Brand in Wohnhaus ausgebrochen: Feuerwehreinsatz in Rottenburger Altstadt – fünfköpfige Familie ist obdachlos

Die Drehleiter brachte die Einsatzkräfte auf Höhe des Dachstuhls. Doch von außen ließ sich das Feuer in dem verwinkelten Altstadthaus schwer löschen.
Angelika Bachmann- Freitagabend brannte ein Fachwerkhaus in der Rottenburger Innenstadt.
- Alarm um 18.55 Uhr, Einsatz in der Engelgasse begann.
- Fünfköpfige Familie gerettet, nach ersten Angaben unverletzt.
- Löscharbeiten schwierig: enge Altstadt, Drehleiter kaum manövrierbar.
- Wohnung unbewohnbar; Familie vom DRK betreut, Notunterkunft geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Feuerwehrfahrzeug mit der Drehleiter passte gerade so um die Ecke, dort wo die Engelgasse in den Weg „Rotes Meer“ mündet. Die Rottenburger Feuerwehrleute sind es ja gewohnt, Einsätze in den engen Altstadtgassen zu meistern. So eng dürfte es allerdings noch selten zugegangen sein wie am Freitagabend, als im Dach des Gebäudes im „Roten Meer“ ein Feuer ausgebrochen war. Gegen 18.55 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Als die Einsatzkräfte der Abteilungen Stadtmitte und Kiebingen vor Ort waren, hatte die Familie, die in dem Haus wohnt, das Gebäude bereits verlassen.
Dorthin zurückkehren können sie vorerst nicht: Die fünfköpfige Familie, eine Mutter und vier Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren, ist durch das Feuer obdachlos geworden, alle blieben aber unverletzt. Sie wurden vor Ort von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Die Stadtverwaltung kümmere sich um eine Unterkunft für die Familie, sagte Oberbürgermeister Stephan Neher, der ebenfalls zum Brandort geeilt war.
Enge Gassen erschweren Löscharbeiten
Die Löscharbeiten am vierstöckigen Gebäude gestalten sich äußerst schwierig. Die Altstadt ist in diesem Bereich besonders eng. Als die Feuerwehr eintraf, standen die Zimmer im Dachgeschoss in Flammen. Das offene Feuer war bald eingedämmt, aber auch zwei Stunden nachdem die Feuerwehr angerückt war, quoll noch dunkler Rauch aus den Fensteröffnungen. Da hatte die Feuerwehr bereits versucht, mit Löschangriffen über die Drehleiter den Brand vollends zu löschen. Mit einer Lanze wurde das Dach stellenweise geöffnet. Zwischendurch waren immer wieder Atemschutztrupps ins Gebäudeinnere vorgedrungen. Doch das Feuer hatte sich in den Dachbalken festgefressen. Und von der Drehleiter aus, kamen die Einsatzkräfte dem Brandherd nicht bei. Im verwinkelten Innenbereich der Wohnung kamen die Feuerwehrleute mit der Brandbekämpfung ebenfalls nur mühsam voran.
„Von innen wäre es einfacher“, sagte Stadtbrandmeister Marian Meyer gegen 22 Uhr. Sonst müsse man das Dach großflächig öffnen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt bereits fraglich, ob es noch sicher wäre, Leute ins Innere des Hauses zu schicken. Mittlerweile war das Technische Hilfswerk (THW) Ofterdingen vor Ort und baute ein Messsystem auf. Dieses vermisst millimetergenau das Gebäude und registriert damit kleinste Bewegungen der Wände. Je nach Messung wolle man entscheiden, wie man weiter vorgehe, sagte Meyer. In der Nacht werde es, wenn das Feuer gelöscht ist, eine Brandwache geben, damit eventuell versteckte Glutnester nicht erneut aufflammen können.
Zu Spitzenzeiten war die Feuerwehr mit elf Fahrzeugen und 48 Einsatzkräften vor Ort. Die Fahrzeuge mussten sich freilich, dirigiert von der Einsatzleitung, auf verschiedene rundum liegende Gassen verteilen. Von der Stadtlanggasse aus etwa wurde das Nachbarhaus abgesichert, dessen Dachkante gerade mal eine Handbreit vom brennenden Gebäude entfernt war. Ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Häuser konnten die Einsatzkräfte verhindern.
Zur genauen Brandursache und zur Schadenssumme konnte die Polizei am Abend noch keine Angaben machen.






