Der Tag in der Region: Live-Blog | 208 Neuinfektionen im Kreis Tübingen, vier Tote im Kreis Reutlingen

Symbolbild: Gerd Altmann bei Pixabay / Montage: hz
Nicht gesetztNeuer Tübinger Impfstoff-Kandidat: Eine starke Immunantwort
20 Uhr: Das Tübinger Uniklinikum präsentiert nach einer Phase-I-Studie erfreuliche Ergebnisse des eigenentwickelten Impfstoffs CoVac-1. Die ersten Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ publiziert. Ziel ist, in Patienten mit Antikörpermangel – etwa bei Krebs – eine breite und starke T-Zell-Immunantwort hervorzurufen, um so schwere Covid-19-Krankheitsverläufe zu verhindern.
Corona: 208 Neuinfektionen im Kreis Tübingen
18.41 Uhr: Das Landesgesundheitsamt hat die neuen Coronazahlen veröffentlicht. Im Kreis Tübingen stiegen sie stark, im Kreis Reutlingen starben vier weitere Erkrankte an oder mit dem Virus.
Kreis Tübingen
- Neuinfektionen: 208
- Gesamtfälle: 13.957
- Sieben-Tage-Inzidenz: 404,9 (+44,7)
- Todesfälle: 198 (0)
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 26 (13)
Kreis Reutlingen
- Neuinfektionen: 185
- Gesamtfälle: 21.580
- Sieben-Tage-Inzidenz: 390,3 (-44,8)
- Todesfälle: 311 (+4)
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 36 (4)*
Baden-Württemberg
- Hospitalisierungsinzidenz: 6,3
- Corona-Patienten auf Intensivstationen: 510 (+21)
- Sieben-Tage-Inzidenz: 470 (+10,6)
*Zahlen vom Freitag
Mössingen: Verdächtiger ist jetzt in U-Haft
18.30 Uhr: Der 19-Jährige, der im Verdacht steht, am Sonntagabend in Mössingen seinen 37-jährigen Schwager getötet zu haben, wurde am Dienstagnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser setzte den bereits im Vorfeld erlassenen Haftbefehl in Vollzug. Der Heranwachsende, der derzeit von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht, wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Nach der Tat am Sonntag war der Verdächtige geflüchtet. Am Montag stellte er sich in Stuttgart der Polizei.
Antworten rund um Fragen zu Corona im Kreis Tübingen
17.39 Uhr: Viele Menschen melden sich beim Landratsamt Tübingen mit Fragen zu Corona. Nachdem die Gesundheitsämter entsprechend der landesweiten Vorgabe positiv getestete Personen nicht mehr routinemäßig kontrollieren müssen, fragen sich viele: Was tun, wenn der Selbsttest oder Schnelltest positiv ist? Wie kommt man an einen PCR-Test? Wer ist eigentlich Kontaktperson? Wie sind die Quarantäneregeln und wann kann man sich „freitesten“? Was tun, wenn die Corona-Warn-App eine rote Meldung sendet? Antworten auf diese und weitere Fragen findet man auf www.kreis-tuebingen.de Dort hat das Landratsamt Tübingen eine Corona-Informationsseite erstellt, die wichtige Informationen und Neuigkeiten auflistet und fortlaufend aktualisiert wird.
Tübingen: Alkoholverkaufsverbot am Weihnachtsmarkt-Wochenende
17.15 Uhr: Waffeln, Rote Würste und ein Glühwein gehören eigentlich fest zu einem Weihnachtsmarkt. Doch in diesem Coronajahr gilt das für den Tübinger Weihnachtsmarkt nicht. Ob es den Weihnachtsmarkt überhaupt geben wird, steht noch nicht fest, teilt die Stadtverwaltung mit.
