Die Feuerwehr Reutlingen kann in diesem Jahr auf ihr 175-jähriges Bestehen zurückblicken. Die Reutlinger Wehr gehört damit zu den ältesten im Land – als Gründungsjahr gilt heute der Aufbau des Löschvereins im Jahre 1847, aber auch die Gründung der Rettungsgesellschaft 1826 spielt in der Feuerwehrgeschichte eine große Rolle. Eines ist indes stets gleich geblieben: Ohne die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr wäre es um die Sicherheit der Reutlinger Bürger schlecht bestellt, auch wenn die Berufsfeuerwehr die Ehrenamtlichen heute in vielerlei Hinsicht entlastet.

Geschichte der Feuerwehr Reutlingen

Anlässlich des Feuerwehr-Jubiläums, welches aufgrund der Haushaltskrise der Stadt und der Corona-Pandemie nicht angemessen gefeiert wurde, blicken die Reutlinger Nachrichten in einem kurzen Streifzug auf die Geschichte der Feuerwehr Reutlingen zurück. Viele weitere Informationen gibt es in den Büchern „Feuer aus!“ zum 150-jährigen Jubiläum sowie im aktuellen Jubiläumsband „Wir für Reutlingen“, welche unter anderem direkt bei der Feuerwehr erhältlich sind.

1847 - Die Gründung des Löschvereins

Am 12. März 1847 wandte sich der Reutlinger Zeitungsverleger Gustav Heerbrandt an das ein Jahr zuvor gegründete Durlacher Pompierskorps, das heute als älteste Feuerwehr Deutschlands gilt, mit der Bitte um Informationen über die dortigen Strukturen. Am 1. April nutzte Heerbrandt dann den von ihm herausgegebenen „Reutlinger & Mezinger Courier“, um für den in Gründung befindlichen „Feuer-Lösch- und Rettungs-Verein“ zu werben. 68 Mitglieder, die sich aus der Turngemeinde und dem Leseverein rekrutierten, standen da schon Gewehr bei Fuß. Zum Vegleich: heute umfasst die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte rund 80 Mitglieder, während Reutlingen zur Großstadt angewachsen ist. Hier zählen natürlich auch die Stadtteile hinzu, weshalb die Feuerwehr Reutlingen inzwischen über 420 freiwillige Feuerwehrleute in 13 FF-Abteilungen zählt. Hinzu kommt die Abteilung Berufsfeuerwehr mit rund 80 Feuerwehrbeamten. Der Stadtrat beschloss indes am 14. April 1847, dem neuen Verein zwei Feuerspritzen und 100 Gulden zur Anschaffung von Rettungsapparaten zur Verfügung zu stellen.
Am 18. Oktober 1847 genehmigte der Stadtrat die Vereinssatzung – erster Kommandant wurde Johann Georg Rupp. Gustav Heerbrandt indes, der Initiator der Reutlinger Feuerwehr, fiel als Zeitungsjournalist und überzeugter Demokrat in Ungnade des Königreichs Württemberg und wanderte nach Amerika aus. Bis heute gibt es in Reutlingen keine würdige Erinnerung an Heerbrandt, zuletzt lief 2009 ein Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion, eine Sporthalle nach Heerbrandt zu bennenen, ins Leere. „Heerbrandt scheint in seiner Heimatstadt weitgehend vergessen“, heißt es daher in der Chronik „Feuer aus!“ zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr.

1849 - Lob vom Innenministerium

Im Oktober 1847 offiziell genehmigt, wurde der Löschverein schon im März 1849 vom württembergischen Innenministerium für seinen Einsatz gelobt. Der „Reutlinger Courier“ nahm diese Belobigung zum Anlass, den Löschverein ebenfalls in höchsten Tönen zu loben: „Mit welcher Ruhe, Besonnenheit und Sicherheit diese Mannschaft zu Werke geht, das muss man sehen. Wir wollten, es wäre in jedem Ort ein solches wohlorganisiertes Corps, dem alsdann das Löschen allein überlassen würde. Es würde gewiss viel Schaden verhütet.“
Tatsächlich waren auch weiterhin Löschrotten aus der Bürgerschaft zur Brandbekämpfung verpflichtet, die Freiwilligen des Löschvereins übernahmen allerdings die gefährlichsten Aufgaben und drangen unter anderem in die brennenden Gebäude ein, um Menschen zu retten. Die Mitglieder des Löschvereins waren zudem militärisch organisiert, wählten ihre Führungskräfte und verbesserten die Brandbekämpfung durch Ordnung und Übung.

