„Hier sind wir zu Hause“ in Braunsbach: „Es ist wie Urlaub hier“

Max und Sandra Scheuermann mit ihren beiden Töchtern Lea (7) und Jule (5) vor ihrem Haus in der Panoramastraße in Braunsbach.
Corinna Janßen- Familie Scheuermann fand in Braunsbach ein Zuhause – Kauf des Hauses und Umzug waren 2018.
- Sport und Kita vernetzten die Familie: Engagement im TSV, Kinder im Ballett und Kindertennis.
- Alltag vor Ort klappt: Laden mit Bäckerei bis 23 Uhr, doch Apotheke und Schreibwaren fehlen.
- Max Scheuermann wurde im Sommer 2024 in den Gemeinderat gewählt und will sich einbringen.
- Kita- und Schulangebot ist ausgebaut: Kinderhaus mit mehreren Gruppen, Grundschule mit fünf Klassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fröhliches Kinderlachen schallt aus einem Garten in der Panoramastraße in Braunsbach. Lea (7) und Jule (5) spielen dort mit ihren Freunden Ball und flitzen über Rasen und Wege. Auf der Terrasse sitzen ihre Eltern Max und Sandra Scheuermann und genießen bei einem Glas Limonade die Kühle des herannahenden Abends mit herrlichem Blick auf die Kochertalbrücke.
Zeitsprung. Es ist das Jahr 2018. Max und Sandra Scheuermann wohnen in Hessental. Ihr erstes Kind ist unterwegs und das Ehepaar hat sich für den Kauf eines Hauses entschieden. Gleich das erste Objekt ist genau, was sie sich vorgestellt haben: Das Haus in der Panoramastraße in Braunsbach passte von Größe, Raumaufteilung und Lage perfekt. „Letztendlich war es nur die Entscheidung: Können wir uns vorstellen, nach Braunsbach zu ziehen?“, erzählt die 38-Jährige. Das Ehepaar hatte die Kochertalgemeinde bis dahin nicht auf dem Schirm. „Ich kannte Braunsbach so gut wie gar nicht, außer von dem Thema Sturzflut“, erzählt Sandra Scheuermann.
Viel beschäftigt mit neuem Haus und Baby
„Wir haben uns dann für den Neubau und damit für Braunsbach entschieden“, berichtet sie weiter. Im Juni 2018 ist das Paar eingezogen, im August kam ihre erste Tochter Lea zur Welt. Die ersten Monate hatten die Scheuermanns mit Baby, der Einrichtung und dem Anlegen des Gartens viel zu tun. „Am Anfang waren wir gebunden mit Lea, dann hat über die Corona-Zeit wenig stattgefunden“, erinnert sich Max Scheuermann.
Erst nach der Corona-Pandemie änderte sich für die Familie die Situation. Das Paar trat in den TSV Braunsbach ein. „Mittlerweile sind wir beide als Übungsleiter tätig“, verrät die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die heute als medizinische Fachangestellte in einer Arztpraxis in Künzelsau tätig ist. Max Scheuermann ist im Bereich Business Development bei der Firma Optima in Schwäbisch Hall beschäftigt. Beim TSV ist Max Scheuermann Jugendtrainer im Volleyball und im TSV-Ausschuss, seine Frau Kinder- und Jugendtrainerin im Tennis. Der 38-Jährige spielt neben Volleyball auch aktiv in der Herrenmannschaft Tennis und Sandra Scheuermann ist Teil der Damenmannschaft. „Was ich von Anfang an toll fand: Der TSV hat ein sehr vielfältiges Angebot an Breitensport.“ Lea und Jule sind im Ballett und im Kindertennis.
In der Geislinger Krabbelgruppe für bis zu Dreijährige lernte Sandra Scheuermann die ersten Mütter kennen. Ein großer Schritt sei aber dann der Kindergarten gewesen, „weil man da zu den anderen Familien den richtigen Kontakt bekommen hat“. Durch Sportverein und Kita entstanden viele weitere Bekannt- und Freundschaften.
