Bürger entscheiden am 14. Februar 2027
: So läuft die Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen ab

Mit Amtsinhaber Thomas Keck (SPD) und Silke Kurz (CDU) gibt es bislang zwei Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen. Wahltermin, Stichwahl, Bewerbungsfrist: Nun stehen die wichtigsten Daten fest.
Von
Maik Wilke
Reutlingen
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Silke Kurz, Thomas Keck, Fragezeichen Oberbürgermeisterwahl Reutlingen Februar 2027

Silke Kurz (CDU) fordert bei der Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen Amtsinhaber Thomas Keck (SPD) heraus. Ob noch weitere Bewerberinnen und Bewerber folgen?

Mathias Grimm/Symbolbild/Collage: red
  • Reutlingen wählt am Sonntag, 14. Februar 2027, den Oberbürgermeister – Stichwahl am 28. Februar.
  • Bisher treten Amtsinhaber Thomas Keck (SPD) und Silke Kurz (CDU) an, weitere Bewerbungen sind möglich.
  • Offizielle Ausschreibung erscheint am Freitag, 27. November; Frist endet am Montag, 18. Januar 2027, 18 Uhr.
  • Für die Bewerbung sind 150 Unterstützungsunterschriften nötig, Rückzug nach der Hauptwahl ist ausgeschlossen.
  • Öffentliche Kandidatenvorstellung ist am Mittwoch, 3. Februar, in der Stadthalle; Termin liegt in den Faschingsferien.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bleibt Thomas Keck auch nach dem 2. April 2027 Oberbürgermeister der Stadt Reutlingen? Der SPD-Politiker hat bereits angekündigt, erneut zu kandidieren. Ebenso Silke Kurz. Die Fachanwältin für Steuerrecht geht für die CDU ins Rennen und ist bisher die einzige Herausforderin von Keck. Zumindest die einzige, die das öffentlich gemacht hat.

Denn noch haben potenzielle Bewerberinnen und Bewerber Zeit. Die offizielle Stellenausschreibung für das Amt des Reutlinger Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin wird am Freitag, 27. November, im Staatsanzeiger Baden-Württemberg ausgeschrieben. Das hat der Gemeinderat Reutlingen in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen. Erst am Tag nach dieser Stellenausschreibung können sich Keck, Kurz und weitere Kandidaten offiziell bewerben.

Einreichungsfrist für eine Bewerbung auf das Amt des Oberbürgermeisters ist Montag, 18. Januar 2027, um 18 Uhr. Wer bis dahin keinen verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Oberbürgermeisterwahl“ beim Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, Erster Bürgermeister Robert Hahn, eingereicht hat, kommt zu spät. 150 Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Personen müssen der Bewerbung beigefügt werden.

Wahltermin am Sonntag, 14. Februar – Stichwahl zwei Wochen später

Die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der 117.000-Einwohner-Stadt entscheiden dann am Sonntag, 14. Februar 2027, wer Chef oder Chefin der Stadtverwaltung wird. Erhält kein Bewerber von den etwa 86.000 Wahlberechtigten die absolute Mehrheit (mehr als 50 Prozent der Stimmen), kommt es zwei Wochen später, am Sonntag, 28. Februar, zur Stichwahl. Spätestens dann wird feststehen, wer die nächsten acht Jahre als Hauptverantwortlicher über die Entwicklung Reutlingens entscheidet.

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Einen Rückzieher können Kandidaten nach der Hauptwahl übrigens nicht machen: „Die Bewerbung umfasst im Falle einer notwendig werdenden Stichwahl auch die Teilnahme an dieser. Eine Rücknahme nach der ersten Wahl ist nicht möglich“, steht in der Beschlussvorlage, der der Gemeinderat zugestimmt hat. In der Stichwahl treten die beiden Personen mit den meisten Stimmen an.

