Osiander Tübingen: Osiander-Herbstlese: Angela Merkel und Robert Habeck kommen

Angela Merkel auf der Buchvorstellung der Südwestpresse letztes Jahr in Ulm.
Volkmar Könneke /SWP- Osiander organisiert den Lesungsherbst in Tübingen mit prominenten Gästen.
- Termine von 25. September bis 3. Dezember – mehrere Orte in Stadt und Region.
- Highlights: Cheema/Mendel, Kuschel, Kieser, Sakar, Abdel-Samad, Selge, Hansen.
- Robert Habeck liest am 14. November, teils ausverkauft, zwei Veranstaltungen geplant.
- Angela Merkel signiert in Tübingen und liest in Reutlingen am 3. Dezember.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Lesungen in Tübingen? Dahinter steckt meist Osiander, die einzige Buchhandlung vor Ort, die noch prominente Autorinnen und Autoren in die Unistadt holt – und ja auch stets federführend das Bücherfest mitorganisiert. Der Herbst, in den jeweils die Frankfurter Buchmesse fällt, gilt als Lesezeit par excellence. Und so sieht er diesmal aus, der Tübinger Lesungsherbst der Buchhandlung:
25. September, Westspitze, 18 Uhr: Saba-Nur Cheema und Meron Mendel: „Die Empörungsfalle - Wie wir wieder streiten lernen. Warum wir die Öffentlichkeit nicht den Lautesten überlassen dürfen.“ Muss man noch was sagen, wenn der Titel schon alles sagt? Eigentlich nicht. Das Autoren- und Lebenspaar, sie Politikwissenschaftlerin, er Leiter des Anne-Frank Zentrums in Frankfurt, beide unermüdliche Streiter für interkulturelle Verständigung, lasen bereits letztes Jahr in Tübingen, nun kommen sie erneut. Es lohnt sich bestimmt.
29. September, Museum obere Säle, 19 Uhr: Karl-Josef Kuschel: Magische Worte. Ein Leben mit Gedichten. „Sage mir, welche Gedichte du liebst, und ich sage dir, wer du bist", heißt es. Dann wissen wir also nun auch, wer Karl-Josef Kuschel ist. Und können herausfinden, wer wir selbst sind, im Abgleich mit Kuschels Gedicht-Auswahl von insgesamt 20 Lyrikerinnen und Lyrikern.

Saba-Nur Cheema und Meron Mendel.
Ali Ghandtschi / SWP30. September, Stadtbücherei, 19 Uhr: Luca Kieser: Simsalabim. Neulich haben wir mit Luca Kieser über seinen dritten Roman gesprochen. Jetzt liest er daraus. Der in Tübingen aufgewachsene Autor präsentiert ein raffiniertes, wagemutiges Spiel mit doppeltem Boden, zwischen True Crime und linksradikaler Telenovela.
7. Oktober, Stadtbücherei, 19 Uhr: Manik Sakar: Ochsenkopf. Die von der Kritik hochgelobte Geschichte des niederländischen Autoren, ein tragikomischer Roman über einen leidenschaftlichen Menschen, der an sich selbst und den Veränderungen um ihn herum scheitert.
16. Oktober, Westspitze, 19 Uhr: Clowns im Dienst, Lesung und Gespräch. Was bleibt, wenn Worte fehlen? Die Klinik-Clowns schenken nicht nur Kindern Momente voller Freude. Mit Podiumsgespräch und einer Tombola, deren Erlös dem Verein zugutekommt.
19. Oktober, Museum, obere Säle, 19 Uhr: Hamed Abdel-Samad: With God on their Side. Die unheilvolle Allianz von Politik und Religion. Deutschlands bekanntester Islamkritiker, der permanent unter Personenschutz steht, schreibt über den unheilvollen Pakt von Populisten und autoritären Glaubensrichtungen.
20. Oktober, Kino 1, Museum, 19 Uhr: Lisa Federle: „Gut gegen Angst. Wie wir uns unseren Ängsten stellen und an ihnen wachsen.“ Mit auf der Bühne: Jan Liefers. Das Buch der Tübinger Hausärztin und prominenten Autorin erzählt bewegende Geschichten aus ihrem Alltag als Ärztin. Ein Mutmachbuch, um den Kreislauf der Panik zu durchbrechen. Diese Veranstaltung ist bereits ausverkauft.
27. Oktober, Kino 1, Museum, 19 Uhr: Edgar Selge: Juras letzter Winter (Moderation Ingrid Abeln). Es geht um das Tagebuch eines Jungen, der während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert ist. Es entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Fremdheit.
14. November, Kreissparkassen-Carré, 15.30 Uhr: Robert Habeck: Arctic Meltdown. Die Neuvermessung der Welt. Für die einen war er Kanzler der Herzen, die anderen haben ihn gehasst. Sein politischer Gegner führt heute stillschweigend und mit leichter Retusche sein Heizungsgesetz fort, weil es zu ihm vernünftig keine Alternativen gibt. In Habecks Buch geht es um den Klimawandel, der Eis schmelzen lässt, was neue internationale Begehrlichkeiten weckt, Stichwort Grönland. Apropos: Robert Habeck lebt derzeit in Dänemark. Wegen der großen Nachfrage gibt es gleich zwei Veranstaltungen an diesem Samstag. Die Abendveranstaltung um 19 Uhr ist bereits restlos ausverkauft.

Im Erstberuf Schauspieler, im Zweitberuf Schriftsteller: Edgar Selge
Muriel Lebmann17. November, Museum, obere Säle, 19 Uhr: Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter (Moderation Ingrid Abeln). Die Autorin schreibt über vier Frauen aus vier Generationen Bildungsbürgertum Dresdens und macht damit ein ganzes Jahrhundert erlebbar. Ihr Roman steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.
24. November, Museum, obere Säle, 19 Uhr: Dörte Hansen: Broder (Moderation Ingrid Abeln). Der neue große Roman der Bestsellerautorin handelt über Herkunft, Rivalität und unsere Verantwortung für unsere Natur.
3. Dezember, Osiander Metzgergasse und Stadthalle Reutlingen: Angela Merkel: Freiheit. Der ehemaligen Bundeskanzlerin trauern heute einige hinterher, aber da ist viel Nostalgie und Vergessen im Spiel. Andere sehen in ihrer Migrationspolitik die Initialzündung für heutige politische Zustände. Als in der DDR sozialisierte, im dortigen demokratischen Aufbruch engagierte Frau, später erste weibliche und erste aus Ostdeutschland stammende Bundeskanzlerin ist sie ein personifiziertes Spiegelbild deutscher Geschichte, allerdings auch eine große Ausnahme. Vor der Lesung aus ihren Memoiren um 19 Uhr in der Stadthalle Reutlingen kommt sie um 16 Uhr zu einer Signierstunde nach Tübingen. Wegen des zu erwartenden Andrangs ist eine Voranmeldung erforderlich.
