen, sein Atem geht hundertmal in der Minute: Im Herbst 2025 wird in der Tübinger Uniklinik ein Frühchen auf einer Intensivstation vergiftet. Das 1500 Gramm leichte Baby kämpft tagelang – und überlebt nur mit knapper Not. Doch wer kann das Unfassbare getan haben?

Der Leiter der Neugeborenen-Station und die Ermittler verdächtigen die Mutter des Frühchens, eine 25-jährige Studentin. Hat sie ihr drittes Kind mit einer Überdosis Koffein an den Rand des Todes gebracht, um im eigenen Umfeld als geplagte Mutter Mitleid und Anerkennung zu bekommen? Das glauben jedenfalls Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Frau wird verhaftet und verbringt die kommenden neun Monate in Untersuchungshaft.

Fast ein Jahr später beginnt am Tübinger Landgericht einer der aufsehenerregendsten Prozesse 2026. Die Anklage lautet auf versuchten Mord. Die Staatsanwaltschaft geht von einer sogenannten „Münchhausen-Stellvertreter-Tat“ aus: Eine Mutter, die mutmaßlich ihrem Kind schadet, um dafür Prestige zu ernten. Die SÜDWEST PRESSE begleitet jeden einzelnen der Prozesstage, an denen die Anklage mühevoll versucht, Indizien für den möglichen Tathergang und ein denkbares Motiv der jungen Frau zu dokumentieren.

Kann sie es getan haben? Wenn ja, wie? Was bringt die Verteidigung vor, deren Strategie von Anfang an auf Unschuld der jungen Frau und somit Freispruch zielt? Was sagen psychologische und medizinische Gutachter zu den Geschehnissen an der renommierten Tübinger Uniklinik?

Verbrechen und Justiz

Aktuelle Berichte über Gerichtsprozesse der Region Neckar-Alb, Einblicke in die Arbeit der Ermittler und Rechtsfragen des Alltags.

Redakteur Eike Freese und Gerichtsreporter Jonas Bleeser rollen den aktuellen Fall in einer Doppelfolge des Podcasts „Am Gericht“ auf. Zu hören sind die beiden zeitgleich erscheinenden Teile auf allen gängigen Podcast-Plattformen, so etwa auf Spotify und Apple Podcast. Alle bisherigen Folgen gibt es auch auf swp.de/amgericht. Alles über Kriminalfälle und Prozesse aus der Region erfahren Sie in unserem Newsletter „Recht und Unrecht“. Abonnieren kann man ihn auf www.swp.de/newsletter.