Sicher aber sei, dass es weder Essens- noch Getränkestände geben wird. Und es ist auch der Gastronomie sowie gaststättenähnlichen Betrieben an diesem Wochenende „der Ausschank von alkoholischen Getränken, inklusive der Abgabe von to-go-Bechern mit alkoholhaltigen Getränken“ untersagt, so die am Dienstag erlassene Allgemeinverfügung.
Das Verbot gilt in der gesamten Altstadt am Freitag und Samstag, 10. und 11. Dezember, von 10 bis 0 Uhr sowie am Sonntag, 12. Dezember, von 11 bis 22 Uhr. Außerdem ist es verboten, Alkohol auf den Marktplatz und den Holzmarkt mitzubringen und dort zu konsumieren.
„Wir beugen mit der Allgemeinverfügung vor. Es kann nicht sein, dass es aus Infektionsschutzgründen auf dem Weihnachtsmarkt keine Essens- und Getränkestände gibt und ringsherum die Gaststätten Alkohol to go ausschenken. Das wäre gegenüber den Betreiberinnen und Betreibern der Getränkestände ungerecht, denen wir absagen mussten“, wird Oberbürgermeister Boris Palmer in einer Pressemitteilung zitiert.
Die Allgemeinverfügung tritt zum 24. November in Kraft. Sie beruht auf dem Infektionsschutzgesetz, das am 25. November durch das neue Infektionsschutzgesetz abgelöst werden soll. Um von der vorgesehenen Übergangslösung Gebrauch zu machen, ist ein Erlass der Verfügung spätestens am 23. November nötig.
Reutlingen sagt den Weihnachtsmarkt kurzfristig ab
16.10 Uhr: Am Montag hat er noch große Zuversicht versprüht, am Dienstag war Norbert Brendle am Boden zerstört: Der Reutlinger Weihnachtsmarkt, der am Mittwoch starten sollte, ist von der Stadt abgesagt worden. „Ich bin völlig leer, ausgepumpt und sitze mit Tränen da“, sagt Brendle vom Veranstalter Markt-Werk-Stadt. Für den Weihnachtsmarkt waren rund 80 Stände bis zum 21. Dezember gebucht.

Die Stadt Reutlingen hat den Weihnachtsmarkt einen Tag vor der Eröffnung abgesagt. Alles war bereits aufgebaut.
Markt-Werk-StadtReutlingens OB Thomas Keck ist wütend auf die Landesregierung: Einerseits empfehle Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Absage von Weihnachtsmärkten und rufe zur Kontaktvermeidung auf. Andererseits lasse aber die Corona-Verordnung des Landes die Veranstaltung von Weihnachtsmärkten ausdrücklich zu. Er fordert eine Entschädigung für Marktbetreiber und Händler.
Kretschmann: Schulen „so lange wie möglich“ offenhalten
15.45 Uhr: Trotz der rasant steigenden Corona-Zahlen will Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann Schulen und Hochschulen „so lange wie möglich“ offenhalten.
Alarmstufe II: Die geplanten neuen Regeln im Überblick
15.30 Uhr: Das Staatsministerium hat die Regeln bekanntgegeben, die in der von morgen an geltenden Alarmstufe II vorgesehen sind. Sollte das Kabinett dem zustimmen, werden sie noch heute auf der Seite www.baden-wuerttemberg.de veröffentlicht. Die neuen Regeln sehen eine zusätzliche vierte Stufe vor. Nach der Basis-, der Warn- und der Alarmstufe wird es künftig auch eine Alarmstufe II geben, die ab einer landesweiten Intensivbetten-Auslastung von 450 Corona-Patienten ODER ab einer 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz von 6 gilt. Da dem Landesgesundheitsamt bereits am Montag (22. November) 489 Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen gemeldet wurden und aufgrund des fortschreitenden Infektionsgeschehens ein weiterer Anstieg zu erwarten ist, gelten die Regeln der Alarmstufe II bereits von morgen an.