1854 - Zum Dienst verpflichtet

In der freien Reichsstadt Reutlingen mit ihren bekannten Zünften war das Feuerlöschen lange Zeit eine Aufgabe der Allgemeinheit: Im Notfall hatte Jedermann sich in die Eimerkette einzureihen oder die Flammen mit Feuerpatschen zu bekämpfen. Nach der Gründung des Löschvereins übernahmen Freiwillige diese Aufgabe, doch sank dessen Mitgliederzahl in den Gründungsjahren wieder ab. 1854 wurde daher eine Pflichtfeuerwehr gegründet, in welcher der Löschverein aufging. Kommandant blieb weiterhin Johann Georg Rupp. Die Pflichtfeuerwehr, deren Einrichtung bis heute vielen Kommunen als letzte Option bleibt, wenn sich nicht genügend Freiwillige finden, gab es bis 1885.

1855 - Gut versichert

In Reutlingen wurde eine Unterstützungskasse für die Feuerwehrangehörigen gegründet, um diese im Falle einer nicht unwahrscheinlichen Verletzung im Dienst abzusichern. Heute sind die Feuerwehrleute über die Gemeinde versichert.

1866 - Die Feuerwehr wird bewaffnet

Die Feuerwehr wird bewaffnet: In diesem Jahr initiierte der Kaufmann und Feuerwehrangehörige Georg Finckh die Gründung einer Schutzmannschaft, die als vierte Kompanie in die Feuerwehr integriert wurde. Aufgabe dieser 50-köpfigen Einheit, die von der Stadt mit Gewehren ausgestattet wurde, war es, gerettete Einrichtungsgegenstände aus Brandhäusern zu bewachen und allgemein für Ordnung rund um die Einsätze zu sorgen. Entgegen der Mitgliedschaft in der Pflichtfeuerwehr war die Mitgliedschaft in der 4. Kompanie freiwillig. Aber auch in den übrigen Kompanien gab es stets ein Nebeneinander von Freiwilligen und Verpflichteten – was zu Unfrieden führte.

1885 - Wieder Freiwillige Feuerwehr

Am 15. Februar 1885 beschloss der Gemeinderat die Beendigung der Pflichtfeuerwehr, an deren Stelle die Freiwillige Feuerwehr rückte. Ermöglicht wurde dies unter anderem durch das inzwischen entwickelte Hydrantennetz, welches weniger Personal für die Brandbekämpfung nötig machte. Unmotivierte Pflichtmitglieder gehörten nun der Vergangenheit an, das Ansehen der Feuerwehr in der Bevölkerung stieg. Insbesondere Feuerwehrkommandant Friedrich Zimmer hatte sich für die Umstrukturierung eingesetzt. Allerdings: wer nicht „freiwillig“ in die Feuerwehr eintrat, musste eine Abgabe an die Stadt bezahlen.

