Neues Denkmal in Reutlingen: 300 Jahre nach dem Stadtbrand — Gedenkstele in Reutlingen enthüllt

Oberbürgermeister Thomas Keck (links), Kulturamtsleiterin Anke Bächtiger (Mitte) und Hans Hammann, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Reutlingen (rechts), enthüllten die neue Gedenkstele neben der Nikolaikirche.
Mathias Grimm- Neue Gedenkstele in Reutlingen erinnert an den Stadtbrand von 1726.
- Die 3,50 Meter hohe Stahlskulptur steht neben der Nikolaikirche.
- Oberbürgermeister Thomas Keck betonte Leid und Zusammenhalt der Stadt.
- Die Bürgerstiftung finanzierte das Werk der Künstlerin Susanne Immer.
- Eine limitierte Stadtbrandmappe ist im Heimat- und Naturkundemuseum erhältlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Genau 300 Jahre nach dem verheerenden Stadtbrand erinnert nun eine Gedenkstele neben der Nikolaikirche an die Katastrophe von 1726. Die 3,50 Meter hohe Stahlskulptur „Lodernde Flammen – Schweigende Schatten“ der Reutlinger Künstlerin Susanne Immer wurde am Samstag feierlich enthüllt. Sie steht nahe jener Stelle, an der am 23. September 1726 das Feuer ausbrach, das fast die gesamte damalige Stadt in Schutt und Asche legte.
Oberbürgermeister Thomas Keck erinnerte bei der Einweihung an das Leid, das der Brand über zahlreiche Familien brachte. Zugleich habe die Katastrophe den Zusammenhalt der Reutlinger deutlich gemacht. Ohne finanzielle Hilfen hätten die Menschen damals ihre Häuser wiederaufgebaut. Auch beim Brandschutz zog die Stadt Konsequenzen: Dachgiebel mussten fortan größere Abstände aufweisen, Fachwerkfassaden wurden zum Schutz vor Funkenflug verputzt.
Mit der neuen Gedenkstele soll die Erinnerung an das Unglück dauerhaft wachgehalten werden. Die Idee dazu geht auf Helmut Kober zurück. Das Kunstwerk verbinde die Vergangenheit mit der Gegenwart und sei zugleich ein Zeichen für künftige Generationen, betonte Keck. Die Skulptur soll dabei nicht nur an die Zerstörung erinnern, sondern auch den Wiederaufbau und den Zusammenhalt der Stadt würdigen.

Friedemann Dähn begleitete die feierliche Einweihung der Gedenkstele mit seinem E-Cello musikalisch.
Mathias GrimmFinanziert wurde das Kunstwerk vollständig von der Bürgerstiftung Reutlingen. Deren Vorstandsvorsitzender Hans Hammann nahm ebenso an der Einweihung teil wie Kulturamtsleiterin Anke Bächtiger und die Künstlerin selbst. Musikalisch begleitet wurde die Feier von Friedemann Dähn am E-Cello, der die Geräuschkulisse des Brandes in Musik verwandelte.
Keck bezeichnete die Stele als „Ort des Erinnerns, aber vor allem ein Symbol für den starken Zusammenhalt unserer Stadt“. Zum Jubiläum hat das Kulturamt außerdem eine limitierte Stadtbrandmappe herausgegeben. Sie enthält historische Drucke aus der Zeit der Katastrophe sowie eine von Susanne Immer gestaltete Originalgrafik. Erhältlich ist die Mappe im Heimatmuseum und im Naturkundemuseum.

Die Reutlinger Künstlerin Susanne Immer erläuterte bei der Einweihung die Idee hinter ihrer Stahlskulptur „Lodernde Flammen – Schweigende Schatten“.
Mathias Grimm
