Aus Sorge um Sommerschlussverkauf: AfD sagt Demonstration in Tübingen ab – Palmer willigt in Podiumsdiskussion ein

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.
Bernd Weißbrod/dpa- AfD sagt geplante Demo in Tübingen am 19. Juli nach Kritik des Einzelhandels ab.
- Einzelhändler befürchteten Umsatzeinbußen durch Störungen beim Sommerschlussverkauf.
- Oberbürgermeister Boris Palmer stimmt einer öffentlichen Diskussion mit der AfD im September zu.
- Palmer betont, dass Dialog und Argumente zentrale Instrumente der Demokratie seien.
- Die AfD akzeptiert die Absage der Demo im Tausch gegen die Debatte mit Palmer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die für den 19. Juli geplante Demonstration der AfD in der Tübinger Innenstadt ist abgesagt. Stattdessen hat sich Oberbürgermeister Boris Palmer bereit erklärt, an einer öffentlichen Diskussion mit AfD-Abgeordneten teilzunehmen. Der Termin dafür soll im September liegen. Zuvor hatten, so teilt die städtische Pressestelle mit, Tübingens Einzelhändler Alarm geschlagen. Sie befürchteten demnach Umsatzeinbußen zum Start des Sommerschlussverkaufs – durch Demonstration, Gegendemonstrationen, Verkehrsstörungen und Polizeieinsatz.
Eine Verlegung der Demo sei rechtlich nicht möglich, daher wandte sich Palmer an die AfD. Deren Abgeordneter Sandro Scheer lehnte zwar eine Verschiebung ab, schlug aber als Alternative die Absage der Kundgebung gegen eine Debatte mit Palmer vor. In der Presseerklärung hieß es am Freitagvormittag: „In der Abwägung der Vor- und Nachteile hat sich der Tübinger Oberbürgermeister bereiterklärt, eine Diskussion mit AfD-Abgeordneten zu führen. Dies entspricht seiner langjährigen Grundüberzeugung, dass Diskussion und Argumente in der Demokratie auch dann die richtigen Instrumente der Auseinandersetzung sind, wenn eine Partei vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft ist, aber nicht verboten.“ Daher hat die AfD die Demonstration nun abgesagt.
