Busverkehr in Tübingen: „Bis ans Maximum ausgelastet“

Wäre das Busfahren doch auch in der Wirklichkeit so idyllisch wie auf diesem Bild, das wie eine Miniaturansicht wirkt.
Jonas Bleeser/Archiv- Das Bündnis T.ü.B.u.S. fordert eine bessere Busanbindung zu Kliniken und Morgenstelle in Tübingen.
- Stadtwerke und Tübus lehnen eine höhere Taktung ab – Infrastruktur und Haltestellen sind ausgelastet.
- Zusätzliche Expressverbindungen seien aus Kostengründen nicht umsetzbar, so die Stellungnahme.
- Tübus plant bis 2027 knapp 60 % E-Busse und Hybridfahrzeuge, gefördert durch Fördermittel.
- Eine Kapazitätserweiterung des Busverkehrs sei wirtschaftlich nicht darstellbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eins vorweg: Eine höhere Taktung bei den Bussen wird es nicht geben. Das hatte Anfang Dezember das „Bündnis T.ü.B.u.S.“ in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Boris Palmer, den Gemeinderat, sowie die Stadtwerke Tübingen gefordert. Das Bündnis – ein Zusammenschluss aus Studierenden der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen – forderte unter anderem eine höhere Taktung zu Stoßzeiten, insbesondere in den ersten vier Wochen des Semesters zwischen 7.30 und 8.15 Uhr. Außerdem wolle man die Rücknahme oder Reduzierung von Kürzungen.
Ökologischer soll es aber werden
In der Stellungnahme, die nun von den Stadtwerken Tübingen und der Tübus GmbH verschickt wurde, wird auf jede Forderung des Bündnisses eigens eingegangen. Zu der höheren Taktung während der Stoßzeiten heißt es: „Die Infrastruktur im Straßenraum und an den Haltestellen ist bereits bis ans Maximum ausgelastet. Erfahrungsgemäß verteilen sich die Fahrgastmassen über die nachfolgenden Wochen auf die alternativ angebotenen Linien von und zum Hauptbahnhof. Wir bedauern die punktuellen Unzulänglichkeiten und versichern, das bereits maximal mögliche Fahrplanangebot für diesen Zeitraum bereitgestellt zu haben.“
Auch mit den weiteren Punkten wird das Bündnis nicht zufrieden sein. Zusätzliche beziehungsweise direkte Expressverbindungen seien aus Kostengründen nicht machbar. „Die Einrichtung zusätzlicher und Kosten steigernder Expressverbindungen sind vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation von Universitätsstadt Tübingen, Stadtwerken und Tübus nicht darstell- und leistbar. Allenfalls eine Finanzierung über Mittel des Landes könnte eine Verbesserung ermöglichen. Hierfür sehen wir jedoch keinen Ansatzpunkt.“ Tübus habe in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich in Angebotsverbesserungen und technische Infrastruktur beim ÖPNV investiert, heißt es weiter.
Tübus setze trotz des Ziels, das Defizit zu reduzieren, die 2019 begonnene Elektrifizierung der kompletten Busflotte weiter fort. „Mithilfe von Fördermitteln beabsichtigt Tübus, bis 2027 den Anteil der E-Busse in der Flotte auf knapp 60 Prozent auszubauen und beim restlichen Teil ausschließlich Hybrid- oder Mild-Hybrid-Fahrzeuge einzusetzen. Die dafür notwendige Ladeinfrastruktur, die ebenfalls mithilfe von Fördermitteln, plus zusätzlichen eigenen Investitionen, seitens SWT/Tübus umgesetzt werden soll, ist auch bereits in Planung. Eine darüber hinausgehende Kapazitätserweiterung ist für Tübus nicht leist- und darstellbar.“

