Landtagswahl am 8. März: Reutlingen im Endspurt für den Wahlsonntag

Am Wahlabend werden auch in Reutlingen die Briefwahlstimmen ausgezählt – zentral im Rathaus am Marktplatz. Bereits rund 17.000 der etwa 76.000 Wahlberechtigten in der Stadt haben ihre Stimme vor dem Wahltag per Post abgegeben.
Bernd Weißbrod/dpa (Symbolfoto)- Reutlingen bereitet die Landtagswahl am Sonntag vor; 62 Urnenwahllokale, 40 Briefwahlbezirke
- Rund 17.000 von etwa 76.000 Wahlberechtigten wählten bereits per Brief
- Auszählung ab 18 Uhr: Urnen vor Ort, Briefwahl zentral im Rathaus am Marktplatz
- 900 Wahlhelfer im Einsatz; Entschädigung: Wahlvorstände 150 Euro, Beisitzer 100 Euro
- Drei Wahllokale verlegt; Kosten bisher rund 142.000 Euro; Ergebnisse online einsehbar
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur noch wenige Tage sind es bis zur Landtagswahl am Sonntag. In der Reutlinger Stadtverwaltung laufen die Vorbereitungen dafür bereits seit Monaten. Nach Angaben des Hauptamts gilt die Organisation diesmal als gut planbar – deutlich ruhiger als bei kurzfristig angesetzten Wahlen der vergangenen Jahre.
Im Stadtgebiet von Reutlingen werden insgesamt 62 Urnenwahllokale eingerichtet. Dort können Wahlberechtigte am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr ihre Stimme abgeben. Parallel dazu gibt es 40 Briefwahlbezirke; deren Stimmen werden zentral im Rathaus ausgezählt. Direkt nach Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählung: In den einzelnen Urnenbezirken werden die Stimmzettel vor Ort sortiert und ausgezählt, während die Briefwahlunterlagen im Rathaus am Marktplatz gesammelt und nach einem festgelegten Verfahren ausgewertet werden.
Damit der Wahlsonntag reibungslos funktioniert, setzt die Stadtverwaltung auf eine große Zahl freiwilliger Helfer. Etwa 900 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sind im Einsatz. Sie arbeiten am Wahltag ehrenamtlich, erhalten jedoch eine Aufwandsentschädigung: Wahlvorstände bekommen 150 Euro, Beisitzer 100 Euro.
Ein Teil der Helfer stammt aus der Stadtverwaltung selbst, viele kommen aber auch aus der Bürgerschaft. 374 der eingesetzten Kräfte sind keine Mitarbeitenden der Stadt, sondern engagieren sich freiwillig für die Durchführung der Wahl.
Ein erheblicher Teil der Stimmen wurde bereits vor dem eigentlichen Wahltag abgegeben. Nach Angaben des Wahlamts haben rund 17.000 Reutlingerinnen und Reutlinger Briefwahl beantragt und ihre Stimme bereits abgeschickt.
Briefwahl: Zeit ist knapp
Wahlscheinanträge nimmt das Wahlamt noch bis zum Freitag, 6. März, 15 Uhr, entgegen. Wer Briefwahlunterlagen beantragt hat, diese aber noch nicht erhalten hat, kann bis Samstag, 7. März, 12 Uhr, unter Telefon 07121 303-5500 Ersatz anfordern. Bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung ist dies ausnahmsweise sogar noch bis Sonntag, 15 Uhr, möglich.
Die roten Wahlbriefe können noch bis Sonntag, 18 Uhr, in die Briefkästen des Rathauses am Marktplatz 22 eingeworfen werden. Eine Abgabe in den Bezirksämtern ist so kurz vor der Wahl nicht mehr möglich.
Kosten sind sechsstellig
Die Durchführung einer Wahl ist für die Kommune auch finanziell mit Aufwand verbunden. Nach Angaben des Hauptamts wurden für Organisation, Personal, Druck und Logistik bislang rund 142.000 Euro aufgewendet. Die endgültigen Gesamtkosten stehen allerdings noch nicht fest, da noch nicht alle Rechnungen abgerechnet sind. Auch die Höhe der Erstattungen durch das Land ist derzeit offen. Klar ist jedoch: Die Erstattung deckt voraussichtlich nicht alle Ausgaben der Stadt.
Wenn am Sonntag um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnt die Auszählung der Stimmen. Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken werden anschließend fortlaufend veröffentlicht. Bürgerinnen und Bürger können den Stand der Auszählung online auf der Internetseite der Stadt verfolgen.
Insgesamt sind in Reutlingen nach Angaben der Stadtverwaltung rund 76.000 Menschen wahlberechtigt. Bei der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2021 lag die Wahlbeteiligung bei etwa 60 Prozent.
Drei Wahllokale an neuen Standorten
Gegenüber der Bundestagswahl haben sich die Standorte von drei Wahllokalen geändert. Betroffen ist der Wahlbezirk 012-03: Hier wird statt im Johannes-Kepler-Gymnasium nun in der Theologischen Hochschule Reutlingen in der Friedrich-Ebert-Straße 31 gewählt. Im Wahlbezirk 012-08 befindet sich das Wahllokal statt bei der Bruderhaus-Diakonie nun im städtischen Kindergarten in der Ringelbachstraße 220. In Gönningen betrifft die Änderung den Wahlbezirk 081-02: Dort wird statt in der Roßbergschule im städtischen Kindergarten Gönningen in der Ziegelhüttestraße 9 abgestimmt.


