Bundeskanzler zu Besuch: Olaf Scholz würdigt Reinhold Würths Lebenswerk

Bundeskanzler Olaf Scholz besucht Reinhold Würth und die Unternehmenszentrale in Künzelsau. Bei der Führung mit dabei sind Betriebsratsvorsitzende Katharina Herz-Dessecker (links) und Thomas Wahl, Geschäftsführer der Logistikabteilung Adolf Würth GmbH & Co. KG.
Uwe Anspach/dpaVom Zwei-Mann-Betrieb zum Weltmarktführer mit über 88.000 Beschäftigten: Diese beeindruckende Unternehmensgeschichte ist das Lebenswerk von Professor Reinhold Würth. Am 1. Oktober feierte der Unternehmer sein 75. Arbeitsjubiläum. An den Feierlichkeiten nahmen neben Freunden und Familie auch zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. So erhielt der Bundeskanzler am Nachmittag Einblicke in das Logistikzentrum der Adolf Würth GmbH. Am frühen Abend hielt er eine Festrede.
Im Anschluss daran verkündetet Reinhold Würth einen wichtigen Schritt: „Zum 1. Januar 2025 werde ich den Vorsitz im Stiftungsaufsichtsrat an meinen Enkel Benjamin abgeben. Als Ehrenvorsitzender werde ich sicherlich noch manchmal aus dem Hintergrund ,mitmeckern', aber Benjamin ist die Zukunft unseres Konzerns.“
Leidenschaft fürs Unternehmen
Die Erfolgsgeschichte der Würth-Gruppe begann Mitte des letzten Jahrhunderts: Adolf Würth gründete 1945 in Künzelsau die Schraubengroßhandlung. Immer an seiner Seite: Sohn Reinhold, der im Lager die Schrauben einsortierte und die Päckchen mit dem Leiterwagen für den Versand zum Künzelsauer Bahnhof brachte. Am 1. Oktober 1949 trat Reinhold Würth offiziell ins väterliche Unternehmen ein – als zweiter Mitarbeiter und erster Lehrling.
Nach dem unerwarteten Tod des Vaters übernahm der gerade einmal 19-Jährige den Betrieb. Mit Weitsicht und visionärem Denken entwickelte Reinhold Würth den kleinen Betrieb zu einem weltweit tätigen Konzern mit über 400 Gesellschaften und einem Umsatzvolumen von über 20 Milliarden Euro.