Das sind die neuen Regeln im Überblick:
- In Alarmstufe II gilt 2G plus künftig bei Veranstaltungen, auf Weihnachtsmärkten, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, in Prostitutionsstätten und Diskotheken. Das heißt, der Zugang ist nur für Geimpfte oder Genesene gestattet, die zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können. Aufgrund der damit verbundenen Herausforderungen für die Veranstaltungsbranche wegen bereits verkaufter Tickets, werden Verstöße in dieser Woche noch nicht verfolgt
- Außerdem gelten zusätzlich in Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene von 21 bis 5 Uhr (Ausnahme bei Vorliegen triftiger Gründe, u. a. Berufsausübung, Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern und Spazierengehen / körperliche Bewegung allein im Freien). Im Einzelhandel gilt in diesem Fall grundsätzlich 2G (Ausnahme: Grundversorgung).
- Für Friseurdienstleistungen gilt in beiden Alarmstufen eine 3G-Pflicht mit PCR-Tests.
- Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte werden ab der Alarmstufe auf 50 Prozent der Kapazität begrenzt.
- In Hotels gilt für touristische Übernachtungen bereits ab der Alarmstufe 2G, bei geschäftlichen Übernachtungen 3G.
- In Bus und Bahn sowie im Flugzeug gilt auf Grund bundesrechtlicher Vorgaben generell 3G.
- Veranstalter müssen Test-, Impf- und Genesenennachweise grundsätzlich mit digitalen Anwendungen (z. B. der CovPassCheck-App) kontrollieren und den Namen anhand von Ausweisdokumenten überprüfen. Damit ist der Zutritt allein mit dem gelben Impfpass nicht mehr möglich, es muss der QR-Code per App oder in Papierform mitgeführt werden.
- Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler gelten nicht in Diskotheken - auch sie müssen 2G-Nachweise vorlegen, in der Alarmstufe II gilt 2G plus.
- Volljährige Schülerinnen und Schüler können nicht mehr den Schülerausweis vorlegen, um Zutritt zu erhalten. Für sie gelten die gewöhnlichen 2G- bzw. 3G-Zutrittsregelungen.
- Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren können noch voraussichtlich bis kurz nach dem Weihnachtsfest Zutritt mit dem Schülerausweis erhalten.
Weihnachtsmarkt-Absage: Schausteller fordern schnelle Hilfen
13.58 Uhr: „Das muss ganz, ganz schnell gehen, sonst ist das Überleben der Branche gefährdet“, sagte der Präsident des Landesverbands Schausteller und Marktkaufleute (LSM) Baden-Württemberg, Werner Burgmeier, am Dienstag in Stuttgart. Nach der Absage vieler Weihnachtsmärkte im Südwesten fordern Verbände schnelle Hilfen für Schausteller. Gefordert seien alle: Bund, Land und Kommunen. „Viele Schausteller hatten vor den Weihnachtsmärkten persönliche Versicherungen und Altersvorsorgen für die Kosten aufgelöst“, sagte Burgmeier. „Diese Leute stehen jetzt vor dem Nichts.„
Alarmstufe II mit Einschränkungen ab Mittwoch
13.50 Uhr: In Baden-Württemberg werden aller Voraussicht nach am morgigen Mittwoch die neuen verschärften Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Kraft treten. Die DPA berichtet. Was das genau bedeutet, steht hier.
Kretschmann: Impfpflicht kann Gesellschaft befrieden
13.03 Uhr: Eine allgemeine Impfpflicht würde aus Sicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann nicht nur im Kampf gegen das Coronavirus helfen, sondern könnte auch die Polarisierung der Gesellschaft verringern.
Kretschmann informiert im Livestream über Corona-Lage
12.40 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann informiert derzeit über die aktuelle pandemische Lage im Land. In der Diskussion sind unter anderem die neuen Regeln (inklusive 2G Plus), die vom morgigen Mittwoch an gelten sollen. Und wie es weitergeht. Die Kollegen vom SWR übertragen die Pressekonferenz mit Kretschmann live.
