Stammzellspende nach Krebsdiagnose: Tobias (34) will leben – Registrierungsaktion am 21. Februar

Tobias aus Starzach will leben. Hier auf dem Bild mit seiner Hündin Tiffany.
Privat- Tobias (34) aus Starzach hat seit November 2025 Leukämie und braucht dringend Stammzellen.
- Registrierung am 21. Februar, 10–15 Uhr, Mehrzweckhalle Wachendorf, „Tobias will leben“.
- Online registrieren: www.dkms.de/tobias; Wangenabstrich, Einwilligung, Set zügig zurücksenden.
- Spendenkonto: DKMS Donor Center gGmbH, IBAN DE81 7004 0060 8987 0009 58, Verwendungszweck: Tobias.
- DKMS: 13 Mio. registriert (8 Mio. in DE), 130.000 Spenden; 2026 scheiden 160.000 altersbedingt aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Durch einen Zufallsbefund erhielt Tobias im November 2025 die Diagnose Leukämie. Die Nachricht riss den 34-jährigen Fleischfachverkäufer aus dem Leben, so wie er es bisher kannte. Er liebe seinen Beruf, die Zeit mit der Kundschaft, das Spielen mit Hündin Tiffany, die Besuche bei seiner Nichte und seinen zwei Neffen. Der Starzacher hofft, in dieses Leben zurückzukehren. Dafür benötigt er dringend eine Stammzellspende.
Um einen passenden Spender zu finden, setzen seine Familie und Freunde gemeinsam mit dem DRK Starzach und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) nun alle Hebel in Bewegung. „Familie ist das größte Geschenk und wir haben nur uns. Unsere Eltern und ich beten seit drei Monaten täglich, dass der erlösende Anruf kommt und ein passender Spenderin für Tobias gefunden wird”, sagt seine Schwester.
Eine Chance auf Heilung hat Tobias nur, wenn es gelingt, einen passenden Spender zu finden. Dieser muss dieselben Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) aufweisen, sozusagen Tobias’ genetischer Zwilling sein. Je mehr Menschen sich für als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen, desto größer seine Chance, seinen „Zwilling“ zu finden. Durch die Vielzahl an HLA-Merkmalen ergeben sich unzählige verschiedene Kombinationen, was die Suche erschwert.
Wer kann Spender werden?
Gesunde Personen im Alter von 17 bis 55 Jahren rufen das DRK und die DKMS dazu auf, sich als potenzielle Spender zu registrieren. Dies ist entweder online über www.dkms.de/tobias per Bestellformular für ein Registrierungsset möglich oder aber persönlich am 21. Februar in der Mehrzweckhalle (Imnauer Straße 50, Starzach-Wachendorf). Dort läuft von 10 bis 15 Uhr die Aktion „Tobias will leben“.
Bei der Registrierung wird zunächst ein Wangenabstrich mit drei Wattestäbchen entnommen. Anschließend muss eine Einwilligungserklärung unterschrieben werden. Wer dies zu Hause selbst in die Hand nimmt, sollte das Set anschließend möglichst schnell – idealerweise innerhalb von 14 Tagen – per Post an die DKMS wieder zurücksenden.
Finanziell unterstützen
Auch eine Geldspende kann Leben retten, da der gemeinnützigen DKMS für die Neuaufnahme jedes Spenders beziehungsweise jeder Spenderin Kosten von 50 Euro entstehen. Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden: Empfänger: DKMS Donor Center gGmbH, IBAN: DE81 7004 0060 8987 0009 58, Verwendungszweck: Tobias.
„Selbstverständlich übernehmen wir innerhalb festgelegter Beitragsgrenzen sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit der Stammzellspende oder Voruntersuchung anfallen, zum Beispiel die Anreise und Übernachtung“, schreibt die DKMS in Zusammenhang mit Tobias’ Fall.
Bereits registrierte Spenderinnen und Spender müssen sich nicht erneut anmelden. Nach Abschluss der Registrierung werden die pseudonymisierten Daten für die weltweite Spendersuche bereitgestellt. Grundsätzlich ist eine Stammzellspende ab dem 18. bis zum 61. Lebensjahr möglich.
Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit möglichst vielen Blutkrebspatienten zu helfen. Nach eigenen Angaben sind derzeit13 Millionen Menschen registriert, davon 8 Millionen in Deutschland. Etwa 130.000 Stammzellspenden konnten bereits vermittelt werden. Diese Spenden seien bislang in rund 60 Länder gelangt.
160.000 Spender fallen altersbedingt aus Kartei
Trotz dieser Erfolge finden jedoch weiterhin viele Erkrankte keinen passenden Spender. Hinzu kommt, dass im Jahr 2026 aufgrund der Altersgrenzen mehr als 160.000 Spender aus dem Register ausscheiden werden.
Bei der peripheren Stammzellenentnahme, die in über 90 Prozent der Fälle angewandt wird, werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren (Apherese) aus dem Blut gewonnen. Der Arzt legt dazu jeweils einen Zugang in beide Armvenen, ähnlich einer Dialyse. Zuvor erhalten alle Spender über fünf Tage hinweg ein Medikament mit dem Wachstumsfaktor G-CSF. Der hormonähnliche, körpereigene Stoff G-CSF sorgt für eine vermehrte Produktion von Stammzellen und deren Ausschwemmung in die Blutbahn.
Die periphere Stammzellentnahme dauert normalerweise drei bis höchstens fünf Stunden. In der Regel können die Spender die Entnahmeklinik noch am selben Tag verlassen.
Die Knochenmarkentnahme wird in 10 Prozent der Fälle angewandt. Bei dieser Methode werden dem Spender unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm zirka 5 Prozent des Knochenmarks entnommen. Dieses regeneriert sich innerhalb weniger Wochen wieder. Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz entstehen, ähnlich dem einer Prellung. Zur Knochenmarkentnahme bleibt die Spenderin oder der Spender für zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Anschließend sollten nach Rücksprache mit der Entnahmeklinik ein paar Erholungstage zu Hause eingeplant werden. „Das Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering“, betont die DKMS. In Einzelfällen könne es wie bei jedem chirurgischen Eingriff zu Infektionen, Blutergüssen oder Wundheilungsstörungen kommen.