1898 - Altes Feuerwehrhaus wird gebaut

Das stadtbildprägende Feuerwehrmagazin in der Lederstraße wird eingeweiht. Stadtbaumeister und Architekt Konrad Röcker entwirft das Gebäude, welches bis zum 10. Mai 2003 als Feuerwache diente – einstmals beherbergte das Gebäude auch die Handelsschule und den Bauhof, später reichte der Platz am Ende auch nur für die Feuerwehr nicht mehr aus.
Schließlich bezog die Wehr die Feuerwache in der Hauffstraße, dort sind bis heute die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte sowie die Sondereinheiten untergebracht. Die jetzige „Alte Feuerwache“ ziert indes immer noch der Leitspruch der Feuerwehrleute: „Einer für alle, alle für einen.“

1923 - Wehr wird motorisiert

Die Reutlinger Feuerwehr wird motorisiert: Wurden Spritzen- und Leiterwagen bis dato von Pferden gezogen, startete nun zusätzlich der Motor: Eine Autospritze wurde angeschafft, drei Jahre später folgte eine motorisierte Drehleiter. Heute verfügt allein die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte über einen Fuhrpark von 13 moderne Einsatzfahrzeugen.

1926 - 100 Jahre Feuerwehr?

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reutlingen. Dieses Jubiläum ließ Feuerwehrkommandant Johannes Eisenlohr im Jahre 1926 feiern. Eisenlohr bezog sich dabei auf die 1826 gegründete Rettungsgesellschaft, die durch Bürgermeister Johnan Jakob Fetzer als „Rettungsgesellschaft der Stadt Reutlingen zum Schutze für Personen und bewegliches Eigentum bei Feuersgefahren“ initiiert worden war und wohl bis in die 1850er aktiv war. Das Gründungsdatum der Rettungsgesellschaft war indes kein Zufall: 100 Jahre zuvor hatten die Reutlinger beim großen Stadtbrand nahezu alles verloren.
Der Zivilschutz in Deutschland Im Ernstfall heute blank

Reutlingen

Lange Zeit wurde in Fachkreisen ein erbitterter Streit darum geführt, ob die Rettungsgesellschaft als Vorläufer der Feuerwehr Reutlingen gelten kann – was letztlich negativ beschieden wurde, da die Rettungsgesellschaft selbst das Löschen nicht als ihre Aufgabe ansah; auch die strukturiert-militärische Organisation der späteren Feuerwehrkompanien fehlte der in ihrer Gründungszeit immerhin 215 Mitglieder starken Rettungsgesellschaft. Gänzlich abwegig ist es aber nicht, die Rettungsgesellschaft als einen Vorläufer der heutigen Feuerwehr zu sehen, schließlich begaben sich auch deren Mitglieder in große Gefahr, um Menschen oder Wertgegenstände aus brennenden Gebäuden zu retten.

1935 - Feuerwehr im Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus machte sich auch in der Achalmstadt bemerkbar. Dem Innenministerium in Stuttgart wird gemeldet: Es gibt keine nichtarischen Mitglieder in der Wehr. Aus der Anfangszeit der Feuerwehr sind nur zwei jüdische Mitglieder bekannt: Sigmund Salmon (gestorben 1912) leistete 26 Jahre lang Feuerwehrdienst, Sigmund Gidion war von 1912 bis zu seinem Umzug 1931 Mitglied der Reutlinger Feuerwehr – 1942 wurde Gidion zusammen mit seiner Frau Fanny von der SS in der Nähe von Riga erschossen. 1938 wurde die Feuerwehr durch ein Reichsgesetz der Natioalsozialisten der Polizei unterstellt, es blieb aber beim Prinzip der Freiwilligkeit.

1944 - Zwei Feuerwehrleute sterben im Einsatz

Im Zweiten Weltkrieg kamen auch polizeiliche Aufgaben auf die Feuerwehr zu: Der Luftschutz und die Bewachung von Zwangsarbeitern beispielsweise. Durch die Abkommandierung vieler Männer zur Wehrmacht lichteten sich die Reihen in der Feuerwehr, ältere, bereits ausgeschiedene Wehrleute wurden deshalb reaktiviert, auch die Hitlerjugend wurde einbezogen.
Die Reutlinger Wehr leistete nach Luftangriffen auf Stuttgart Überlandhilfe, nach dem verheerenden Bombenangriff auf Reutlingen am 21. Januar 1945, der über 400 Gebäude zerstörte, waren die 180 Feuerwehrleute 41 Stunden ununterbrochen im Einsatz – 16 Feuerwehrleute wurden verletzt, zwei erlitten Erfrierungen. Mit Albert Janz und Richard Früh kamen zwei Reutlinger Feuerwehrmänner 1943 beziehungsweise 1945 bei Löscharbeiten ums Leben. Nach der Übergabe der Stadt an die französischen Streitkräfte kam es zu mehreren Bränden, wobei die Feuerwehrleute aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre teils erst verspätet eingreifen konnten.