Nach Sekundenschlaf: Zusammenstoß im Gegenverkehr
12.31 Uhr: Zu einem Frontalzusammenstoß zweier Autos kam es am Montagnachmittag auf der Durchgangsstraße von Hirschau. Der 23-Jahre alte Fahrer eines BMW wurde dabei verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden.
Arbeitstempo: Richter scheitert mit Verfassungsbeschwerde
12.05 Uhr: Seit fast einem Jahrzehnt wehrt sich ein Richter gegen den Vorwurf, er erledige zu wenige Fälle, vor allen Dienstgerichten vergeblich - nun führt auch seine Verfassungsklage nicht zum Erfolg. Die DPA berichtet.
Umgefallene Straßenlaterne sorgt für Verzögerungen im Verkehr
10.40 Uhr: Eine umgefallene Straßenlaterne in der Hölderlinstraße hat für Verzögerungen im Tübinger Straßenverkehr gesorgt. Auch Tübusse, etwa der Linie 17, konnten nicht ihren gewohnten Weg fahren, wodurch es zu Verzögerungen im Stadtbusverkehr kam. Nach Angaben der Tübinger Stadtwerke hat kein Bus die Straßenlaterne heruntergerissen, sondern diese lag schon auf der Straße, als der Bus ankam. Wer oder was den Sturz der Laterne verursacht hat, ist noch unklar. Die Stadtwerke sind bereits dabei, den Schaden zu reparieren.

.
Ulrich MetzTarifergebnis im privaten Omnibusgewerbe erreicht
10.33 Uhr: In der zwölften Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe Baden-Württemberg kam es heute Nacht zu einem Ergebnis im Tarifkonflikt. Wie die Gewerkschaft Verdi bekanntgibt, wurde mit den Arbeitgebern, dem WBO, vereinbart, sowohl den Manteltarifvertrag mit Verbesserungen bei Zuschlägen und einer Begrenzung der Standzeiten neu abzuschließen, als auch bereits eine Gehaltssteigerung von 2,25 Prozent zu vereinbaren.
Die Tarifkommission von Verdi hat dem in Sindelfingen erreichten Ergebnis heute Nacht zugestimmt. Nun entscheiden die Mitglieder der Gewerkschaft in den Streikbetrieben in einer zweiten Urabstimmung über die endgültige Annahme des Ergebnisses. Auch im Kreis Tübingen und dem Stadtgebiet war es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Busstreiks gekommen. Am ersten Schultag nach den Herbstferien hatten Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr zu massiven Verwirbelungen und für großes Aufsehen gesorgt.
Impfung von Kindern rückt näher
9.58 Uhr: Auch Kinder sollen gegen das Coronavirus geimpft werden: Die baden-württembergische Landesregierung rechnet mit ersten Angeboten in der zweiten Dezemberhälfte. Die Nachfrage ist völlig offen.
Tourismus: Hoffen auf den Sommer
9.26 Uhr: Die Deutschen schmieden wieder Reisepläne. Manche Urlaubsziele sind schon ausgebucht. Für Winterfans wird der Urlaub jedoch zur Zitterpartie. Julia King berichtet für die SÜDWEST PRESSE.
Corona: Rezepte gegen die vierte Welle
9.22 Uhr: Was sich für Arbeitnehmer ändert, warum Moderna besser ist und wie Kinder noch in diesem Jahr an eine Impfung kommen.
Statt Gänsehautmomenten nun Angst vor Geisterspielen
8.38 Uhr: Freitagabend, Fluchtlicht und ein bedeutsames Fußballspiel – daraus speist sich die Vorfreude auf Gänsehautmomente im Stadion. Bei Spielern und Fans. Der VfB Stuttgart vertraut dabei auch auf seine „Cannstatter“, wie der Sportdirektor Sven Mislintat die Kurve der Begeisterung gerne nennt. An diesem Freitag wird der Bundesligist gegen den FSV Mainz 05 viel davon benötigen, um die Punkte in Stuttgart zu behalten.
