Zwei Jahre nach Hochwasser: Polizeitaucher suchen in der Donau nach vermisstem Feuerwehrmann

Das Hochwasser im Juni 2024 hatte Offingen stark getroffen. Seither gilt ein 22 Jahre alter Feuerwehrmann als vermisst. Am 4. März 2026 wurden bei Dillingen sterbliche Überreste gefunden, die derzeit untersucht werden.
Stefan Puchner/dpa-tmn/dpa- Seit Juni 2024 vermisster 22-jähriger Feuerwehrmann aus Offingen
- 4. März: Leichenteile in Feuerwehrhose bei Steinheim in der Donau gefunden
- DNA-Analyse steht aus; Ergebnisse laut Polizei Ende der Woche erwartet
- Heute große Suche mit Polizeitauchern bei Fundort; Ufer und Donau werden abgesucht
- Ermittlungen laufen wegen unbekanntem Toten; Wahrscheinlichkeit für Vermissten „hoch“
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bekommen Familie, Freunde und Feuerwehrkameraden eines 22-Jährigen aus Offingen (Kreis Günzburg) nun endlich einen Abschluss? Seit nahezu zwei Jahren bangen sie um den jungen Mann, der beim Juni-Hochwasser 2024 in der Mindel aus einem Boot stürzte und seither verschwunden war. Er war zusammen mit vier weiteren Kameraden auf einem Evakuierungseinsatz. Seine vier Kameraden konnten sich aus dem gekenterten Boot retten, er selbst nicht.
Dass er noch am Leben ist, damit ist nicht zu rechnen – doch die sterblichen Überreste könnten der Familie Gewissheit bringen, einen Abschluss und die Gelegenheit einer Beisetzung und damit einen Ort zum Trauern und Gedenken.
Viele erfolglose Suchaktionen nach vermisstem Feuerwehrmann
Immer wieder gab es Suchaktionen in der Donau und in den angrenzenden Wäldern, bislang jedoch ohne Erfolg. Neben den offiziellen Einsätzen der Polizei suchten Angehörige auch privat weiter. Im März 2025 keimte kurz Hoffnung auf, als an einer Staustufe bei Lauingen (Kreis Dillingen) ein Stiefel gefunden wurde. Auch die Polizei rückte daraufhin an die Fundstelle aus, konnte aber nichts finden. Am Stiefel entdeckte DNA wurde untersucht, ließ sich aber nicht dem 22-Jährigen zuordnen.
Am 4. März wurden bei Vermessungsarbeiten an der Donau bei Steinheim, einige Kilometer flussabwärts von Lauingen, Leichenteile in einer Feuerwehrhose gefunden. Die DNA-Untersuchung steht noch aus. „Ergebnisse aus der Rechtsmedizin erwarten wir für Ende der Woche“, sagt Johannes Stoll von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Südwest.
Polizeitaucher suchen nach weiteren Spuren
Er und etliche Kollegen sind am Dienstag (10. März) am Fundort der sterblichen Überreste im Einsatz. „Den ganzen Tag über läuft ein Sucheinsatz, von in der Früh weg. Dabei sind auch Polizeitaucher der Bereitschaftspolizei im Einsatz“, erklärt Stoll. „Wir suchen den Uferbereich und die Donau nach weiteren sterblichen Überresten ab.“
Zwar werden die Ermittlungen offiziell noch wegen eines unbekannten Toten geführt. „Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den vermissten Feuerwehrmann handelt, ist ziemlich hoch.“ Die Ermittlungen in dem Fall führt die Kripo Neu-Ulm.