Kandidatenvorstellung am Mittwoch, 3. Februar, in der Stadthalle

Sogar ein Termin für die öffentliche Vorstellung der Bewerber steht bereits fest: Vorgesehen ist Mittwoch, 3. Februar, in der Stadthalle.

Wie viele Kandidaten und Kandidatinnen sich dann Reutlingens Bürgerinnen und Bürgern präsentieren, ist aktuell schwierig einzuschätzen. Dass Thomas Keck erneut antreten wird, hatte dieser früh offen verkündet und immer wieder betont: „Ich bin selbstbewusst genug, dass ich wieder antrete. Und das würde ich nicht machen, wenn ich nicht wüsste, dass meine Kandidatur gut für die Stadt ist. Mehr Reutlingen als mit mir gibt es nicht“, sagte Keck gegenüber dieser Redaktion im September 2025.

Silke Kurz engagiert sich unter anderem im Bundesvorstand der CDU sowie als stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen-Union. „Es gibt Momente im Leben, in denen man spürt: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Verantwortung zu übernehmen“, sagte die 51-Jährige bei ihrer Vorstellung Mitte Juli dieses Jahres. Sie wolle ihre Erfahrungen aus fast zwei Jahrzehnten als Unternehmerin und Rechtsanwältin nutzen, um Reutlingen „wirtschaftliche Dynamik“ zurückzugeben.

Nicht antreten wird dagegen Stadtrat Karsten Amann von den Grünen. Über seine Bewerbung wurde in der Bürgerschaft immer wieder spekuliert – bis Amann Ende Juli erklärte: Die inhaltliche Nische zwischen Amtsinhaber Keck (SPD) und den grünen Positionen sei zu klein, um realistische Aussichten auf ein erfolgreiches Abschneiden zu haben. „Ein reiner Persönlichkeitswahlkampf wäre schwierig zu führen und würde dem Amt nicht gerecht“, teilte Amann damals mit. „Und vor allem: Es herrscht keine Wechselstimmung in der Stadt, ganz anders als zum Beispiel vor 24 Jahren. Deshalb werde ich nicht bei der OB-Wahl kandidieren.“

Immer wieder ist zu hören, dass ein Kandidat aus den Reihen der AfD antreten könnte. Bisher hat die Partei jedoch noch keinen möglichen Bewerber genannt.

CDU kritisiert Termin in Faschingsferien

Die CDU-Fraktion des Gemeinderats hat am Dienstagabend dem Wahltermin ebenfalls zugestimmt, allerdings mit „etwas Bedauern“, wie Fraktionsvorsitzende Gabriele Gaiser anmerkte. „Der Termin in den Faschingsferien ist maximal ungeschickt. Ebenso, dass die offizielle Kandidatenvorstellung elf Tage vorher und somit am Beginn der Ferien liegt. Das ist ein schwieriger Zeitraum für die Bürgerinnen und Bürger.“ Mit einem Termin Ende Januar hätte man die Faschingsferien umgehen können, so Gaiser.

2019: Wahlsieg für Keck mit nur 72 Stimmen Unterschied

Thomas Keck hatte sich am 24. Februar 2019 hauchdünn im zweiten Wahlgang gegen seinen CDU-Kontrahenten Dr. Christian Schneider durchgesetzt – mit 41,1 Prozent gegen Schneiders 40,8 Prozent. Gerade mal 72 Stimmen gaben damals den Ausschlag zugunsten von Keck, der für die SPD antrat. Ob das Ergebnis 2027 erneut so eng ausfallen wird? Hier die wichtigsten Daten im Überblick:

Hauptwahl: Sonntag, 14. Februar 2027

Mögliche Stichwahl: Sonntag, 28. Februar 2027

Stellenausschreibung: Freitag, 27. November 2027

Bewerbungsfrist: Montag, 18. Januar 2027, 18 Uhr

Öffentliche Kandidatenvorstellung: Mittwoch, 3. Februar, in der Stadthalle