Land erweitert 2G-plus-Katalog auf alle Veranstaltungen
8.25 Uhr: Neue Beschränkungen für Ungeimpfte und Testpflichten für Geimpfte sollen die vierte Corona-Welle im Südwesten brechen. Aber selbst der Regierungschef hält die neuen Maßnahmen nur für begrenzt wirksam. Der einzige Ausweg sei eine Impfpflicht - doch es gibt Widerstand. Die DPA berichtet.
Standesamt und Verwaltungsstellen sind am 24. November eingeschränkt erreichbar
8.20 Uhr: Wegen einer Fortbildungsveranstaltung ist das Tübinger Standesamt am morgigen Mittwochvormittag, 24. November 2021, geschlossen. Am Nachmittag sind die Beschäftigten wieder wie gewohnt nach vorheriger Terminvereinbarung erreichbar. Dies gibt die Verwaltung bekannt.
Beschäftigte der Verwaltungsstellen nehmen ebenfalls an der Fortbildung teil. Sie sind daher am Mittwoch nicht oder nur eingeschränkt telefonisch erreichbar. Auch in den Verwaltungsstellen sind Termine aktuell nur nach vorheriger Vereinbarung möglich.
Alle Infos gibt’s online auf www.tuebingen.de/buergerservice.
Radlerkontrollen in Tübingen: Viele Verstöße
7.38 Uhr: In der vergangenen Woche wurden Radfahrer in Tübingen kontrolliert, die vom Lustnauer Tor in Richtung Eberhardsbrücke unterwegs waren – und etliche bekamen ein Bußgeld aufgebrummt, weil sie ohne Licht unterwegs waren oder bei Rot über eine Ampel fuhren. „In einer Stunde haben wir 44 Verstöße festgestellt“, wird Ralph Karau von der städtischen Fachabteilung Verkehrsrecht und Ordnungswidrigkeiten in einer Pressemitteilung zitiert. Die Verstöße gaben die kontrollierenden Beamten im Minutentakt von ihrem Kontrollposten am Lustnauer Tor zum Anhalteposten in der Mühlstraße weiter. Es habe so viele Verstöße gegeben, dass gar nicht alle Radfahrer hätten angehalten werden können. Es sind nun weitere Kontrollen geplant.
OB Palmer widerspricht der Versorgungsanstalt der Ärzte
7.29 Uhr: Die Vorwürfe des Verwaltungsrats der Württembergischen Versorgungsanstalt der Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte lässt Oberbürgermeister Boris Palmer nicht auf sich sitzen. Mit einem dreiseitigen Brief antwortet er auf ein Schreiben vom 9. November. „Der Vorwurf der Verbreitung falscher Tatsachen fällt vollständig auf Sie zurück“, schreibt Palmer einleitend und nennt sechs Punkte.
Prozess wegen Veruntreuung: Angeklagter taucht unter
07.06 Uhr: Der Geschäftsführer einer Catering-GmbH als Tochter der Elring Klinger AG in Dettingen/Erms sollte am gestrigen Montag vor dem Reutlinger Schöffengericht wegen Veruntreuung angeklagt werden. Der 52-Jährige soll insgesamt fast 700 000 Euro an sich genommen haben, die Mitarbeiter für Essen und Trinken im Kantinenbetrieb bar bezahlten. Doch der Angeklagte erschien nicht. Sein Pflichtverteidiger Markus Weiß-Latzko hatte lediglich Email-Kontakt mit ihm gehabt, die letzte Nachricht lautete: Der Angeklagte sei psychisch zusammengebrochen und könne nicht kommen. Richter Eberhard Hausch schickte eine Polizeistreife zum letzten bekannten Wohnort des 52-Jährigen – wo er aber nicht war. Sein Verteidiger meinte, sein Mandant halte sich wohl im Allgäu auf – wo wisse er nicht. Die Verhandlung wurde verschoben.