1945 - Kriegsende und Neuaufbau

Nach Kriegsende bemühte sich die Freiwillige Feuerwehr darum, den Brandschutz weiterhin sicherzustellen. Weil die Weckerlinien bei Luftangriffen zerstört worden waren, gab es zunächst eine rund um die Uhr gesicherte Brandwache. Bei größeren Einsätzen alarmierten die Kirchenglocken der Marienkirche die übrigen Feuerwehrmänner, bis die Alarmierungstechnik wiederhergestellt werden konnte. Heute tragen alle Feuerwehrangehörige digitale Funkmeldeempfänger bei sich, auch eine Alarmierung per Handy-App ist inzwischen angelaufen.

1972 - Die Stadt wächst

Wirtschaftswunder, Kriegsflüchtlinge, Eingemeindungen: Die Stadt Reutlingen wuchs und mit ihr auch die Aufgaben der Feuerwehr. 1972 wurde daher Stadtbrandmeister Walter Herrmann der erste hauptamtliche Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Reutlingen. In den Folgejahren wurden immer mehr Feuerwehrleute hauptamtlich eingestellt, um die Freiwilligen zu unterstützen. 1986 leisteten bereits 15 hauptberufliche Feuerwehrleute ihren Dienst im Auftrag der Stadt.

1976 - Katastrophenschutz im Kalten Krieg

Im Rahmen des Kalten Krieges gewann der Katastrophenschutz an Bedeutung. 1976 wurde daher auch bei der Feuerwehr Reutlingen ein ABC-Zug eingerichtet, der vor allem für den Verteidigungsfall trainierte. 1984 etablierte sich der Gefahrstoffzug, 1986 der Strahlenschutzzug. 1992 entwickelte sich hierraus die Gefahrstoffeinheit, die bis heute fortbesteht und sich für Einsätze mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren bereithält. Aktuell verfügt die Gefahrstoffeinheit unter anderem über einen ABC-Erkundungsfahrzeug mit modernster Messtechnik. Die Angehörigen der GSE kommen übrigens nahezu ausschließlich aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr.
Ehrenamtliche im Einsatz gegen das Virus Die Corona-Abstrichzentren im Landkreis Reutlingen

Reutlingen/Münsingen

Auch in anderen Bereichen haben sich einzelne Feuerwehrleute für spezielle Einsatzszenarien vorbereitet: seit 1990 gibt es daher eine Tauchergruppe, 1995 folgte die Gründung der Höhenrettungsgruppe. Desweiteren gibt es heute noch eine Kommunikationstechnikgruppe, die Dokumentationsgruppe und die Führungsunterstützungseinheit. Diese Sondereinheiten werden je nach Bedarf zusätzlich zu den jeweiligen Ortsabteilungen und der Berufsfeuerwehr alarmiert.

1985 - Der gute Ton der Feuerwehr

Aufgelöst wurde in diesem Jahr hingegen der Spielmannszug der Feuerwehr, welcher im „Jubiläumsjahr“ 1926 gegründet worden war.

1990 - Gründung der Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr wird gegründet, um die Jugend an die Aufgaben der Feuerwehr heranzuführen. Heute stammt ein Großteil der Nachwuchskräfte in den Einsatzabteilungen aus der Jugendfeuerwehr, aber auch für Erwachsene ist der Einstieg in den freiwilligen Feuerwehrdienst über die Grundausbildung weiterhin möglich. Bei großen Übungen zeigen die Jugendfeuerwehrler regelmäßig ihr Können.
2010 ging die Feuerwehr in Sachen Jugendarbeit noch einen Schritt weiter: Die Kinderfeuerwehr wurde gegründet. Inzwischen gibt es in den Kinderfeuerwehrgruppen Wartelisten – allerdings ist es für die Ausbilder und Kindergruppenleiter eine große Herausforderung, den Kindern und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm anzubieten, ehe der Wechsel zu den Aktiven möglich wird.

