Feuerwehr-Großeinsatz in Bühlerzell: Scheune durch Brand zerstört

Die Scheune in Wurzelhof ist nicht mehr zu retten.
Gottfried Mahling- In Bühlerzell brennt seit Donnerstagmittag eine große Scheune im Wurzelhof.
- Die Feuerwehren halten den Vollbrand unter Kontrolle – Nachbargebäude sind gesichert.
- Verletzt wurde niemand, in der Scheune lagerten ausschließlich Strohballen.
- Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei 150.000 bis 200.000 Euro.
- Die Ursache ist noch unklar, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der heutige 9. April ist einer der schlimmsten Tage in der langen Geschichte des Bauernhofs von Familie Gall. Eine große, weithin sichtbare Rauchwolke steigt am Nachmittag über dem Weiler Wurzelhof zwei Kilometer westlich von Bühlerzell auf. Eine Scheune, in der Stroh und Maschinen gelagert werden, steht in Vollbrand. Die Feuerwehren von Bühlerzell, Bühlertann, Obersontheim und Frankenhardt rücken gegen 13.30 Uhr zum Wurzelhof aus. Auch ein Atemschutzfahrzeug der Schwäbisch Haller Feuerwehr wird angefordert. Insgesamt sind rund 110 Einsatzkräfte vor Ort.

Mehr als 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
Gottfried Mahling„Die erste Herausforderung war, die Löschwasserversorgung aufzubauen“, berichtet Bühlerzells Feuerwehrkommandant Patrick Rechtenbacher gegen 16.30 Uhr, als der Brand bereits unter Kontrolle ist. Unter anderem wird Wasser aus einem anderthalb Kilometer entfernten Teich bis zum Wurzelhof gepumpt. „Gut, dass wir hier in der Nähe vor zwei Jahren eine Waldbrandübung absolviert haben und das Terrain gut kannten“, so Rechtenbacher. Neben den Feuerwehr-Kameraden kommen auch zahlreiche andere Landwirte aus der Umgebung zu Hilfe. Ihre Güllefässer werden zu Löschtanks umfunktioniert. Somit stehen Tausende Liter zusätzliches Wasser zur Verfügung.
Nachdem Familie Gall das Feuer bemerkt hat, treibt sie die 35, in einem Nachbargebäude der brennenden Scheune untergebrachten Kühe sofort auf die Weide. Weder Tiere, noch Menschen werden durch den Brand verletzt. Die Scheune kann jedoch nicht gerettet werden. Die verkohlte Gebäudehülle wird bereits während der Löscharbeiten von einem Bagger der Firma Fischer aus Untermünkheim-Enslingen abgerissen. Der mit Atemschutzmaske ausgestattete Baggerfahrer holt immer wieder noch brennendes Stroh aus den Überresten der Scheune, das dann von Feuerwehr-Kameraden gelöscht wird.

Ein Bagger der Firma Fischer aus Enslingen räumt Stroh aus der qualmenden Ruine und reißt sie ein.
Gottfried MahlingDie Polizei schätzt den Sachschaden auf 150.000 bis 200.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Glück im Unglück: Weitere Teile des landwirtschaftlichen Gebäude-Ensembles werden nicht beschädigt. Nun hofft Familie Gall, die ihre Milch an die Dorfkäserei Geifertshofen liefert und bereits mit dem Agrarkulturpreis ausgezeichnet wurde, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt.
„Wir haben bislang keine Erklärung, wie der Brand entstehen konnte“, sagt Senior-Chefin Sabine Gall gegenüber unserer Zeitung. „Wir haben unsere Maschinen für die Aussaat bereit gemacht und dann das.“ Erst am Vormittag hätten noch Kindergartenkinder den Kuhstall besichtigt. Besonders dankbar ist sie für die große Solidarität der anderen Landwirte und den schnellen, umsichtigen Einsatz der Feuerwehr.
Erst im vergangenen Sommer hatte es ganz in der Nähe auf einem Acker bei Imberg gebrannt. Eine Ballenpresse ging damals in Flammen auf.

Zahlreiche Landwirte unterstützen mit ihren mit Wasser gefüllten Güllefässern die Löscharbeiten.
Gottfried Mahling