Bilder zum Partyevent: So feierten die Reutlinger ihr Stadtfest 2026

Zwei Tage feierten Reutlingerinnen und Reutlinger sowie Besucher das Stadtfest. Nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch am Albtorplatz, dem Kanzleiplatz, in der Metzgerstraße und im Spitalhof.
Dimitri Drofitsch- Stadtfest in Reutlingen zog Tausende in die Innenstadt – Stimmung war ausgelassen.
- Auf fünf Bühnen traten Musiker verschiedener Genres auf und unterhielten das Publikum.
- Malik Harris, Iggi Kelly und Dimitri Drofitsch spielten Samstagabend auf der Hauptbühne.
- Am Freitag und Samstag sorgten auch Tanzgruppen und Sportler in der Innenstadt für Programm.
- Rund 70 Vereine und Gastronomen boten Besucherinnen und Besuchern kulinarische Angebote.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Eineinhalb Tage, um miteinander zu feiern, zu lachen und das Leben hier in Reutlingen vielleicht noch ein kleines Stück mehr zu lieben.“ Mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Thomas Keck am Freitagabend das Reutlinger Stadtfest. Und wer seine wahre Liebe noch nicht gefunden hatte, für den hatte am Samstagmittag Günter Friedhelm den passenden Tipp: Einfach einen süßen, mittelgroßen Hund mit aufs Fest nehmen und diesem einen kleinen Auftrag erteilen: „Mein Hund beißt jede hübsche Frau ins Bein“, singt der Bandleader der Hardt Stompers. Ein ungewöhnlicher, aber laut Friedhelm und seiner Jazzband erfolgreicher Flirteinstieg. „Man sollte aber keinen Labrador nehmen. Sonst tut's weh.“
Elegant gekleidet in hellen Stoffhosen, weißen Hemden und Panamahüten mit schwarzem Band, spielen die Hardt Stompers am Samstagnachmittag auf der Stadtwerke-Bühne auf dem Albtorplatz. Ihre Freude am Jazz ist zu spüren und überträgt sich auf die Besucher, die sich mit einem alkoholfreien Frozen-Erdbeer-Slush der Narrenzunft Reutlingen abkühlen. „Wir kommen gut rum und spielen gar nicht mehr so oft in Reutlingen“, sagt Friedhelm im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Hardt Stompers machen eine zehnminütige Pause, doch danach heißt es gleich wieder: „Wir wollen Freude, Miteinander und Lebenslust vermitteln“, sagt Friedhelm. Das gelingt und mit dem Jazzsong „Isle of Capri“ entführt die Band ihre Zuhörer an die sonnige Küste Italiens.
Folklore bei 36 Grad: Nur wer schwitzt, tanzt richtig
Dabei ist es an diesem Samstag auch in Reutlingen heiß. Während sich wohl einige Besucher bei der Wahl ihres Outfits fragten, wie wenig Stoff gerade noch angemessen ist, hat Georgios Zagoridis keine Wahl. Er trägt eine lange Hose, ein langes Hemd und darüber eine Weste. Der Stoff sieht dick aus. „Und das täuscht leider nicht“, sagt Zagoridis und lächelt. Gerade hat er mit dem Kulturverein der Evriter Reutlingen seinen Auftritt auf der Kanzleiplatz-Bühne geschafft – kleine Schweißperlen auf seiner Stirn beweisen, dass griechische Folkloretänze bei 36 Grad Celsius anstrengend sind. „Aber bei uns sagt man: Nur wer beim Tanzen schwitzt, tanzt richtig“, sagt Zagoridis.
Die Reutlinger suchen am Samstagmittag die Schattenplätze. Die Hitze macht vielen zu schaffen. Laut Anna Bierig, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, hat das DRK ein paar Einsätze, vom Blasenpflaster bis zu Kreislaufproblemen. „Wir haben über Social Media nochmal auf alle Trinkbrunnen in der Stadt aufmerksam gemacht und viele Stände melden uns zurück, dass die Menschen viel alkoholfreie Getränke bestellen“, sagt Bierig.
Kühlwagen machen schlapp – droht warmes Bier?
Die hohen Temperaturen stellen das Orga-Team vor Herausforderungen. Während Albtorplatz und Listhof dank großer Bäume natürlich beschattet werden, ist das auf dem Marktplatz nicht möglich. „Wenn wir Sonnenschirme aufstellen, verdecken diese die Sicht auf die Bühne“, erklärt Bierig. Es ist eine Abwägung – und das Hoffen auf angenehmere Abendstunden.
Diese brauchen auch die Kühlwagen. Mittags ist es so heiß, dass „die Aggregate das einfach nicht mehr schaffen“, sagt Frank Wittel vom Stadtfestkomitee. Was bedeutet das? Dass die Getränke nicht mehr gekühlt werden können? Wittel nimmt diese Sorge. „Die Schankwagen kühlen die Getränke selbst, die Teams müssen sich eben etwas umorganisieren. Wir lassen uns doch nicht nachsagen, dass es auf dem Reutlinger Stadtfest warmes Bier gibt.“
Iggi Kelly und Malik Harris begeistern auf dem Marktplatz
Wittel ist, wie Bierig und die Besucher, gut gelaunt. Die Plätze vor den Bühnen füllen sich immer mehr, viele Menschen kommen gegen 19 Uhr in Deutschland-Trikots aufs Stadtfest. Positiv: „Die fünf Bühnen sind alle ähnlich stark frequentiert. Das Publikum ist also schön durchmischt, so wie es sein soll“, sagt Wittel. Auch die neue Jugendbühne in der Metzgerstraße kommt gut an – obwohl die „jugendlichen“ Besucher eher Mittvierziger sind. „Es ist einfach super, dass aus diesem eigentlichen Parkplatz eine tolle Location geworden ist“, sagt Anna Bierig.
Wie auf allen Plätzen gibt es dort nicht nur Musik zu hören, sondern auch leckeres Essen zu entdecken. Nach einer Stärkung mit gefüllten Weinblättern und Linsenfrikadellen des Forums für kulturelle Begegnung, einem von etwa 50 Vereinen, die das Stadtfest auch zu einem Fest der Kulturen machen, geht es zurück auf den Marktplatz.
Vor der Antenne-1-Hauptbühne sitzen einige junge Frauen direkt hinter dem Absperrzaun. Sie warten gespannt auf die Hauptacts des Abends – und werden nicht enttäuscht. Singer-Songwriter Iggi Kelly, jüngster Sohn der bekannten Kelly-Family-Sängerin Patricia Kelly, startet gleich mit seinem wohl bekanntesten Song „Sleep alone“. Der 23-Jährige begeistert das Reutlinger Publikum, ebenso nach ihm Malik Harris. Der Hauptact sorgt ab 21 Uhr dafür, dass das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft in den Hintergrund gerät. Zumindest bis Deniz Undav eingewechselt wird.





