1993 - Die erste Feuerwehrfrau

Waren andernorts im Ersten und Zweiten Weltkrieg Frauen bei der Feuerwehr zum Einsatz gekommen – in Wannweil gab es bis 1918 sogar eine reine Frauenfeuerwehr –, blieb die Brandbekämpfung in Reutlingen auch in den Kriegszeiten Männersache. Erst 1993 absolvierte mit Brita Krönert die erste Frau die Grundausbildung bei der Feuerwehr Reutlingen. Heute sind Frauen bei der Feuerwehr eine Selbstverständlichkeit – auch als Gruppenführerinnen und Maschinistinnen.

2000 - Überlandhilfe bei Naturkatastrophen

In der ungarischen Partnerstadt Szolnok kommt es zu einem verheerenden Hochwasser. Die Feuerwehr Reutlingen leistet in der 960 Kilometer entfernten Region Überlandhilfe. 2002 kommt es dann zum Einsatz in Pirna, 2021 helfen Reutlinger Feuerwehrleute im schwer getroffenen Ahrtal.

2004 - Berufsfeuerwehr wird gegründet

Die Abteilung Berufsfeuerwehr wird gegründet. Bereits seit 1987 war Reutlingen als Großstadt mit über 100 000 Einwohnern verpflichtet, eine Berufsfeuerwehr-Abteilung zu gründen. Zwei Mal sicherte sich die Stadt eine Ausnahmegenehmigung, baute die hauptamtliche Wache in dieser Zeit aber kontinuierlich aus. Heute übernimmt die Berufsfeuerwehr zahlreiche kleinere Einsätze in Eigenregie, bei allen größeren Schadensereignissen ist die Freiwillige Feuerwehr mit im Einsatz.

2013 - Gewaltiger Hagelsturm

Am 28. Juli sucht die Region ein katastrophaler Hagelsturm heim. Allein im Stadtgebiet gibt es 2600 Einsatzstellen, viele Dächer sind durchlöchert – und dann setzt Regen ein. Die Feuerwehrleute sind tagelang im Großeinsatz, die Reutlinger Wehr erhielt zudem Überlandhilfe aus ganz Baden-Württemberg.
Der Sachschaden wird am Ende von den Versicherern auf drei Milliarden Euro taxiert – es ist das bis dato schadensträchtigste Hagelunwetter. Hochwasser und Starkregen beschäftigt die Feuerwehr indes immer häufiger – der Klimawandel schlägt immer häufiger zu.

2020 - Einsatz gegen die Pandemie

Die Corona-Pandemie fordert die Feuerwehr in ungeahntem Ausmaß. Im Krisenstab und in der Logistik von Schnelltest- und Impfangeboten ist die Wehr schnell unverzichtbar. Die Gefahrstoffeinheit betreibt monatelang das Corona-Absrichzentrum zusammen mit der KVWB, später helfen immer mehr Feuerwehrabteilungen aus. Für die Bevölkerung gibt es viele Schnelltest-Aktionen der Wehr.

2022 - Führungswechsel nach Jahrzehnten

Nachdem Harald Herrmann nach mehr als drei Jahrzehnten als Feuerwehrkommandant in den Ruhestand geht, übernimmt Michael Reitter die Reutlinger Feuerwehr.
Doch schon Ende des Jahres folgt der Schock: Reitter lässt sich in Sigmaringen zum Kreisbrandmeister wählen. Reitters Dienstzeit dürfte die kürzeste Amtszeit eines Kommandanten in der Geschichte der Reutlinger Feuerwehr werden. Die Nachfolge: noch offen.