Gewerbe in Tübingen: der lange Weg zum Handwerkerpark
6.30 Uhr: Der Arbeitsplatz, in dem Rüdiger Strobel vor 25 Jahren seinen Geschäften nachging, war alles andere als komfortabel. Der damalige Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft hatte sein Büro in der Schlachthausstraße, „in bescheidenen Räumen“, wie er sagt. An die Toilette erinnert er sich besonders gut: Zu ihr ging es die Treppen hinauf, und sie war mit Glastüren versehen. Vor einem Vierteljahrhundert begann dann der Bau des Hauses des Handwerks. Bis dahin und bis zum Gewerbegebiet im Aischbach führt nur Hartnäckigkeit.
Tatverdächtiger wird heute dem Haftrichter vorgeführt
6.24 Uhr: Der 19-jährige Tatverdächtige, der am Sonntagabend seinen 37-jährigen Schwager bei einem Familienstreit im Mössinger Stadtteil Belsen wohl tödlich verletzt hatte, wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Er stellte sich am gestrigen Montag der Polizei in Stuttgart.
Der Nahverkehr und die allmorgendliche Enge
6.20 Uhr: Die Infektionszahlen schnellen in die Höhe, in der Politik sind wiedergroßflächige Lockdowns im Gespräch. Man könnte meinen, dass Abstände und Maskenpflicht nun wichtiger sind als je zuvor. Luxus, den sich die Schulkinder am Kirchentellinsfurter Bahnhof leider nicht leisten können. Aufgrund von Schienenarbeiten stehen Schulkinder dort in einer unangenehmen Lage.

Fast jeden morgen müssen Kirchentellinsfurter Schulkinder in einen überfüllten Bus steigen, um nach Tübingen zu gelangen.
Aleksandar Mitrevski
Strafbefehl wegen tödlichen Radunfalls ist rechtskräftig
6.16 Uhr: Im Dezember 2020 starb eine 82-Jährige bei einem Unfall mit einem Linienbus. Nun hat der Fahrer den Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung akzeptiert.
OB Boris Palmer spricht sich für allgemeine Impfpflicht aus
6.11 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) spricht sich nun klar für eine allgemeine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus aus. Wie er am Montag auf seiner Facebook-Seite schrieb, sieht er darin den Weg aus der Pandemie-Spirale: „Für mich ist Impfen eine staatsbürgerliche Pflicht. Denn ich weiß, dass nur die Impfung uns alle davor schützen kann, noch viele Monate über allerlei Berufs-, Bildungs- und Begegnungsverbote zu streiten. Nur die Impfung kann unsere Krankenhäuser vor dem Burnout schützen. Nur die Impfung ist angesichts der nie dagewesenen Inzidenz in der Lage, zig tausend Todesfälle zu verhindern.“
Es fänden sich eben immer Menschen, die einer Pflicht nicht nachkämen: „Wo Menschen Pflichten nicht anerkennen, muss der Staat leider auch mit Sanktionen arbeiten.„
489 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Land
6.02 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Wir starten in diesen Dienstag mit dem Blick auf die Pandemie-Zahlen in der Region und im Land.
Kreis Tübingen
- Neuinfektionen: 64
- Gesamtfälle: 13.749
- Sieben-Tage-Inzidenz: 360,2 (-19,7)
- Todesfälle: 198 (+3)
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 27 (13)
Kreis Reutlingen
- Neuinfektionen: 199
- Gesamtfälle: 21.395
- Sieben-Tage-Inzidenz: 435,1 (+29,5)
- Todesfälle: 307 (0)
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 36 (4)*
Baden-Württemberg
- Hospitalisierungsinzidenz: 5,8
- Corona-Patienten auf Intensivstationen: 489 (+32)
- Sieben-Tage-Inzidenz: 459,4 (+5,3)
*Zahlen vom Freitag
Corona: infiziert, genesen, gestorben
Infogram
Das Wichtigste vom Tag
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.
In eigener Sache: