Tarifplus für Dachdecker
: Mehr Geld für Job in luftiger Höhe – Drittes Plus in zwei Jahren

Die vorerst letzte Stufe der Tarifeinigung für das Dachdeckerhandwerk tritt in Kraft.
Von
Tanja Wolter
Ulm/Neu-Ulm
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Ein Dachdecker beim Legen von Pfannen.

Ein Dachdecker beim Legen von Pfannen.

IG BAU
  • Dachdecker erhalten 3,4 Prozent mehr Lohn – die letzte Stufe der Tarifeinigung gilt.
  • Ein Geselle hat damit rund 130 Euro mehr pro Monat, teilt die IG BAU Schwaben mit.
  • Der Ecklohn stieg von 21,12 Euro im Jahr 2024 auf nun 23,28 Euro pro Stunde.
  • Insgesamt setzen 19 Betriebe im Alb-Donau-Kreis und 12 im Landkreis Neu-Ulm die Erhöhung um.
  • Ausbildungsvergütungen steigen in drei Schritten: 1050, 1200 und ab Oktober 1460 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie arbeiten in schwindelerregender Höhe und müssen Hitze und schlechtem Wetter trotzen – rund 280 Beschäftigte im Alb-Donau-Kreis und rund 240 Beschäftigte im Landkreis Neu-Ulm verdienen ihr Geld als Dachdecker. Für sie gibt es nun ein weiteres Plus in der Tasche: 3,4 Prozent mehr Lohn sieht die nächste Stufe für das Dachdeckerhandwerk vor. Zum 1. Oktober ist die Lohnerhöhung in Kraft getreten.

Mit der Lohnsteigerung hat ein Geselle zum Monatsende künftig rund 130 Euro mehr in der Tasche, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Schwaben mitteilt. Insgesamt gibt es 19 Dachdeckerbetriebe im Alb-Donau-Kreis und 12 Dachdeckerbetriebe im Landkreis Neu-Ulm, die die Anpassung jetzt umsetzen.

Relevanz auch für Energiewende

„Dachdecker machen einen Wind-und-Wetter-Job. Sie stehen bei Sonne und Kälte, bei Wind und Regen auf dem Dach. Und es sind Allrounder: Sie decken Dächer neu ein, reparieren nach Stürmen und dichten Flachdächer ab“, sagt Karl Bauer, der Vorsitzende der IG BAU Schwaben. Zudem seien Dachdecker „Energiespar-Handwerker“, da sie auch Dachdämmungen machen und Solaranlagen installieren.

Grundlage für die Steigerung ist die bereits im November 2024 auf Bundesebene vereinbarte Tarifeinigung zwischen der IG BAU und dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Sie umfasst Lohnerhöhungen in drei Stufen: Ab Dezember 2024 gab es bereits 3,8 Prozent mehr Geld, ab Oktober 2025 kamen 2,7 Prozent hinzu und nun folgt die letzte Stufe mit nochmals 3,4 Prozent. Sie soll bis Ende 2028 gelten.

Umgerechnet auf die Stunde bedeutet dies nach Berechnungen der Gewerkschaft einen Lohnanstieg für einen Dachdecker-Gesellen (Ecklohn) von 21,12 Euro im Jahr 2024 auf nunmehr 23,28 Euro. Auch die Ausbildungsvergütungen wurden in drei Schritten angehoben. Im ersten Ausbildungsjahr werden jetzt 1050 Euro bezahlt, im zweiten sind es 1200 Euro und im dritten Jahr steigen die Vergütungen ab Oktober auf 1460 Euro.