Alles für täglichen Bedarf vorhanden
Ist Braunsbach ein attraktiver Wohnort? „Von der Panoramastraße fußläufig zu Kindergarten und Schule ist natürlich toll, vor allem, weil die Parkplatzsituation im Ort nicht so der Renner ist“, sagt Sandra Scheuermann schmunzelnd. Für den täglichen Bedarf sei alles vorhanden: „Wir haben unten in der Ortsmitte den Lebensmittelladen mit Bäckerei, wo wir bis 23 Uhr einkaufen können.“ Der Haupteinkauf werde einmal wöchentlich außerhalb gemacht. Bedauerlich sei, dass es Apotheke und Schreibwarenladen in Braunsbach nicht mehr gebe. Lea geht mittlerweile in die Schule. „Es wäre geschickt, kurz mal bei Bedarf etwa ein neues Schulheft einzukaufen.“
Bewerten Sie die Gemeinde Braunsbach
Beteiligen Sie sich an der Aktion „Hier sind wir zu Hause“ und vergeben Sie Schulnoten für die Gemeinde. Das ist online möglich, unter www.swp.de/hallertagblatt/umfrage. Zudem haben Sie am Donnerstag (23. Juli) beim HT-Leserfest (Beginn 18 Uhr) auf dem Marktplatz noch einmal Gelegenheit, anonym Ihre Noten zu vergeben. Die Ergebnisse der Befragung werden anschließend im Haller Tagblatt veröffentlicht.
Dass Familie Scheuermann mittlerweile in Braunsbach angekommen und auch bekannt ist, zeigt sich an Max Scheuermanns Wahl zum Gemeinderat im Sommer 2024. „Mir war es von Anfang an nur deshalb ein Anliegen, in das Gremium zu kommen, weil ich eine gesunde und normale Meinung, wie ich sie für mich empfinde, gerne einbringen wollte.“ Auch wollte er etwas zurückgeben und nicht immer nur meckern. Kommunalpolitische Erfahrung hatte der Wahl-Braunsbacher davor nicht.
Das Heimatgefühl hat sich bei Max Scheuermann eingestellt, seit er mit dem Fahrrad im Kochertal unterwegs ist. Den Slogan „Perle des Kochertals“ habe Braunsbach verdient. „Es ist wie Urlaub hier.“ Das Weitläufige, die viele Natur rundherum schätze er sehr.
„Ich bin angekommen und fühle mich auch wohl“, sagt Sandra Scheuermann. Ihre Kontakte sind für sie ausschlaggebend für ein gutes Lebensgefühl. Lea und Jule seien vor allem durch den Sportverein gut integriert. Und auch die Töchter pflegen ihre Kontakte. Eine Herausforderung sei dabei aber die weitläufige Flächengemeinde, betont Max Scheuermann. Was findet Jule in Braunsbach toll? „Hmm“, überlegt sie und meint dann: „Meine Freunde!“ Lea pflichtet ihr eifrig bei. Aber natürlich lieben die beiden auch ihren Sport.
Das Angebot an Festen und Aktionen in der Gemeinde und in den Teilorten finden die Scheuermanns ausreichend und so gut verteilt, dass „man gar nicht mehr nach Hall muss“. Und was fehlt in Braunsbach? „Eine der Größe des Sportvereins und der Gemeinde angemessene Mehrzweckhalle“, überlegt das Paar.
Schwerpunkt Familie in der Gemeinde Braunsbach – Daten und Fakten
Krippen/Kindergärten: In der Gemeinde Braunsbach gibt es das Kinderhaus Braunsbach. Es besteht aus dem Neubau in der Schulstraße mit drei Ü3-Gruppen, dem nebenan liegenden Leonhard-Prosi-Gebäude mit einer Ü3-, einer Ü2-Gruppe und einer Kleinkindgruppe (Ein- bis Dreijährige). Im Zwergenstüble, das ebenfalls in der Schulstraße liegt, ist eine weitere Kleinkindgruppe untergebracht. Um die Kitakinder kümmern sich 23 Fachkräfte, davon sieben im Kleinkindbereich. Im Ortsteil Bühlerzimmern befindet sich ein eingruppiger Waldkindergarten in freier Trägerschaft für Kinder ab drei Jahren.
Schule: Die Grundschule Braunsbach, die sich oberhalb des Kinderhauses in der Schulstraße befindet, besuchen derzeit 93 Schüler und Schülerinnen in fünf Klassen. Elf Lehrkräfte sind dort tätig. Grundschule und Kinderhaus sind zertifiziert als „Bildungshaus 3-10“.


